Endstation Ostbahnhof – EnBW Ludwigsburg verliert Achtelfinale im BBL-Pokal mit 59:70
Donnerstag, 20.11.2008

Das Team der EnBW Ludwigsburg unterliegt beim Deutschen Meister ALBA Berlin im Achtelfinale des BBL-Pokals mit 59:70. Das bedeutet für die Ludwigsburger das Aus in diesem Wettbewerb.
Ohne den an der Schulter verletzten De’Angelo Alexander traten die Barockstädter in der Hauptstadt an. Head Coach Rick Stafford startete das Spiel mit Brian Jones, Brandon Woudstra, Domonic Jones, Marco Sanders und Tomas Nagys. Sieben mitgereiste Fans unterstützen die schwarz-gelben in der beeindruckenden o2-world nach besten Kräften und sahen ihre Mannschaft bis zum 10:13 vorn. Vor allem Marco Sanders und Tomas Nagys führten sich hervorragend in die Partie ein. Doch mit der Einwechslung von Sasa Nadjfeji fand ALBA nach und nach seinen Rhythmus und zog bis Mitte des zweiten Viertels auf zehn Punkte davon (36:26). Zur Halbzeit lagen die Schwaben mit neun Punkten im Hintertreffen (38:29).
Nach einem kräftigen Schluck Pausentee und den offenbar richtigen Worten der EnBW-Coaches, kamen die Mannen um Kapitän Brandon Woudstra hoch konzentriert aus der Kabine und legten einen glatten 9:0-Lauf zum 38:38 hin. Die Anzeigetafel zeigte bereits zum siebten Mal in diesem Spiel einen Gleichstand an. Doch nun legten die beiden Albatrosse, Immanuel McElroy und Casey Jacobsen, eine Schippe drauf und brachten ihr Team innerhalb weniger Minuten wieder mit 48:40 in Front. Dane Watts, der nach überstandener Wadenbeinprellung wieder ins Geschehen eingreifen konnte, verkürzte per Dreipunktwurf zum Ende des dritten Viertels auf 49:44. Anfang des letzten Durchganges war es wieder Dane Watts, der per Freiwürfe das 51:46 erzielte und die EnBW Ludwigsburg weiterhin auf Tuchfühlung hielt. Doch dann setzte ALBA angeführt von Immanuel McElroy zum finalen Spurt an. Sechs Punkten von McElroy, einem Dreier von Ansu Sesay und zwei Freiwürfen von Rashad Wright hatten die Ludwigsburger lediglich einen Korb von Domonic Jones entgegen zu setzten – 11:2-Lauf für ALBA zum 62:48. Dieser Rückstand war für die vorbildlich kämpfenden Schwaben zuviel, um Berlin noch einmal in Bedrängnis zu bringen. Center Tomas Nagys konnte in der zweiten Halbzeit aufgrund eines Schlages aufs Knie nicht mehr spielen, was Ludwigsburg zusätzlich schwächte. Am Ende gewann ALBA Berlin verdient mit 70:59 und zieht damit in die Runde der letzten Acht des BBL-Pokals ein.
Für die EnBW Ludwigsburg gilt es nun, die kommenden Aufgaben in der Liga zu bewältigen. Bis zur Weihnachtspause stehen noch drei Heimspiele (29.11. gegen Köln, 14.12. gegen Ulm, 20.12. gegen Paderborn) und zwei Auswärtsspiele auf dem Programm (22.11. in Bonn, 06.12. in Bremerhaven). Bereits am Samstag in Bonn (19.30 Uhr) wollen die Schützlinge von Head Coach Rick Stafford alles daran setzen, ihren zweiten Sieg auf fremdem Parkett einfahren.
Zum Schluss noch eine positive Meldung: De’Angelo Alexander wurde in der Nacht zum Mittwoch stolzer Vater einer Tochter. Mutter und die kleine „Justice“ (3700 g, 55 cm) sind wohlauf. Herzlichen Glückwunsch und alles Gute!
Termine:
Wer am kommenden Wochenende Basketball in Ludwigsburg sehen möchte, dem bieten sich gleich zwei Gelegenheiten. Die Regionalliga-Mannschaft der BSG Ludwigsburg tritt am Samstag um 15.30 Uhr in der Innenstadtsporthalle gegen die KGJ Schwenningen an. Am Sonntag findet das erste Heimspiel der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) in der Ludwigsburger Rundsporthalle statt. Die SG Ludwigsburg/Tübingen trifft um 13.00 Uhr auf das Basket-College-Rhein-Neckar und hofft auf möglichst viel Unterstützung um den zweiten Saisonsieg unter Dach und Fach zu bringen.
Stimmen zum Spiel:
EnBW-Coach Rick Stafford: "Gratulation an Coach Pavicevic. Berlin zieht verdient in die nächste Runde ein. Wir haben im dritten Viertel ausgleichen können, aber in der entscheidenden Phase konnten wir nicht mehr zulegen. ALBA hatte das Momentum und ist im vierten Viertel bis auf 14 Punkte davon gezogen. Wir waren nicht mehr in der Lage diesen Rückstand wieder aufzuholen. Wir sind nicht sicher, was mit Tomas Nagys ist. Er hat im ersten Spielzug des Spiels einen Schlag aufs Knie bekommen und wir haben ihn zur Sicherheit in der zweiten Halbzeit nicht mehr eingesetzt.“
ALBA-Coach Luka Pavicevic: "Danke an Coach Stafford. Ich gratuliere meinen Spielern zu diesem sehr wichtigen Sieg im Pokalwettbewerb. Wir haben heute gegen die Mannschaft gewonnen, die uns als einzige in der Liga schlagen konnte. Wir waren gut vorbereitet und ziehen in die nächste Runde dieses wichtigen Wettbewerbes ein. Man hat gesehen, warum und wie wir in Ludwigsburg verloren haben. Ludwigsburg spielt sehr kontrolliert und mit harter Verteidigung bis zum Ende. Ich wünsche Coach Stafford alles Gute für die weitere Saison.“
Die Viertel im Überblick: 19:18, 19:11, 13:15, 19:15
Zuschauer: 5.173
Scorer EnBW Ludwigsburg: B.Jones (13, 9 Rebounds), Watts (10), Sanders (9), Gibbs (8, 7 Rebounds), Nagys (7), Woudstra (5, 3 Assists), D.Jones (4, 4 Assists), McCray (3), Fahrad (0), Heyden (0), Chennoufi (0)
Scorer ALBA Berlin: McElroy (14, 11 Rebounds, 5 Assists), Jacobsen (13), Nadjfeji (13), Chubb (9), Wright (7), Hamann (4), Femerling (1), Zwiener (0), Dojcin (0), Herber (n.e.), Drobnjak (n.e.)

