NBBL-Saison endet beim TOP4 in Hagen

Dienstag, 22.05.2012

Fotocredit: NBBL / Unverferth

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Nach dem knappen Ausscheiden der Basketball-Akademie im NBBL-Viertelfinale fand das NBBL/JBBL TOP4 in Hagen am Wochenende ohne Ludwigsburger Beteiligung statt. Vor toller Kulisse in der Enervie Arena sicherte sich am Ende der TSV Breitengüßbach den Deutschen Meistertitel in der U19-Bundesliga, während BBA-Bezwinger Urspring bereits im Halbfinale die Segel streichen musste. Besnik Bekteshi  wurde unterdessen zum zweiten Mal in Folge zum Verteidiger des Jahres ausgezeichnet und setzte damit einen würdigen Schlusspunkt auf eine erneut sehr erfolgreiche Saison des Ludwigsburger Nachwuchses. 

Im dritten Jahr hintereinander war für das NBBL-Team der BBA Ludwigsburg im Playoff-Viertelfinale Endstation und wie schon 2010 fehlte auch in dieser Saison lediglich ein Sieg gegen den Erzrivalen aus Urspring, um zum ersten Mal ins TOP4-Turnier um die Deutsche Meisterschaft einzuziehen. Der Frust über das vorzeitige Ausscheiden konnte für die meisten Schützlinge von Headcoach Ross Jorgusen jedoch schnell bewältigt werden, feierte man nur wenige Tage nach dem verlorenen Spiel 3 in Schelklingen doch sowohl beim Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“, als auch bei der Endrunde des U18 DBB-Pokals unter der Leitung von Stadtverbandstrainer Cäsar Kiersz den Deutschen Meistertitel. Stefan Ilzhöfer, Robert Zinn und Johannes Joos wurden zudem von Bundestrainer Kay Blümel für den U18-Nationalmannschaftslehrgang in Paderborn nominiert, so dass bei den Spielern der jüngeren Jahrgänge 94 und 95, die Anfang April auch das internationale Osterturnier in Wien gewinnen konnten, die Freude über die großartigen Erfolge dieser Spielzeit schnell wieder überwiegten.

Bei den „Seniors“, also den Spielern des ältesten NBBL-Jahrgangs 1993 hingegen, dauerte es etwas länger, war es für Besnik Bekteshi, Markus Gekeler, Justin Konietzke und Achim Klenk in diesem Jahr doch die letzte Chance auf eine Teilnahme beim TOP4. Betrachtet man jedoch die Entwicklung des Ludwigsburger NBBL-Teams in den vergangenen drei Jahren, so kann dieses Quartett mit Fug und Recht stolz sein, auf das bislang Erreichte. Nachdem Bekteshi bereits als U16-Spieler in der NBBL zum Einsatz kam, um 2008/2009 noch als SG Ludwigsburg/Tübingen ins Rennen zu gehen, wurde die Spielgemeinschaft im Anschluss an das verlorene Relegationsspiel gegen das Team Kurpfalz aufgelöst. Bei der Qualifikation für die Saison 2009/2010, in der dann auch Gekeler und Konietzke zum Team stießen, gingen die Barockstädter erstmals als BBA Ludwigsburg an den Start und gleich im ersten Jahr schaffte man mit einem dritten Platz in der Hauptrunde den Sprung in die Playoffs. Zudem schaffte man es in dieser Saison als einzige Mannschaft in der gesamten NBBL, dem späteren Meister aus Urspring eine bzw. im Fall der BBA zwei Niederlagen zuzufügen, letztendlich war aber im Viertelfinale Schluss für die Jorgusen-Truppe. Zur Saison 2010/2011 kam nun auch Klenk ins Ludwigsburger Team und angeführt vom starken 92er Jahrgang wurde in der regulären Saison eine Serie von neuen Siegen hintereinander hingelegt, so dass man dieses Mal als Tabellenzweiter in die KO-Runde einzog. Nach einer Heimniederlage gegen Breitengüßbach war jedoch auch hier Schluss im Viertelfinale.

Nach dem altersbedingten Weggang von Führungsspieler wie Jonathan Maier, Thimo Künzel und Lars Metter, ging es 2011/2012 mit einer stark verjüngten Mannschaft an den Start, in der die JBBL-Vizemeister aus dem Vorjahr bereits wichtige Rollen einnehmen sollten. Mit vielen „Rookies“ des Jahrgangs 1995 auf dem Feld, dafür aber in den ersten Saisonspielen meist ohne Besnik Bekteshi im Aufgebot und nach einer Verletzung beim knappen Auftaktsieg gegen Bayreuth (67:66) zunächst auch ohne Justin Konietzke, war es schließlich ein holpriger Start für das BBA-Team. Gleich am zweiten Spieltag musste man eine herbe 43:78 Niederlage beim amtierenden NBBL-Champion aus Urspring einstecken und am dritten Spieltag folgte mit der 52:66 Heimpleite gegen Würzburg schon der absolute Tiefpunkt. In der neu zusammengewürfelten Division Südost tummelten sich mit Jena, Breitengüßbach und Urspring drei absolute Topfavoriten auf den Titel, jede Niederlage im Duell mit einem direkten Konkurrenten wie der s.Oliver Baskets Akademie tat im Hinblick auf die vier zu vergebenen Playoff-Plätze also gleich doppelt weh. Headcoach Jorgusen schaffte es jedoch, seine Mannschaft in den kommenden Wochen auf Kurs zu bekommen und mit dem wichtigen 48:42 Heimsieg über Bayern München, vor 400 Zuschauern in der Rundsporthalle, war mit einer positiven Bilanz von 4-3 das erste Etappenziel erreicht. Mit Beginn der Rückrunde in Bayreuth kamen die BBA’ler dann so richtig ins Rollen, nahmen in Würzburg erfolgreich Revanche für die Hinspielniederlage und besiegten einen Tag vor dem Beko BBL ALLSTAR Day in eigener Halle den Erzrivalen aus Urspring mit 64:59. Eine Woche später folgte gegen Ulm der fünfte Sieg in Serie und erst beim ungeschlagenen Spitzenreiter aus Jena musste man sich wieder geschlagen geben. Anschließend stand das erste echte Endspiel um die Playoffs in München auf dem Programm. Angeführt von Besnik Bekteshi, der in der Rückrunde nur noch ein einziges Spiel in der U19-Bundesliga verpasste, konnte letztlich ein 77:67 Erfolg errungen werden, so dass man im letzten Hauptrundenspiel gegen Breitengüßbach sogar noch die Chance auf Platz 3 hatte. Mit 65:67 musste man sich am Ende jedoch knapp geschlagen geben und war somit auf Schützenhilfe vom Team ALBA Urspring angewiesen, das wenige Tage später noch beim Ludwigsburger Konkurrenten um den letzten Playoff-Platz in Würzburg antreten musste. Die Internatsschüler siegten und somit ging es für das BBA-Team zum dritten Mal hintereinander in die Playoffs. Hier wurde zunächst der Tabellenerste der Division Südwest aus Gießen in drei Spielen aus dem Weg geräumt, wobei Bekteshi in der entscheidenden Partie den Gamewinner versenken konnte, um im Viertelfinale schließlich für die Neuauflage von 2010 gegen Urspring zu sorgen.

Das Ludwigsburger NBBL-Team hat sich in den letzten drei Jahren also vom Absteiger zum Stammgast in den TOP8 entwickelt und mit den jüngsten Erfolgen bewiesen, dass im kommenden Jahr wieder stark mit ihm zu rechnen sein wird. Für Besnik Bekteshi endete seine vierjährige NBBL-Karriere währenddessen mit einer erneuten Auszeichnung. Nach dem „Rookie des Jahres“ 2009/2010, dem „Verteidiger des Jahres“ und dem zweiten Platz im MVP-Voting 2010/2011, sowie zwei Nominierungen für das NBBL ALLSTAR Game, wurde der Aufbauspieler beim TOP4 in Hagen am Sonntag zum zweiten Mal in Folge zum besten Defensivspieler der U19-Bundesliga ausgezeichnet.

Für das NBBL-Team der Basketball-Akademie kamen in der Saison 2011/2012 folgende Spieler zum Einsatz: Yannick Armbrust, Besnik Bekteshi, Georgios Chatzidamianidis, Markus Gekeler, Semir Gudzevic, Daniel Hämmerl, Tobias Heintzen, Stefan Ilzhöfer, Johannes Joos, Achim Klenk, Justin Konietzke, Lukas Oesterle, Jurek Olden, Gianni Otto, Jussi Qirici und Robert Zinn.


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