Neckar RIESEN feiern Derbysieg gegen Vizemeister Ulm

Samstag, 02.03.2013

Foto: Gunnar Rübenach

Copyright: BBA & Ihre Partner

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Sechs Spieler punkten beim 79:73 Heimerfolg zweistellig

Die Neckar RIESEN Ludwigsburg haben am Samstagabend vor 4.130 Zuschauern in der MHPArena einen 79:73 (40:31) Heimsieg im Schwabenderby gegen ratiopharm ulm eingefahren. Die Mannschaft von Head Coach John Patrick lag dabei zu keinem Zeitpunkt der Partie in Rückstand und ging somit am Ende zum zweiten Mal in dieser Saison als Sieger gegen den Vizemeister hervor. Topscorer auf Seiten der Barockstädter war Lucca Staiger mit 17 Punkten, gefolgt von John Turek (14 Punkte, 10 Rebounds) und vier Spielern mit jeweils zehn Zählern.

4.130 Zuschauer in der MHPArena sorgten vom Sprungball weg für einen tollen Rahmen im Schwabenderby gegen Ulm und die großartige Unterstützung der RIESEN-Fans beflügelte die Gastgeber zu einem furiosen Start in die Partie. Die Barockstädter sprühten vor Tatendrang und zeigten mit Tip-Dunkings von Bernard und Blakely, wie viel Energie heute in ihnen steckte, während bei den Gästen MVP John Bryant früh sein zweites persönliches Foul kassierte. Ludwigsburg war danach weiter stark! Jackson und Bernard sorgten von der Dreierlinie für eine 14:4 Führung nach vier Minuten und ließen die Zuschauer zum wiederholten Male von ihren Sitzen springen. Thorsten Leibenath nahm daraufhin seine erste Auszeit, die Neckar RIESEN blieben jedoch die spielbestimmende Mannschaft und erhöhten durch zwei Dreier von Staiger, sowie den dritten Tip-Dunk im ersten Viertel auf 24:9, zum Ende des ersten Abschnitts.

Nachdem die Ludwigsburger Korbjäger nach den ersten zehn Minuten von vielen Zuschauern mit stehenden Ovationen verabschiedet wurden, kamen Blakely & Co. im zweiten Viertel mit breiter Brust zurück aufs Feld, um zunächst mit fünf Punkten in Serie weiter davonzuziehen (29:9). Anschließend war die Euphorie aus der Anfangsphase verflogen und John Patrick sah sich, nach einigen schlechten Entscheidungen in der Offensive, zu seiner Auszeit gezwungen, diese änderte jedoch nichts daran, dass der Vizemeister allmählich stärker wurde. Als dann Mitte des Abschnitts auch noch John Turek das dritte persönliche Foul, sowie in der Folge ein technisches Foul gegen Coach Patrick gepfiffen wurde, konnte Ulm, unter einem gellenden Pfeifkonzert der Ludwigsburger Fans, durch einen 9:0-Run auf 25:34 verkürzen. Turek, der trotz seiner Foulbelastung im Spiel blieb, hielt die Gäste aber auf Abstand und so gingen die RIESEN mit einer 40:31 Führung in die Halbzeitpause.

Zu Beginn des dritten Viertels konnten die Ulmer durch einen erneuten 8:0-Lauf weiter verkürzen (41:43), die ersten Punkte von Neuzugang Derrick Zimmerman, sowie ein erfolgreicher Dreier von Kapitän Wayne Bernard hielten Ludwigsburg jedoch in Front. Auch als bei den Gästen anschließend Steven Esterkamp mit sieben Punkten in Serie mächtig Druck machte, hatten die Barockstädter stets die passende Antwort parat und kamen durch die lange Garde, die sich aufgrund des frühen vierten Fouls von Eric Coleman auf John Turek und Marqus Blakely beschränkte, zu den nötigen Erfolgserlebnissen, um nach dem Buzzer-Beater von Bernard einen 57:50 Vorsprung mit in den Schlussabschnitt zu nehmen.

Hier war es nun von Anfang an ein Duell auf Augenhöhe. Staiger für Ludwigsburg, Betz für Ulm, Blakely für Ludwigsburg, Bryant für Ulm, Turek für Ludwigsburg, Günther für Ulm – es ging hin und her und keine Mannschaft konnte einen entscheidenden Zwischenspurt starten, so dass es vier Minuten vor dem Ende 68:61 für die Neckar RIESEN stand. Mit einem Dreier von Philipp Schwethelm läuteten die Gäste schließlich ihre Schlussoffensive ein, Zimmerman hielt den Vizemeister dank vier schneller Punkte allerdings auf Distanz und so hatten die Barockstädter bei weniger als zwei Minuten Spielzeit und 8-Punkte Führung die Chance, per 3-gegen-1 Fastbreak für die Vorentscheidung zu sorgen. Diese wurde jedoch leichtfertig vergeben und so kam Ulm doch noch einmal zurück. Per Günther von der Freiwurflinie und Sebastian Betz mit einem Treffer von der Dreierlinie, machten es eine Minuten vor dem Ende beim Stand von 72:69 noch einmal richtig spannend, nach einem knapp verlegten Korbleger von Wayne Bernard war aber Eric Coleman mit dem wichtigsten Rebound des Spiels zur Stelle, um nach einem Foul im Wurf mit zwei Treffern von der Freiwurflinie für ein 5-Punkte Polster zu sorgen. Im anschließenden Angriff der Gäste war es dann erneut Neuzugang Zimmerman, der sich den Ballgewinn sicherte und per Freiwurf zum 75:69 erhöhte. Damit war die Partie so gut wie entschieden. Ulm gab sich zwar noch nicht geschlagen und versuchte durch taktische Fouls noch einmal heranzukommen, die Barockstädter ließen sich diesen Sieg allerdings nicht mehr nehmen und feierten am Ende einen hochverdienten 79:73 Heimerfolg.


Stimmen zum Spiel:

Neckar RIESEN-Coach John Patrick:

„Ich bin sehr stolz auf die starke Mannschaftsleistung, die wir heute gezeigt haben. Sechs Spieler haben zweistellig gepunktet und auch das Reboundduell konnten wir erneut für uns entscheiden. Eine große Hilfe dabei war, dass unsere Fans an uns geglaubt und uns über die gesamten vierzig Minuten großartig unterstützt haben. Auch Derrick Zimmerman möchte ich an dieser Stelle noch ein besonderes Kompliment aussprechen, hat er in seinem ersten Spiel für uns doch gleich sehr viel Verantwortung in der Schlussphase übernommen“.

ratiopharm-Coach Thorsten Leibenath:

„Es ärgert mich ungemein, dass wir zum wiederholten Male das 1. Viertel verschlafen und die Bedeutung dieses Derbys offensichtlich erst nach den ersten zehn Minuten verstanden haben. Wir kämpfen dann drei Viertel lang gegen eine Hypothek von 15 Punkten an, während sich Ludwigsburg kaum eine Schwächephase leistet und am Ende absolut verdient gewinnt“.


Die Viertel im Überblick:
24:9, 16:22, 17:19, 22:23


Zuschauer: 4.130


Scorer Neckar RIESEN Ludwigsburg:

Staiger (17 Punkte), Turek (14), Coleman (10), Blakely (10), Zimmerman (10), Bernard (10), Jackson (8), Weber (0), Bekteshi (n.e.), Koch (n.e.), Joos (n.e.)

Scorer ratiopharm ulm:
Betz (15 Punkte), Esterkamp (11), Günther (10), Bryant (9), Nankivil (6), Theis (6), Schwethelm (6), Jeter (6), Ray (4), Samhan (0), Gausa (n.e.), Heberlein (n.e.)


Scouting zum Spiel


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