EnBW Ludwigsburg begeistert seine Fans zum Saisonauftakt

Freitag, 09.10.2009

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Die EnBW Ludwigsburg besiegte am 1. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga die Eisbären Bremerhaven mit 98:85 (52:38) und brannte dabei ein wahres Offensivfeuerwerk ab. Haynes & Co. verwöhnten ihre Fans beim ersten Pflichtspiel in der neuen Arena Ludwigsburg mit spektakulären Aktionen und fuhren letztlich einen überzeugenden Auftaktsieg gegen die hoch gehandelten Gäste aus Bremerhaven ein.

Ohne den aufgrund von Rückenbeschwerden leicht angeschlagenen Michael Haynes, startete Head Coach Tolga Öngören zunächst mit Kyle Bailey, Michael King, Richard Chaney, Quadre Lollis und Kyle Visser in die Partie gegen die Eisbären aus Bremerhaven. Nach anfänglicher Nervosität kam die Ludwigsburger Startformation durch einen Dreier von Kapitän Bailey, sowie einem Dreipunktspiel von Centerspieler Visser zu den ersten Korberfolgen der neuen Saison und führte nach drei Minuten mit 6:4. Nachdem die Gäste zwischenzeitlich fünf Zähler in Serie erzielten, machte Kyle Visser, der in der Anfangsphase von seinen Kollegen häufig gesucht und gefunden wurde, mit zwei Treffern von der Freiwurflinie den Anfang zu einer 9:0-Serie der Barockstädter zum 15:9 nach sieben Minuten. Ein erfolgreicher Dreier von Richard Chaney ließ die neue Arena Ludwigsburg dabei erstmals so richtig laut werden, während Coach Öngören insbesondere mit der Verteidigungsarbeit seiner Mannschaft hoch zufrieden gewesen sein dürfte. Die kompakte Defense der Hausherren zwang die Bremerhavener immer wieder zu Verzweiflungswürfen mit Ablauf der 24-Sekundenuhr und ließ Gibbs & Co. überhaupt nicht ins Spiel kommen. Nachdem Visser sein zweites Foul kassierte und daraufhin zunächst auf der Bank Platz nehmen musste, erhöhten Bailey und Jones auf 20:12, ehe Gästekapitän Jan Lipke per Dreier zum 20:15 Zwischenstand nach den ersten zehn Minuten verkürzen konnte.

Zu Beginn des zweiten Viertels gab Michael Haynes den Ludwigsburger Fans mit einem erfolgreichen Dreier zunächst erneut Grund zum Jubeln, in den Folgeminuten zeigte sich die Defensive der Hausherren jedoch des Öfteren mit Schwächen, sodass Louis Campbell und Bryan Lucas die Gäste weiter heranbrachten (25:22). Während sich die Öngören-Truppe in der Verteidigung also kurzzeitig eine Auszeit genommen hatte, konnten sich die EnBW’ler im Angriff nun von Minute zu Minute steigern. So starteten die Barockstädter, angetrieben vom starken Domonic Jones, einen 7:0-Zwischenspurt, um sich damit erstmals in diesem Spiel eine zweistellige Führung (41:31) zu erarbeiten. Rodney Buford stoppte den Lauf der Gastgeber zunächst per Dreier, doch Ludwigsburg war nun nicht mehr aufzuhalten und legte durch Distanztreffer von King und Lollis nach. Die EnBW-Fans zeigten sich begeistert von der Offensivkraft ihrer Mannschaft und als Michael Haynes wenig später spektakulär per Dunking abschloss, waren die Zuschauer in der Arena endgültig aus dem Häuschen. Der nun überragende US-Amerikaner, der im zweiten Viertel 14 seiner insgesamt 20 Punkte erzielte, komplettierte kurz vor der Halbzeit mit einer weiteren Flugeinlage einen 11:2-Zwischenspurt der Gastgeber und war somit für den höchsten Vorsprung (52:36) im gesamten Spielverlauf verantwortlich. Beim Stand von 52:38 ging es schließlich in die Pause.

In den Anfangsminuten des dritten Viertels stellten Michael King und Kyle Visser zunächst sicher, dass die Führung der EnBW konstant blieb (56:40), ehe sich Bremerhaven mit einem 9:0-Lauf zurückmeldete und nun Blut geleckt hatte. Der ehemalige NBA-Profi Rodney Buford legte mit seinem dritten erfolgreichen Dreier nach und Philipp Schwethelm verkürzte nach sechs Minuten auf 59:54. Das Spiel drohte zu kippen, doch die Hausherren hatten auch dieses mal die passende Antwort parat und verzückten ihre Fans nun mit großartigem Offensivbasketball, um sich dank eines 13:3-Zwischenspurts zum 72:57 wieder Luft zu verschaffen. Nachdem es auf den Rängen zwischenzeitlich etwas ruhig geworden war, peitschten die Ludwigsburger Fans ihr Team nun wieder lautstark nach vorne und hatten dank des Dreiers von Haynes zum 77:62 Zwischenstand nach dem dritten Viertel weiterhin ordentlich Grund zum Jubeln.

Dem starken Auftritt im dritten Abschnitt folgte zu Beginn des Schlussviertel erneut eine Schwächephase der Barockstädter, die Bremerhaven nutzte, um sich noch einmal ins Spiel zurück zu kämpfen. Adrian Moss und Louis Campbell verkürzten den Rückstand in knapp vier Minuten auf 81:73 und zwangen EnBW-Coach Öngören zu einer Auszeit. Nachdem sich die EnBW’ler zwischenzeitlich von einer Zonenverteidigung aus dem Konzept hatten bringen lassen, gingen die Ludwigsburger nun wieder konzentrierter zu Werke und ließen die Eisbären durch Dreier von King und Chaney nicht näher herankommen. Kyle Bailey und erneut Chaney, per Treffer aus der Distanz, sorgten beim Stand von 92:81, knapp zwei Minuten vor dem Ende, für die Entscheidung, ehe Michael Haynes mit einem spektakulären Block nochmals für ein echtes Highlight verantwortlich war und Chaney im darauf folgenden Angriff die Zuschauer mit einem Dreipunktspiel in kollektiven Freudentaumel versetzte. Zwei Sekunden vor Schluss markierte Kyle Bailey den 98:85 Endstand.


Stimmen zum Spiel:

EnBW-Coach Tolga Öngören: „Wir haben heute offensiv mit sehr viel Selbstvertrauen gespielt und eine gute Leistung abgeliefert. Der Heimvorteil hat uns dabei sehr geholfen, unsere Fans haben für tolle Stimmung gesorgt. Wir haben heute gegen eine sehr gute Mannschaft gespielt und es ist schön, mit einem Sieg in die Saison zu starten, defensiv haben wir jedoch noch Schwächen gezeigt, daran müssen wir arbeiten. Es ist wichtig, dass wir gleich am Mittwoch nachlegen und gegen die Artland Dragons eine gute Leistung abliefern“.

Eisbären-Coach Douglas Spradley: „Glückwunsch an Tolga und seine Mannschaft. Sie waren heute das bessere Team und haben verdient gewonnen. Ich denke wir haben das Spiel heute in der ersten Halbzeit verloren. Wir waren in der Verteidigung immer einen Schritt zu spät und haben eigentlich nie auf dem Niveau gespielt, wie wir uns das vorgestellt hatten. Die zweite Halbzeit war ok, darauf können wir aufbauen“.


Die Viertel im Überblick:
20:15, 32:23, 25:24, 21:23


Zuschauer:
3.200


Scorer EnBW Ludwigsburg: Haynes (20 Punkte), King (16), Bailey (15), Jones (13), Chaney (13), Visser (11), Lollis (6), Sanders (4), McCray (0), Heyden (0), Chennoufi (0), Hadzovic (n.e.)

Scorer Eisbären Bremerhaven:
Campbell (19 Punkte), Buford (15), Moss (10), Gibbs (9), Lyde (9), Lucas (8), Lipke (8), Brooks (5), Schwethelm (2), Moore (n.e.), Canty (n.e.)


Scouting zum Spiel


Fotogalerie
by Tobias Pfau


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