EnBW: Ungefährdeter Sieg gegen schwache Hagener
Montag, 14.12.2009



Mit einem deutlichen 95:66 (37:30) Sieg gegen Phoenix Hagen, beendete die EnBW Ludwigsburg am Samstagabend ihre Negativserie und kehrte nach drei Niederlagen in Folge in die Erfolgsspur zurück.
Nachdem die Barockstädter gegen den Aufsteiger eine schwache erste Halbzeit abgeliefert hatten, brannten Haynes & Co. im zweiten Durchgang ein wahres Offensivfeuerwerk ab, um die 3.000 Zuschauer in der Arena am Ende doch noch ausgelassen Jubeln zu lassen.
Nach zuletzt drei Niederlagen in Serie, wartete EnBW-Headcoach Tolga Öngören am Samstagabend mit einer Überraschung auf und schickte Ziyed Chennoufi von Beginn an aufs Parkett der Arena Ludwigsburg. Während auch Domonic Jones zum ersten Mal in dieser Saison in der Startformation der Barockstädter stand, war es für den 21-jährigen Chennoufi, gegen seinen Heimatverein, ein ganz besonderes Erlebnis. Zwar blieb der Small Forward in der Anfangsphase selbst ohne Punkt, doch die Hausherren kamen in den ersten Minuten gut ins Spiel und führten schnell mit 6:2. Einem flotten Beginn ließen die EnBW’ler allerdings eine ganz schwache Phase folgen, in der sich Visser & Co. im Rebound deutlich unterlegen zeigten und die gesamte Mannschaft defensiv ohne die nötige Aggressivität agierte. Hagen nahm die Geschenke der Ludwigsburger Verteidigung dankend an und erzielte acht Punkte in Folge, um nach vier Minuten mit 10:6 in Front zu gehen. Quadre Lollis setzte dem Zwischenspurt der Gäste schließlich per Dreier ein Ende, ehe Michael Haynes und Kyle Bailey kurz vor Ende des ersten Viertels für einen 7:0-Lauf sorgten, sodass es mit einem knappen 18:16 Vorsprung aus den ersten zehn Minuten ging.
Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts präsentierten sich die Hausherren zu lasch, fast lustlos und so glichen Bernd Kruel und Jonathan Kale zum 20:20 aus. Erst zwei Einzelaktionen von Haynes und King sorgten wieder für etwas Glanz im Spiel der Barockstädter, ehe David McCray und Kyle Visser ihren Fans weiteren Grund zum Jubeln gaben.
Langsam fand Ludwigsburg wieder zu seinem Rhythmus und nach einem spektakulären Windmill-Dunking von Haynes, sah sich Gästecoach Ingo Freyer zu seiner zweiten Auszeit gezwungen. Visser komplettierte schließlich einen 8:0-Run der Hausherren zum 37:30 Halbzeitstand.
Nach dem schwachen Auftritt im ersten Durchgang, über den auch die relativ deutliche Führung nicht hinwegtäuschen konnte, war Anfang des dritten Viertels keine wirkliche Besserung in Sicht. Erst als Richard Chaney mit einem „Monsterblock“ gegen Chase Griffin für ein echtes Highlight sorgte, nahm der EnBW-Express so langsam Fahrt auf. Visser, Bailey und Chaney selbst, schraubten die Ludwigsburger Führung innerhalb von zwei Minuten auf 48:34, ehe sich Michael Haynes mit drei erfolgreichen Dreiern für den bislang höchsten Vorsprung (60:40) verantwortlich zeigte. Mit einem Treffer aus der Distanz und einem spektakulären Block, sorgten anschließend die beiden Youngster Ziyed Chennoufi und Phillipp Heyden für weitere sehenswerte Aktionen in der Arena Ludwigsburg und so wurden die EnBW’ler beim Stand von 66:44 nach dem dritten Viertel mit viel Applaus auf die Bank verabschiedet.
Auch zu Beginn des Schlussviertels hatten die EnBW-Fans, Grund zu Jubeln. Michael King und Ziyed Chennoufi schraubten den Vorsprung der Barockstädter mit einem 8:0-Lauf weiter in die Höhe (74:47). Die restlichen Minuten waren nur noch Schaulaufen.
Stimmen zum Spiel:
EnBW-Coach Tolga Öngören: „Nach den letzten Niederlagen tat der heutige Sieg sehr gut. Wir haben viel besser gespielt, als zuletzt und den Kopf wieder freibekommen. Sehr zufrieden bin ich vor allem mit der Leistung meiner jungen Spieler Ziyed Chennoufi, David McCray und Phillipp Heyden, im Endeffekt hat aber jeder seinen Teil beigetragen und darüber bin ich sehr glücklich“.
Phoenix-Coach Ingo Freyer: „Glückwunsch an Ludwigsburg zu diesem, auch in der Höhe, verdienten Sieg. Wir haben zweifelsohne eine gewisse Qualität in unserer Mannschaft, können diese aber einfach nicht über die volle Spielzeit abrufen. Viele meiner Spieler lassen leider den Kopf zu schnell hängen. Wir versuchen immer, alles zu geben und zu fighten, aber die vielen Niederlagen gehen langsam an die Substanz“.
Die Viertel im Überblick: 18:16, 19:14, 29:14, 29:22
Zuschauer: 3.000
Scorer EnBW Ludwigsburg: Haynes (18 Punkte), King (17), Visser (14) Bailey (12), McCray (7), Jones (6), Chaney (5), Lollis (5), Chennoufi (5), Sanders (2), Heyden (2), Freeman (2)
Scorer Phoenix Hagen: Turek (18 Punkte), Griffin (9), McGee (9), Kruel (7), Fleetwood (5), Kale (4), Grothe (4), Pryor (3), Dreesen (3), M.Schwarz (2), Spohr (2), K.Schwarz (0)

