EnBW Ludwigsburg unterliegt in Frankfurt

Sonntag, 27.12.2009

Foto: Patrick Scheiber

Copyright: BBA & Ihre Partner

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Einen Tag nach den Weihnachtsfeiertagen traten die Ludwigsburger Basketballer in Frankfurt gegen die DEUTSCHE BANK SKYLINERS an. In einer mit 5.002 Zuschauern restlos ausverkauften Ballsporthalle unterlagen die Schützlinge von Trainer Tolga Öngören mit 64:68 (32:36). Die Schwarz-Gelben zeigten im Vergleich zum Spiel in Düsseldorf vor 9 Tagen zwar eine deutlich verbesserte Leistung, zum Sieg reichte es dennoch nicht. Eine zu schwache Ausbeute von der Dreipunktelinie (6/22) und bei den Freiwürfen (6/15) waren letztendlich die Gründe für die fünfte Niederlage aus den vergangenen sechs Spielen. Eine Mannschaft wie Frankfurt bei „nur“ 68 Punkten zu halten, spricht für eine gefestigte Defensive, doch in der Offensive läuft bei den Gelben Riesen momentan leider nur wenig zusammen.

Die Schwaben starteten hoch motiviert und mit viel Energie ins Spiel. SKYLINERS-Trainer Murat Didin sprach auf der Pressekonferenz nach dem Spiel von einem „verwundeten Löwen“, den er und seine Mannschaft erwartet hatten. Quadre Lollis besorgte in der sechsten Spielminute die 10:11-Führung und brachte so den zahlreichen Ludwigsburger Anhang das erste Mal zum kollektiven Feiern. Doch die EnBW-Führung währte nicht lange: Frankfurt konterte mit drei Dreiern durch Reese, Moyer und schließlich Roller zum 21:14. Dies war gleichzeitig auch der Endstand des ersten Viertels.

Das zweite Viertel begannen Bailey & Co. dann furios. Mit einem 8:0-Lauf (Dreier Bailey, Korbleger Bailey, Dreier King) holten sich die Barockstädter die Führung wieder zurück (21:22). Domonic Jones erhöhte per Dreier gar auf 23:25, doch Frankfurts Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Ein 6:0-Lauf der Hessen brachte die SKYLINERS wieder mit 29:25 in Front. Frankfurts Topscorer Derrick Allen setzte kurz vor der Halbzeit den Schlusspunkt des ersten Durchgangs zum 36:32. Bereits in den ersten zwanzig Minuten hatten die Ludwigsburger 6 von 7 Freiwürfe vergeben. Die Mainstädter trafen vor allem jenseits der Dreipunktelinie exzellent (6/12).

Das dritte Viertel begann schlecht aus Sicht der EnBW Ludwigsburg. Schnell setzten sich die SKYLINERS bis auf 43:33 ab und ließen so den Rückstand erstmalig zweistellig werden. Über 47:37 ging es zum 52:44 nach dreißig Minuten. Das Team von Tolga Öngören verstand es in dieser Phase nicht, sich ernsthaft zurück ins Geschäft zu bringen. Magere 12 Punkte schafften die Mannen um Kapitän Kyle Bailey in diesem Viertel.

Der unermüdlich ackernde Richard Chaney und Marco Sanders brachten die EnBW’ler Anfang des Schlussviertels wieder in Schlagdistanz (54:48). Körbe von Kyle Visser, Kyle Bailey und wiederum Richard Chaney hielten Ludwigsburg bis zum 61:54 im Spiel. Dann kam der Auftritt von Seth Doliboa. Der Frankfurter Flügelspieler traf, nach einem schönen Spielzug, einen Dreier trotz Fouls von Quadre Lollis. Den anschließenden Bonusfreiwurf verwandelte er ebenfalls und so war beim 65:54, rund zweieinhalb Minuten vor Spielende, der Drops nahezu gelutscht. Zwar konnten die Schwaben in der letzten Spielminute noch einmal auf 65:60 verkürzen, doch Frankfurts Aubrey Reese verwandelte die aus taktischen Fouls resultierenden Freiwürfe sicher zum 68:62. Den Schlusspunkt setzte Marco Sanders mit einem Sprungwurf zum 68:64.

Am kommenden Mittwoch (30.12.2009) steigt für die Ludwigsburger Basketballer das letzte Spiel vor dem Jahreswechsel. Um 19:30 Uhr gibt sich Meisterschaftsfavorit ALBA BERLIN die Ehre in der Arena Ludwigsburg. Zum ersten Mal wird die Arena ausverkauft sein und man muss sicherlich keinen der 5.000 Ludwigsburger Basketball-Fans motivieren, wenn es gegen das Aushängeschild des deutschen Basketballs geht. Eine große Aufgabe für das Team von Trainer Tolga Öngören und gleichzeitig eine Riesenchance dem Negativ-Trend ein Ende zu setzen. Dass Berlin nicht unschlagbar ist, zeigten die Göttinger gestern live im DSF, als sie die Albatrosse gar in deren eigener Halle besiegten. Wer bei diesem Highlight-Spiel noch dabei sein möchte, kann sich im Vorverkauf noch einen Stehplatz in Verbindung mit dem Heimspiel gegen Göttingen (10.01.2010) sichern (Tickets hier), oder hoffen, dass an der Abendkasse noch Restkarten zu ergattern sein werden (momentan noch rund 180 Stehplätze verfügbar – keine Gewähr).

Stimmen zum Spiel:

EnBW-Coach Tolga Öngören:
"Glückwunsch an Frankfurt. In einigen Phasen haben sie besser gespielt. Es war wichtig, wie wir nach der Niederlage gegen Düsseldorf zurückkommen sind. Insgesamt haben wir auch besser gespielt, aber um gegen ein Team wie Frankfurt zu gewinnen, muss man seine Würfe treffen - auch die Freiwürfe. Unsere Offensive war nicht stark genug für einen Auswärtssieg".

SKYLINERS-Coach Murat Didin:
"In der Zone waren wir heute nicht sehr produktiv. Aber wir haben das durch eine gute Verteidigung ausgeglichen. Seth war sehr stark beim Rebound und Aubrey hat das Tempo gut kontrolliert. Außerdem hat uns die Heimenergie getragen. Es war ein schönes Geschenk nach Weihnachten für die Fans".

Die Viertel im Überblick: 21:14, 15:18, 16:12, 16:20

Zuschauer: 5.002 (ausverkauft)

Scorer EnBW Ludwigsburg:
Bailey (15 Punkte), Lollis (10), Visser (10), Chaney (9), Sanders (6), Jones (5), McCray (4), King (3), Freeman (2), Chennoufi (n.e.), Hadzovic (n.e.)

Scorer DEUTSCHE BANK SKYLINERS:

Reese (19 Punkte), Doliboa (13), Allen (11), Roller (9), Nolte (6), Jenkins (4), Robertson (3), Moyer (3), Bahiense de Mello (0), McKinney (0), Franke (n.e.), Calhoun (n.e.)

Scouting zum Spiel


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