Berlin zu stark für verbesserte Ludwigsburger
Mittwoch, 30.12.2009

In der erstmals ausverkauften Arena Ludwigsburg musste sich das EnBW-Team am Samstagabend gegen starke Berliner mit 67:77 (37:43) geschlagen geben. Dabei zeigte die Mannschaft von Headcoach Tolga Öngören über weite Strecken eine gute Leistung. Nach einem 14:2-Lauf der Gäste im zweiten Viertel schafften es die Barockstädter jedoch nicht mehr, in Führung zu gehen.
Angestachelt von der großartigen Stimmung in der mit 4.600 Zuschauern ausverkauften Arena Ludwigsburg, legten die Hausherren los wie die Feuerwehr. Michael King versenkte gleich im ersten Angriff einen Dreier, glänzte kurze Zeit später als Vorbereiter für zwei einfache Punkte von Quadre Lollis, ehe Richard Chaney mit einem spektakulären Tip-Dunk für ein echtes Highlight sorgte. Da Julius Jenkins jedoch zweimal sträflich alleine gelassen wurde und von der Dreierlinie erfolgreich war, stand es nach knapp vier Minuten lediglich 9:8 für Ludwigsburg. Ein Distanztreffer von Lollis und ein anschließender 6:0-Lauf ließ die Barockstädter dann aber doch erstmals enteilen (18:11), um für Begeisterung auf den Rängen zu sorgen. Einige Ballverluste brachten zum Ende des ersten Abschnitts etwas Sand ins Getriebe, sodass Berlin durch sechs Punkte von Adam Chubb verkürzen konnte. Beim Stand von 22:19 ging es schließlich aus den ersten zehn Minuten.
Nachdem beide Teams in der Anfangsphase vor allem durch ihre gute Trefferquote (beide über 60% aus dem Feld) aufgefallen waren, legten im zweiten Viertel insbesondere die Berliner defensiv eine Schippe drauf und machten den Gastgebern das Leben gehörig schwer. So dauerte es mehr als vier Minuten, bis der unermüdliche Chaney die ersten Punkte aus dem Spielverlauf heraus erzielte, während Berlin immer besser ins Rollen kam und sich durch einen 14:2-Zwischenspurt auf 35:26 absetzen konnte. Die Hauptstädter zeigten dabei exzellenten Teambasketball, Ludwigsburg dagegen verstrickte sich in dieser Phase allzu oft in Einzelaktionen und fand erst durch einen erfolgreichen Dreier von Domonic Jones wieder zu seinem Spiel. Punkte von David McCray, Quadre Lollis und Kyle Bailey brachten Ludwigsburg schnell wieder bis auf zwei Punkte heran, doch Berlin kontrollierte weiterhin das Geschehen und ging letztlich mit einer verdienten 43:37 Führung in die Halbzeitpause.
Wie schon im ersten Durchgang kamen die Barockstädter auch im dritten Viertel gut aus der Kabine und waren durch erfolgreiche Dreier von Quadre Lollis und Kyle Bailey schnell wieder auf Tuchfühlung. David McCray war nach vier Minuten schließlich für den Ausgleich (49:49) verantwortlich, ehe ALBA defensiv wieder einen Gang zulegte und die Ludwigsburger Korbjäger nicht mehr zur Entfaltung kommen ließ. So war der alte Abstand von sechs Punkten bis zum Ende des dritten Abschnitts wieder hergestellt und es ging beim Stand von 58:52 für die Gäste in die letzten zehn Minuten.
Diese eröffnete Domonic Jones per Dreier, doch fünf Zähler von Philipp
Zwiener hielten die Hausherren auf Abstand. Ludwigsburg schaffte es nicht, entscheidend zu verkürzen und so sorgten Rashad Wright und Blagota Sekulic für den 67:60 Zwischenstand nach fünf Minuten. Die EnBW’ler kämpften tapfer weiter, doch gegen die starke Verteidigung der Gäste fehlte weiterhin die Durchschlagskraft und so sorgte Julius Jenkins mit seinem vierten erfolgreichen Dreipunktewurf zum 72:62, drei Minuten vor dem Ende, für die Vorentscheidung. Michael King ließ zwar noch einmal etwas Hoffnung aufkommen, die abgezockten Berliner blieben jedoch cool und spielten die Partie souverän zu Ende, um letztlich einen verdienten 77:67 Sieg zu feiern.
Stimmen zum Spiel:
EnBW-Coach Tolga Öngören:„Gratulation an Luka Pavicevic und sein Team zu diesem verdienten Sieg. Wir haben heute gegen die größte Basketballmarke in Deutschland und eines der besten Teams in ganz Europa gespielt. Dabei haben wir uns gegenüber den Spielen in Düsseldorf und Frankfurt stark verbessert präsentiert. Auf diesem Level muss man jedoch über 40 Minuten sehr hohe Konzentration an den Tag legen“.
ALBA-Coach Luka Pavicevic:„Gratulation an meine Spieler. Sie haben heute exzellenten Einsatz gezeigt und auf beiden Seiten des Spielfelds eine gute Leistung abgeliefert. Wir haben dabei gegen eine sehr gut vorbereitete Mannschaft gespielt, die uns in der ausverkauften Halle alles abverlangt hat. Daher bin ich sehr glücklich über diesen Sieg“.
Die Viertel im Überblick: 22:19, 15:24, 15:15, 15:19
Zuschauer: 4.600
Scorer EnBW Ludwigsburg: Lollis (15 Punkte), King (14), Jones (10), Bailey (9), Chaney (8), Visser (7), McCray (4), Sanders (0), Freeman (0), Heyden (0), Chennoufi (n.e.)
Scorer ALBA BERLIN: Jenkins (12 Punkte), Wright (12), Chubb (10), Sekulic (10), Golemac (9), Zwiener (8), McElroy (6), Byars (5), Hamann (5), Faßler (n.e.), Seiferth (n.e.)
Fotogalerie
by Gunnar Rübenach

