Homestory Teil 1: Zu Besuch bei Kyle Bailey!

Freitag, 15.01.2010

Copyright: BBA & Ihre Partner

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Eigentlich kennt man die gelben Riesen nur auf dem Parkett! Man sieht sie bei den Heimspielen in der Arena Ludwigsburg, oder vielleicht auch in fremder Halle, man begegnet ihnen mal auf der Straße, beim Essen, oder beim Einkaufen, aber wie sieht es bei den Spielern der EnBW Ludwigsburg daheim aus? Was wäre Mike Haynes geworden, wenn er nicht Basketball spielen würde? Wo hält sich Kyle Bailey am liebsten in Ludwigsburg auf, oder wie verbringt Domonic Jones seine Zeit zwischen den Trainingseinheiten? Das alles und mehr, möchten wir in unserer Homestory Serie herausfinden. Nach und nach besuchen wir, also Laura und Verena, jeden Spieler in seinen eigenen vier Wänden und stellen ihm interessante Fragen über sich selbst, Basketball und das Leben in Ludwigsburg.

Als erstes besuchten wir Teamkapitän und Point Guard Kyle Bailey. Zusammen mit seiner Freundin Leslie Osbourne, die in der amerikanischen Fußballnationalmannschaft spielt, wohnt der 27-Jährige in einer ruhigen Ecke im Zentrum von Ludwigsburg. Nach sehr vielen Treppenstufen (68 Stufen, Teil seines täglichen Trainings, wie uns Kyle später erzählt) erreichen wir die Wohnung der beiden im vierten Stock. Wir betreten eine sehr saubere und niedliche 3-Zimmer-Wohnung, bei denen durch manche Zimmer ein Holzstamm des Fachwerkhauses ragt. Im Wohnzimmer steht noch ein kleiner geschmückter Weihnachtsbaum und zwei Nikolaussocken hängen an der Wand. Kyle sitzt auf einer roten Couch, Leslie am Esstisch. Unser Interview beginnt, natürlich auf Deutsch, denn Kyle hat sich die Landessprache schon sehr gut angeeignet und nutzt gerne jede Gelegenheit, noch besser zu werden. Leslie sagt, sie versteht viel, aber kann nicht gut sprechen. Ihre Wohnung gefällt den beiden sehr gut. Auch die Nachbarn sind nett. „Am meisten mag ich die zentrale Lage der Wohnung. Egal ob zum Training, oder zum Einkaufen, alles ist ganz nah“, so Leslie. Daheim in Amerika leben die beiden in einer Wohnung in Kalifornien, doch bald werden sie nach Boston umziehen, da Leslie ihr Fußballteam gewechselt hat. Was ihnen am meisten von Amerika fehlt, sind natürlich ihre Familien und Freunde. Kyle hat zum Beispiel eine 34-jährige Schwester, die in Amerika lebt. Kontakt gehalten wird über Telefon und Internet. Eigentlich fliegen die meisten amerikanischen Spieler auch über die Weihnachtspause nach Hause, in die USA und können so ihre Freunde und Familie zwischendurch kurz sehen. Doch aufgrund der neuen Regelung, dass es keine Weihnachtspause mehr gibt, konnte leider niemand heim fliegen. So kam es, dass Kyle und Leslie Weihnachten ganz ruhig zu zweit in Ludwigsburg verbracht haben.

Sowohl Kyle als auch seine Freundin sind glücklich darüber, ihren Sport, also ihr Hobby zum Beruf gemacht zu haben. Damit sie auch weiterhin am Ball bleiben, trainieren sie mehrmals am Tag. Wenn neben dem ganzen Training und den Spielen am Wochenende noch Zeit bleibt, fahren sie gerne nach Stuttgart zum Shoppen, oder auf einen Kaffe zu Starbucks. In Stuttgart gehen die beiden auch gerne mal ins englischsprachige Kino.

Im Dezember waren sie häufig auf dem Ludwigsburger Weichnachtsmarkt zu finden. Ansonsten gehen sie gern spazieren und haben auch schon das Ludwigsburger Schloss besichtigt. Zu Hause tüftelt Kyle gerne an Kreuzworträtseln herum.

Und was machen die beiden in der Sommerpause in Amerika? „Da schaue ich Leslie beim Fußball spielen zu, oder spiele Golf und trainiere natürlich“, antwortet Kyle. Und was wäre ohne Basketball aus ihm geworden? „Ich habe an der Universität Jura und Philosophie studiert. Daher habe ich schon viele Bücher deutscher Philosophen gelesen, aber nicht auf Deutsch“, entgegnet Kyle. Wenn er nicht Basketball spielen würde, könnte er sich vorstellen, Physiker zu sein, oder Astrologe, „aber nicht mit so Horoskopsachen“, schmunzelt Kyle.

In Ludwigsburg bekocht Leslie ihren Kyle. Hierfür kaufen die beiden im deutschen Supermarkt ein. „Es kommt viel Gemüse auf den Tisch, wir ernähren uns fast komplett vegetarisch“, so Leslie und ergänzt: „Manchmal gehen wir aber auch beim Italiener, hier in unserer Straße, essen“.

Damit Leslie nicht aus der Übung kommt, trainiert sie auch in Ludwigsburg. Häufig arbeitet sie mit dem Athletik-Coach der gelben Riesen, Benni Pantoudis, zusammen. „Fußball spiele ich in Sindelfingen. Dort trainiere ich mit der Frauenmannschaft. Der Sindelfinger Trainer kann zwar nicht so gut Englisch sprechen, aber ich beobachte einfach meine Teamkolleginnen und achte auf die Gestik des Coaches“, so Leslie, die zum ersten Mal die Zeit hat, länger bei Kyle in Deutschland zu bleiben. „Sonst hatten wir immer eine Fernbeziehung und haben uns oft nur für ein paar Tage gesehen“.

In Sachen Rituale vor einem Spiel, sind die beiden sehr unterschiedlich. „Ich rasiere mir immer die Haare vom Kopf. Dadurch fühle ich mich bereit fürs Spiel“, so Kyle. Leslie hingegen, geht einen Spieltag im Fußball ganz normal an und kann über das Ritual ihres Freundes nur schmunzeln.

Die Homestory endet mit Fotos im Wohnzimmer und in der Küche. Zum Schluss noch eine sportliche Frage zur Lage des Teams. „ Wir machen einfach zu wenig Punkte und deswegen verlieren wir am Ende“, stellt Kyle fest. Sicherlich hat sich die Laune des Kyle Bailey nach dem spannenden Sieg gegen Göttingen schon wieder verbessert. Der Teamkapitän kann sehr zufrieden sein mit seiner Mannschaft, die gegen seinen alten Verein starke Nerven gezeigt hat.

Hast du noch eine spezielle Frage zu einem unsere Spieler, den wir noch nicht besucht haben? Dann schreibe uns eine Mail mit deiner Frage an info@enbw-ludwigsburg.de.
Wir freuen uns darauf!


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