Saisonrückblick BG Remseck 2008/2009

Montag, 04.05.2009

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Noch ist die Saison für die BG Remseck nicht vorbei. Die 1. Herrenmannschaft kämpft noch um den Aufstieg in die Oberliga, hat sich aber bereits für die Endspiele gegen den TV Zuffenahusen qualifiziert, die U18 und die U16 spielen noch in den Final Four der Landesligen.

Damit ist bereits ein kleiner Blick auf den Verein gegeben.
Erst im Jahr 2000 haben die jetzigen Vorstände Bernhard Steffan, Joachim Kapffenstein und Walther Correll den Basketballverein in Remseck gegründet. Wie so oft, waren die Beweggründe die Kinder; die spielten schon Basketball, aber nicht an ihrem Wohnort. Heute hat der Verein ca. 150 Mitglieder, überwiegend Jugendliche. Man verfügt über zwei Herrenmannschaften, eine Damenmannschaft und ist in allen männlichen Jugendklassen von der U12 bis zur U20 vertreten. Die Jugendmannschaften spielen von der Oberliga bis zur Bezirksliga. Man spielt leistungs- und wettkampforientiert und gehört inzwischen zu den besten Vereinen im Bezirk.

Der einzige Wehrmutstropfen ist, dass man es bisher noch nicht geschafft hat eine Mädchenmannschaft zu etablieren. Aber auch hier ist man zuversichtlich.

Sportlich ist man seit Jahren durchaus erfolgreich. Bei den Herren sorgte Trainer Klaus Anwender für die Aufstiege bis zur Landesliga. Als Klaus Anwender nach Ludwigsburg wechselte, übernahm der ehemalige Ludwigsburger Vereinsvorsitzende und Zweitliga-Trainer Heinz Mörbe die Mannschaft der Herren, in der auch seine beiden Jungs mitspielen.

Seit dieser Saison ist Klaus Anwender auch wieder dabei und erreichte mit seiner jungen Mannschaft in der Bezirksliga einen guten sechsten Platz. Heinz Mörbe und sein Sohn Christoffer haben als Trainergespann die Herren in die Relegationsrunde gebracht. Man wird sehen, ob es bis zur Oberliga reicht.

Besonders beeindruckend ist, dass bei allen Jugendmannschaften und auch bei den Damen die Trainer noch selbst aktiv sind. Andreas Fugel, Andreas Tabler, Johannes Mörbe, Frederik Mörbe, Fabian Eisemann, Mark Friedrich, David Eder, Patrick Eder und Sebastian Wägner spielen alle noch selbst, von der U18 bis zu den Herren 1.

Jeder Übungsleiter der BG Remseck besitzt eine Trainerlizenz, von der D- bis zur A-Lizenz, der höchsten Lizenz des Deutschen Basketballbundes. Damit steht der BG Remseck eine hohe Qualität an pädagogischen und fachlichen Kompetenzen zur Verfügung. Dies entspricht der Philosophie des Vereins. Die Jugendarbeit steht im Vordergrund, dazu benötigt man qualifizierte Trainer und Übungsleiter, deren Weiterentwicklung und-bildung der Verein fördert.

Als kleiner und recht neuer Verein hat man es nicht ganz leicht. Die Hallensituation wird erst jetzt durch die neue Aldinger Halle besser, aber nach wie vor, hat man keine Zeiten ab 15, 16 oder 17 Uhr zur Verfügung. Dabei wäre dies für alle Vereine in Remseck in der Zusammenarbeit mit den Schulen dringend notwendig. Denn 10 bis 12-jährigen kann man keine Trainingszeit ab 19 Uhr mehr anbieten, da streiken die Eltern und selbst 16-jährige Talente sollen nicht unbedingt erst um 20.45 Uhr beginnen können.

Die Zusammenarbeit zwischen Kommune, Schule und Verein wird zeigen, ob man den Vereinssport stärken und erhalten will. Eine wichtige Zukunftsaufgabe für die Remsecker Vereine besteht darin, gemeinsam dafür zu sorgen, dass Kinder und Jugendliche eine sinnvolle Ergänzung zu ihrem schulischen Alltags erhalten und in der sozialen Gemeinschaft der Vereine für ihre persönliche Entwicklung lernen können. Die Ganztagesschule wird kommen, dabei nehmen die Zahlen der Kinder ab. Jedem Kind sollte es ermöglicht werden, den Sport zu betreiben, den es möchte, auch Basketball. Der Hirnforscher Prof. Dr. Spitzer bringt es auf den Punkt: „Jede halbe Stunde, die ihr Kind weniger fernschaut und statt dessen Sport treibt, macht es intelligenter.“
Daher wäre es folgerichtig, dass die Sportflächen den Vereinen auch an Samstagen, Sonntagen und in den Ferien für Kinder und Jugendliche zur Verfügung stehen würden, denn da haben die Kinder Zeit und Lust sich zu bewegen.

Dann gibt es da noch das „Remsecker Problem“. Die Stadt Remseck besteht aus kleinen Ortsteilen. Basketball kann aber nur zentral angeboten werden. Daher müssen die Spielerinnen und Spieler viel fahren, genau genommen fahren ja eigentlich die Mütter und Väter. Ohne Unterstützung können Vereine nicht existieren und überleben. Hier helfen vor allem die Stadt, der Stadtverband für Sport, aber auch die Zuschüsse des Württembergischen Landessportbunds. Vor allem aber das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Denn die Eltern fahren ihre Kinder zum Training und zu den Spieltagen, sie waschen die Trikots und spenden gelegentlich auch was in die Vereinskasse. In Remseck ist manches anders, bei uns gibt es tolle Mütter und Väter, die, einmalig im Bezirk, für jedes Spielwochenende für eine hervorragende Bewirtung in der Halle sorgen und dazu noch bei den Vereinsfesten helfen. Übrigens helfen bei all dem auch unsere Spielerinnen und Spieler selbst mit. Engagement wird bei uns groß geschrieben, wir fordern nicht nur, wir geben auch!

An die Eltern, den Helfern, den Trainern und dem Vorstand einen recht herzlichen Dank, für die Arbeit an und für unsere Kinder und Jugendlichen.

Sportlich ist die BG Remseck mit dieser Saison hochzufrieden, man spielt überall oben mit, hat auch Aufstiegs- oder Meisterchancen und vor allem der Zulauf in der U12 und der U14 von neuen Spielern macht Mut auf die nächsten Jahre.

Euere
BG Remseck


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