Zu Hause eine Macht! BG Remseck siegt über Neckarsulm
Montag, 30.11.2009

Nach dem Spiel unterhielten sich der Remsecker Trainer Heinz Mörbe und der Neckarsulmer Coach Branko Djurdjevic noch längere Zeit, denn man kannte sich von früher. Zu Beginn der 90er Jahre spielte Branko Djurdjevic nämlich in der 2. Liga in Ludwigsburg, im selben Verein, in dem Heinz Mörbe verantwortlich tätig war. Aus dieser Perspektive gesehen erfreulich, dass er nun seit Jahren ebenfalls als Trainer erfolgreich tätig ist.
Djurdevic war mit der Leistung seines Teams unzufrieden, vor allem mit dem schwachen 1. Viertel. Heinz Mörbe dagegen mit den letzten 5 Minuten des Spiels, als man es völlig schleifen ließ und den sicheren Sieg dadurch fast noch gefährdet hätte.
Das 1. Viertel war ein Glanzstück der BG Remseck. Aus einer gut funktionierenden Abwehr wurde schnell nach vorne gespielt, zudem sehr diszipliniert die Angriffssysteme ausgespielt. Mit klarem Erfolg. Man gewann mit 30:15 Punkten und vor allem der überragende Center Thomas Lieschke war nicht zu halten und erzielte in diesen 10 Minuten 17 seiner 31 Punkte.
Diese Überlegenheit ging im zweiten Viertel verloren. Man schaltete in der Defense einen Gang zurück und Neckarsulm spielte stärker auf und konnte bis zur Halbzeit auf 36:49 verkürzen.
Die Halbzeitpause wurde zur Konzentration genutzt. Neckarsulm kämpfte aufopferungsvoll, aber die BG war in der Abwehr einfach zu stark und ließ nur 10 Punkte zu. Allerdings erzielte man selbst auch nur 16 Punkte. Dennoch brachte dies einen deutlichen 19 Punkte-Vorsprung vor dem Schlussdurchgang. Man baute die Führung sogar bis zum 73:52 noch aus. Dann schaltete man ab. Neckarsulm versuchte mit dem Mut der Verzweiflung eine Halbfeldpressverteidigung. Statt diese nach allen Regeln der Kunst auszuspielen, verfiel Remseck in Einzelaktionen, die oft danebengingen. Von der 6. bis zur 8. Minute kassierte man sogar 0:10 Punkte. Erst nach 2 Auszeiten hatte der Remsecker Coach seine Mannschaft wieder im Griff und man gewann noch sicher mit 81:72 Punkten.
Co-Trainer Christoffer Mörbe meinte nach dem Spiel: „Wenn wir spielen wie im 1. und 3. Viertel, dann können wir jede Mannschaft in der Liga schlagen, aber immer wieder haben wir Schwächephasen. Vielleicht, weil unsere Spielmacher und Außenspieler noch sehr jung sind und noch Spielerfahrung brauchen. Auf jeden Fall brauchen wir uns vor niemandem zu verstecken.“
Diesem ist wenig hinzuzufügen. Außer Thomas Lieschke, der trotz seiner Achillessehnenbeschwerden über 40 Minuten stark spielte, spielten die anderen Mal hui, mal pfui. Einem glänzenden Viertel folgten unverständliche Aktionen und Ballverluste im nächsten Viertel. Erfreulich ist aber, dass wieder 4 Spieler über 10 Punkte erzielten; und Johannes Mörbe, der beste Werfer der letzten Saison, langsam wieder in Fahrt kommt.
Für die nächsten Spiele ist zu hoffen, dass Kapitän Andreas Fugel wieder fit wird. Gehandicapt durch einen Fingerbruch zu Beginn der Saison und einer nachfolgenden hartnäckigen Grippe, spielte er stark gehandicapt. Gerade seine Übersicht und sicheren 3-Punkte-Würfe fehlen derzeit sehr.
9 Spiele hat man absolviert, davon 4 gewonnen und 5 Spiele knapp verloren. Für einen Aufsteiger, der im 1. Jahr nur das Ziel hat, die Klasse sicher zu erhalten, keine schlechte Bilanz. Aber sie ist steigerbar, denn man kann noch besser, viel besser spielen.
Es spielten:
Patrick Müller(14), Thomas Lieschke(31), Stefan Gekeler(7 Punkte), Frederik Mörbe(2),
Johannes Mörbe(14,2 Dreier), Andreas Fugel, Ramin Henke(11), Klaus Anwender(2) und Michael Benzler.

