Michalczyk lässt BSG-Team jubeln

Montag, 27.04.2009

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Aufbauspieler trifft Game-Winner in letzter Sekunde – 86:85 (35:52) Sieg gegen Stuttgart zum Saisonabschluss

Im letzten Spiel der Saison erwischten die Barockstädter im Derby gegen den MTV Stuttgart einen klassischen Fehlstart und lagen nach zwei Minuten mit 7:0 im Hintertreffen. Die um den Klassenerhalt kämpfenden Gastgeber gingen aggressiver zu Werke als die Mannschaft von Headcoach Tobit Schneider und machten von Anfang an deutlich, dass sie alles daran setzen würden mit einem Sieg gegen die Ludwigsburger den Ligaverbleib zu sichern. Das BSG-Team dagegen ließ jegliche Intensität vermissen und leistete sich im Angriff einen Ballverlust nach dem anderen. So baute Stuttgart seine Führung durch zwei Dunkings von Larry Johnson auf 17:6 aus, ehe es beim Stand von 25:13 aus den ersten zehn Minuten ging.

Zu Beginn des zweiten Viertels fanden die Gäste in der Offensive langsam zu ihrem Rhythmus und konnten durch Dreier von Tim Koch und David Michalczyk etwas verkürzen. Da man in der Verteidigung jedoch weiterhin viel zu wenig investierte, setzten sich die Hausherren durch einen 6-0 Zwischenspurt auf 47:31 ab und gingen schließlich mit einem 52:35 Vorsprung, der höchsten Führung im gesamten Spielverlauf, in die Halbzeit. 17 Ballverluste hatten Michalczyk, Koch & Co. in den ersten zwanzig Minuten bereits produziert, doch es war vor allem die mangelnde Einstellung die Schneider bis dahin zur Weißglut brachte, sodass der Coach in der Pause deutliche Worte an seine Spieler richtete.

Im zweiten Durchgang sahen die Zuschauer in der Sporthalle West dann eine völlig andere Ludwigsburger Mannschaft. Wie ausgewechselt kamen die BSG’ler aus der Kabine und brannten in den Anfangsminuten ein wahres Feuerwerk ab. Angeführt von einem nun stark aufspielenden Maximilian von Stackelberg kamen die Gäste durch einen 14-0 Run zurück in die Partie und verkürzten nach vier Minuten auf 52:49. Zwar konnten die Stuttgarter ihren Vorsprung zwischenzeitlich wieder auf 64:53 ausbauen, doch das BSG-Team hatte Blut geleckt und startete einen weiteren 9-0 Lauf, ehe Jonas Leidel mit der Schlusssirene einen Dreier zum 68:67 Zwischenstand vor dem letzten Viertel versenkte.

Im Schlussabschnitt erzielte David Michalczyk per Distanztreffer die erste Ludwigsburger Führung in dieser Partie, doch der MTV hatte die passende Antwort parat und ging durch einen 6-0 Zwischenspurt vier Minuten vor dem Ende mit 81:77 in Front. Mit einem Monsterblock gegen Larry Johnson war es jedoch von Stackelberg, der für das absolute Highlight in dieser Phase sorgte und sein Team damit emotional im Spiel hielt. Der Shooting Guard hatte sich bei dieser spektakulären Aktion allerdings verletzt und so musste er von der Bank aus beobachten, wie sich in den Schlussminuten ein wahrer Krimi entwickelte. Johnson, der in der zweiten Halbzeit von Koch und Ifuly hervorragend verteidigt wurde nachdem er im ersten Durchgang bereits 17 Punkte erzielt hatte, brachte die Stuttgarter gut eine Minuten vor Schluss mit 85:81 in Führung. Nach einem Fehlwurf von Michalczyk sowie einem Block von Mathias Zinz gegen Koch, schickten die Gäste Philipp Wildermuth an die Freiwurflinie und der MTV sah bei nur noch 37 Sekunden verbleibender Spielzeit schon fast wie der sichere Sieger aus. Der Ex-Ludwigsburger vergab jedoch beide Würfe an der Linie und auch Zinz konnte nach einem Offensivrebound nicht für die Vorentscheidung sorgen, sodass die BSG weiter im Spiel war. David Michalczyk ließ sich nicht zweimal bitten und verkürzte per Dreier auf 85:84. Erneut foulten die Barockstädter Wildermuth und der routinierte Flügelspieler zeigte 15 Sekunden vor dem Ende wieder Nerven und konnte keinen der beiden Freiwürfe im Korb unterbringen. Im letzten Angriff schnappte sich Michalczyk den Ball, ging gegen drei Verteidiger zum Korb, setzte ins Gesicht von Larry Johnson zum Wurf an, die Schlusssirene ertönte...Swish! Der Rest war Freude pur! Die ausgelassenen Jubelszenen erinnerten an letzte Saison, als man am letzten Spieltag in einem ähnlich dramatischen Spiel gegen Mannheim den Aufstieg perfekt machte.

Das BSG-Team zeigte nach der schwachen ersten Halbzeit große Moral und krönte mit dem 86:85 Sieg über den MTV Stuttgart eine erfolgreiche erste Saison in der 1. Regionalliga Südwest. Letztlich landeten die Barockstädter als Aufsteiger auf einem hervorragend sechsten Rang, punktgleich mit dem fünftplatzierten MTV Kronberg, und können mit dem Erreichten hoch zufrieden sein.

So spielte die BSG: Michalczyk (25), Koch (16), Bridgewater (13, 11 Rebounds), Leidel (12, 11 Rebounds), von Stackelberg (8), Buller (4, 5 Assists), Ifuly (4), Feil (2), Kantschar (2), Perges (0), Arbinger (0)


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