U14 männlich qualifiziert sich als Vize für die Süddeutschen Meisterschaften

Montag, 11.05.2009

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Die U14 der BSG Ludwigsburg unter Leitung der Coaches Sebastian Gölz und Klaus Anwender hat den Sprung unter die letzten acht Mannschaften Deutschlands in ihrer Altersgruppe geschafft. Dadurch konnte man den bisher größten Erfolg in dieser Altersgruppe aus dem Jahr 2007 wiederholen.

In Bamberg trifft man am 23./24.5. auf den südostdeutschen Meister FV Bamberg, dessen Vize Weilheim und den Südwestdeutschen Meister Speyer.

Der Auftakt am Samstag begann für die BSG zunächst mit einem Schock. Bereits in den ersten Minuten der Partie gegen Gießen landete Mete Calsik nach einer Reboundaktion mit dem Hinterkopf auf dem Parkett. Er blieb kurz bewegungslos liegen, alle Anwesenden hielten den Atem an. Die sofort herbeigeeilten Sanitäter und der Notarzt beschlossen, Mete zur Beobachtung ins Krankenhaus zu bringen. Nun wollte das Team für ihren ausgefallenen Mitspieler erst recht alles geben. Man konnte Gießen zu Beginn überraschen, gewann schlussendlich mit 91:63. Die Viertelergebnisse im Einzelnen 24:10, 18:17, 24:18 und 25:18.

Speyer überrollte Crailsheim mit 91:43. Die Crailsheimer fanden kein Mittel gegen die großgewachsenen Pfälzer des Meisters Südwest-Nord und waren absolut chancenlos.

Mitspieler Mete Calsik durfte Sonntag früh das Krankenhaus verlassen, die Diagnose lautete  Gehirnerschütterung, was ihn aber nicht davon abhielt, den weiteren Turnierverlauf von der Spielerbank aus mitzuverfolgen.

Die Partie BSG gegen Crailsheim verlief gewohnt spannend. Die BSG ging, ob einem bisherigen 4:2 in dieser Saison, hochkonzentriert in das Match. Topscorer Daniel Ivanov konnte durch eine enge Verteidigung aus dem Spiel genommen werden. Seine acht Punkte im gesamten Spiel waren einfach zu wenig um Crailsheim im Spiel halten zu können.

Die BSG obsiegte mit 73:42 (15:13, 20:11, 25:9, 13:9).

Speyer konnte auch das Wiederholungsspiel gegen den Vize aus Südwest-Nord positiv beenden, man gewann souverän 78:64. Durch die Spielausgänge bis Sonntag früh hatten sich sowohl Speyer als auch Ludwigsburg bereits die Qualifikation zur Süddeutschen Meisterschaft gesichert. Am Nachmittag ging es dann um die Platzierungen bzw. den Meistertitel.

Im Spiel um den dritten Platz konnte sich Crailsheim am Ende mit 72:61 gegen Gießen durchsetzen. Trotz im Vergleich zu den anderen Teams mit der körperlich kleinsten Truppe angetreten, zeigte man den 1846ern Paroli. Selbst bei einem 20 Punkte Rückstand gaben die Merlins nicht auf.  Der größere Siegeswille und die Tatsache, dass die Gießener im Gegensatz zu Ludwigsburg und Speyer Topscorer Ivanov nicht unter Kontrolle bekamen, gab am Schluß den Ausschlag. Dieser „erschoss“ den Konkurrenten fast im Alleingang.

Das letzte Spiel um 16.00 Uhr war das Endspiel um den Titel des Südwestdeutschen Meisters.

Bis dahin hatte die BSG noch kein Viertel abgegeben. Es war klar, dass insbesondere die Nummer 8 der Pfälzer, Sebastian Heck, in seinen Kreisen eingeschränkt werden musste, um überhaupt eine Chance zu haben. Man ging etwas schläfrig in das Spiel und ließ den Gegner dadurch sofort etwas davonziehen, kämpfte sich jedoch mit großer Energieleistung zurück ins Spiel. Zur Halbzeit lag man knapp mit vier Punkten in Front. Auch in Hälfte zwei konnte sich keine der Mannschaften absetzen, bei wechselnder Führung wurde die Spannung für die zahlreich anwesenden Zuschauer hoch gehalten. Selbst der Ausfall von Yannick Armbrust Anfang des letzten Viertels konnte von der BSG kompensiert werden. Insbesondere Linus Lang sorgte mit einer starken Leistung in der Verteidigung und taktischen Fouls dafür, dass man in der letzten Minute seine Chance wahrte. Leider fehlte am Schluss das Quäntchen Glück, um die Nase vorn zu haben. Speyer gewann hauchdünn mit 60:59. Gratulation an den Südwestdeutschen Meister!

Die Enttäuschung der Ludwigsburger Spieler war nur von kurzer Dauer, hatte man sich doch auch als Zweiter für die nächste Runde, die Süddeutschen Meisterschaften, qualifiziert.

Dies darf als großer Erfolg gesehen werden, hatte man unter den Körben doch keinen wirklich großen Center zur Verfügung.

Als Erfolg darf auch die Ausrichtung gewertet werden. Es gab für die Organisation großes Lob von den Gästemannschaften. Der besondere Dank gilt insbesondere Jakob Fugel, aber auch dem Kampfgericht, Christine Anwender, Erik Süß-Kullrich, Sascha Hämmerl, Timo Probst und natürlich dem Hallensprecher Bernd Boucek, der die Professionalität des Turniers abrundete. Nicht zu vergessen natürlich auch die verantwortlichen Hausmeister.

Für die Zwischenrunde hat man sich nun viel vorgenommen. Man möchte sich für die Niederlage gegen Speyer revanchieren, aber auch gegen Bamberg und gegen Weilheim das Unmögliche möglich machen um sich für die Finalrunde qualifizieren. Ausrichter dieser Finals wird der Süddeutsche Meister sein. Die Jungs möchten daher alles daran setzen, diese Meisterschaften nach Ludwigsburg zu holen.

Ergebnisse und Scouting im Überblick:

1 BSG - Gießen 91 :63

2 Speyer - Crailsheim 91 : 43

3 Crailsheim - BSG 42 : 73

4 Gießen - Speyer 64 : 78

5 Crailsheim Gießen 72 : 61

6 BSG - Speyer 59 : 60

Es spielten (Pkte gg Gießen/Crailsheim/Speyer, - 3-er)

Anwender, C. (2/0/0); Anwender, V. (14-2Dreier/8-2/15-2); Armbrust, Y. (12/23-1/13); Bardos, O. (-/0/0); Bechtel, H. (-/0/0); Calsik, M. (0/-/-); Eder, L. (0/7/6); Füzes, M. (-/5/0); Gavrielides, N. (0/2/-); Klumpp, L. (0/-/0); Lang, L. (0/-/2); Otto, G. (24-3/10-2/6-1); Vico, T. (7/0/-); Velagic, D. (4/6/0); Weyrauch, L. (28-1/12/17)

Platzierung:

1. SG Towers Speyer-Schifferstadt
2. BSG Ludwigsburg
3. TSV Crailsheim
4. MTV 1846 Gießen


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