Ludwigsburger U12 ist Württembergischer Vizemeister!
Dienstag, 22.06.2010
Dank einer großartigen Mannschaftsleistung hat sich die U12 der BSG Ludwigsburg am Wochenende den zweiten Platz bei den Württembergischen Meisterschaften gesichert und damit eine tolle Saison 2009/10 gekrönt. Bei den Titelkämpfen in der Innenstadtsporthalle musste sich das Team von Trainer Stefan Gekeler am Ende nur dem großen Favoriten aus Ulm geschlagen gegeben, während man sowohl im Basketball- als auch dem Athletiktest erstklassige Ergebnisse erzielen konnte.
Nachdem die Ludwigsburger Mannschaft die Hauptrunde ohne sportliche Niederlage abgeschlossen hatte und sich beim Final Four souverän die Bezirksmeisterschaft sichern konnte, gingen die BSG’ler am Wochenende als Gastgeber in das Turnier um die Württembergische Meisterschaft. Der Bezirkszweite aus Waiblingen sowie der Favorit aus Ulm und der BBA-Partner aus Kirchheim/Teck komplettierten das Teilnehmerfeld.
Am Samstagmorgen starteten die Teams mit dem Basketballtest in die Meisterschaftsrunde. In dem von Landestrainer Tobit Schneider durchgeführten Test zeichnete sich von Anfang an ein Kopf-an-Kopf Rennen zwischen den Mannschaften aus Ulm und Ludwigsburg ab. Während auf Seiten der Barockstädter beispielsweise Tobias Aberle mit 19 Treffern beim Wurf-Test für eine Bestmarke sorgen konnte und Danyiom Mesmer zehn von zehn Korbleger in nur 46 Sekunden versenkte um aus einer kollektiv starken Mannschaftsleistung herauszuragen, spielten die Ulmer vor allem in den Übungen „Richtungswechsel mit Ball“ und „Umsetzen“ ihre Stärken aus, sodass die Teams am Ende gemeinsam den ersten Platz belegten.
Nach der Mittagspause, in der die Teams vom Bewirtungsteam um Jakob Fugel und den U12-Eltern mit einem warmen Gericht versorgt wurden, eröffneten Kirchheim und Ludwigsburg mit dem Duell der beiden BBA-Partnervereine das Basketballturnier. Die Gastgeber, die aufgrund der Wechselvorschriften mit der ungewohnten Startformation von Danyiom Mesmer, Jonathan Buck, Samuel Breitling, Felix Rüttler und Tim Schubert ins Spiel gingen, hatten zunächst Probleme ihren Rhythmus in der Offensive zu finden. Aufbauspieler Mesmer, der am Freitagabend noch über hohes Fieber zu klagen hatte, fand dabei nicht wie gewohnt in die Partie und war durch seine Krankheit sichtlich geschwächt, während alle Spieler mit einer gewissen Nervosität zu kämpfen hatten. So kam es, dass die Kirchheimer nach den ersten Punkten von Samuel Breitling durch einen 7-0 Lauf in Führung gingen, ehe Tim Schubert Ludwigsburg mit sechs Punkten in Serie im Spiel hielt und es mit einem knappen 11:8 Rückstand in den zweiten Abschnitt ging. Hier kamen die Gastgeber so langsam ins Rollen und Tobias Aberle besorgte Mitte des Viertels die erneute Führung für die Barockstädter. Angeführt von einem starken Maximilian Stierlen startete das BSG-Team anschließend einen 6-0 Zwischenspurt um schließlich mit einem 24:19 Vorsprung in die Halbzeitpause zu gehen. Nach dem Seitenwechsel konnten die Gastgeber ihre Führung durch sechs Zähler von Schubert zunächst weiter ausbauen (34:27), ehe man beim Stand von 36:31 ins Schlussviertel startete. Punkte von Jonathan Buck und Samuel Breitling sorgten schließlich für den höchsten Vorsprung im gesamten Spielverlauf (40:32), in den letzten Minuten verloren die Ludwigsburg jedoch plötzlich den Faden und der VfL kämpfte sich durch einen stark aufspielenden Tim Auerbach, mit 18 Punkten Topscorer der Partie, zurück ins Spiel. Der Kirchheimer Aufbauspieler war es schließlich auch, der kurz vor Schluss den 40:40-Ausgleich erzielte um für grenzenlose Spannung in der Innenstadtsporthalle zu sorgen. Diese war dann auch regelrecht zum Greifen, als die Gastgeber im letzten Angriff die Chance hatten die Partie noch in der regulären Spielzeit zu entscheiden. Die Versuche von Schubert und Stierlen waren jedoch nicht von Erfolg gekrönt, sodass letztlich eine dreiminütige Verlängerung nötig war um den Sieger dieser unglaublich intensiv geführten Partie zu ermitteln. Diese gehörte dann ganz den Barockstädtern, die vor allem in der Verteidigung eine exzellente Leistung ablieferten und dem VfL keinen einzigen Punkte gestatteten, während Aberle, Schubert und Stierlen sich für deren sieben verantwortlich zeigten um am Ende für einen hart umkämpften 47:40 Sieg zu sorgen.
Für die BSG spielten: Schubert (14), Stierlen (12), Aberle (7), Frohmüller (6), Breitling (4), Buck (2), Stöckle (2), Mesmer (0), Haueise (0), Tutzschke (0), Rüttler (0) und Braun (0).
Im Anschluss griffen die favorisierten Ulmer ins Turniergeschehen ein um ihrer Rolle gegen Waiblingen von der ersten Minute an gerecht zu werden. Die Mannschaft von Trainer Thomas Stoll enteilte bereits im ersten Abschnitt und sorgte früh für klare Verhältnisse. Am Ende führte Topscorer Tim Semle (18) sein Team zu einem deutlichen 69:16 Erfolg über den VfL um ein erstes Ausrufezeichen zu setzen. Und auch in ihrem zweiten Spiel gegen Kirchheim dominierten die Ulmer von Anfang an das Spielgeschehen. Semle (16) war erneut bester Punktesammler des SSV und so sahen die Zuschauer in der Innenstadtsporthalle einen weiteren deutlichen 52:24 Sieg des großen Favoriten.
Im letzten Spiel des Tages wollten die Ludwigsburger dann nachziehen um den Samstag mit einem Gleichstand zu den Ulmern zu beenden. Dafür benötigten die Barockstädter in der Neuauflage des Bezirksfinales und dem insgesamt vierten Aufeinandertreffen beider Mannschafte in dieser Saison einen Sieg gegen Waiblingen. Das BSG-Team war dann auch von Beginn an die bessere Mannschaft und kam durch vier Punkte von Felix Rüttler gut in die Partie, ehe man sich dank eines 8-0 Zwischenspurts mit 12:4 absetzen konnte. Danyiom Mesmer sorgte schließlich für einen 16:7 Vorsprung nach den ersten sieben Minuten. Im zweiten Abschnitt war es dann Clemens Frohmüller, der seine Mannschaft mit sechs Punkten in Serie weiter enteilen los, sodass es letztlich beim Stand von 28:15 in die Pause ging. Auch im zweiten Durchgang wurde die Ludwigsburger Führung sukzessive ausgebaut und so wurde das dritte Viertel durch Punkte von Tobias Aberle, Felix Rüttler und Jan Tutzschke mit 12:8 gewonnen, ehe beim Stand von 50:32 die Schlusssirene ertönte und das BSG-Team sich über seinen zweiten Sieg freuen konnte.
Für die BSG spielten: Frohmüller (10), Rüttler (10), Aberle (8), Stierlen (6), Mesmer (4), Tutzschke (4), Schubert (2), Buck (2), Stöckle (2), Breitling (2), Haueise (0) und Braun (0).
Überhaupt konnte der erste Turniertag bei den Württembergischen Meisterschaften als voller Erfolg gewertet werden. Im Basketballtest konnte man den Ulmern mit tollen Leistungen Paroli bieten und gemeinsam mit dem Favoriten den ersten Platz belegen, während die Truppe von Trainer Stefan Gekeler sich im Basketballturnier als geschlossene Einheit präsentierte und jeder Spieler seinen Beitrag zu den beiden Siegen leisten konnte. So steckte das Team auch die Schwächung durch die Erkrankung von Mesmer weg, wobei sich Maximilian Stierlen insbesondere gegen Kirchheim ein Sonderlob verdiente.
Am Sonntag starteten die Mannschaftenn aus Waiblingen und Kirchheim bereits um 9.30 Uhr mit dem Athletiktest in den Tag, ehe Ludwigsburg und Ulm um 10.45 Uhr ins Geschehen eingriffen. Früh zeichnete sich ab, dass die Gastgeber den beiden Bezirkszweiten klar überlegen, die Ulmer in allen Bereichen aber noch einmal einen Tick besser waren. Lediglich beim abschließenden Beep-Test konnten die Barockstädter das Stoll-Team übertrumpfen, was vor allem auch der unglaublichen Ausdauerleistung von Jonathan Buck zu verdanken war. Nach dem Athletiktest konnten sich die Ulmer also wieder auf den ersten Platz der Gesamtwertung schieben und die Ausgangssituation für die beiden abschließenden Spiele des Basketballturniers war klar: der Gewinner der Partie Waiblingen gegen Kirchheim würde den dritten Platz belegen, der Sieger im abschließenden Spiel zwischen Ludwigsburg und Ulm würde sich die Meisterschaft sichern.
Im „Spiel um Platz 3“ entwickelte sich dann auch von Anfang an ein verbissener Kampf der beiden hochmotivierten Teams. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen und so erlebten die Zuschauer in der Innenstadtsporthalle erneut eine spannende Schlussphase, in der sich letztlich die Waiblinger knapp mit 42:38 durchsetzen konnten.
Nachdem die erste Entscheidung über die Endplatzierung gefallen war, stand zum Abschluss das Highlight des Wochenendes auf dem Programm. Das letzte Spiel des Jahres war gleichzeitig auch das wichtigste, musste es doch die Entscheidung über den Gewinn der Württembergischen Meisterschaft bringen. Entsprechend motiviert aber auch mit einer gewissen Nervosität gingen beide Mannschaft in die Partie, in der Danyiom Mesmer die ersten Ludwigsburger Punkte besorgte. Die zahlreichen Zuschauer auf den Rängen sorgten für lautstarke Unterstützung der Gastgeber und peitschten die BSG’ler nach vorne, sodass die Gekeler-Truppe dem Favoriten in den ersten sieben Minuten auf Augenhöhe gegenüberstand. Ein Verzweiflungswurf weit hinter der Dreierlinie von Tim Semle war mit der Schlusssirene schließlich für eine knappe 10:6 Führung der Ulmer verantwortlich. Dadurch beflügelt kamen die Gäste immer besser in Schwung, während auf Ludwigsburger Seite Tobias Aberle und Maximilian Stierlen früh mit Foulproblemen zu kämpfen hatten, sodass sich die Mannen von Trainer Thomas Stoll durch acht Zähler von Christoph Philipps und einen 14-4 Zwischenspurt erstmals absetzen konnten (20:10). Doch Clemens Frohmüller, der im zweiten Viertel neun Punkte erzielte, brachte seine Mannschaft zurück ins Spiel, ehe Marian Matkovic für den zweiten „Buzzer Beater“ der Ulmer zum 23:16 Halbzeitstand sorgte. Im zweiten Durchgang zeigten sich die Gastgeber zunächst unbeeindruckt und so verkürzte Aberle schnell auf 25:20. Der Linkshänder kassierte wenig später jedoch sein drittes Foul und wurde von Trainer Gekeler auf die Bank beordert. Ulm erhöhte nun den Druck in der Verteidigung und war dabei einige Male mit Ballgewinnen erfolgreich, die zu einfachen Punkten führten. Den Barockstädtern schien nun die Kraft auszugehen und so endete der dritte Abschnitt mit einem 15-1 Lauf der Gäste, die sich damit sieben Minuten vor dem Ende vorentscheidend auf 40:21 absetzten. Die tapferen BSG’ler steckten jedoch nicht auf und bewiesen bis zum Schluss großen Kampfgeist. So fing man sich im Schlussviertel wieder und zeigte vor allem in der Verteidigung noch einmal eine gute Leistung, am Ende setzten sich die Ulmer dennoch deutlich mit 48:25 durch um anschließend ausgelassen den Turniersieg zu feiern.
Für die BSG spielten: Frohmüller (13), Aberle (4), Schubert (2), Mesmer (2), Rüttler (2), Stöckle (1), Tutzschke (1), Braun (0), Stierlen (0), Buck (0), Haueise (0) und Breitling (0)
Bei den Ludwigsburgern war die Enttäuschung direkt im Anschluss an das verlorene Finale große, hatte man dem großen Favoriten in der ersten Halbzeit doch noch Paroli bieten könnten und alles gegeben um die Sensation möglich zu machen. Für lange Gesichter bei der Siegerehrung gab es jedoch überhaupt keinen Grund, kann doch jeder einzelne Spieler der Ludwigsburger Mannschaft stolz auf das Geleistete sein. Eine großartige Saison, in der man bis zum allerletzten Spiel ohne sportliche Pflichtspielniederlage geblieben war, wurde bei den Württembergischen Meisterschaften durch eine tolle Mannschaftsleistung gekrönt, die am Ende auch den Ulmern alles abverlangte und für deren knappstes Ergebnis während der gesamten Spielzeit sorgte. Insgesamt vier Mal trafen die Barockstädter in diesem Jahr auf den Württembergischen Meister und in jeder Partie konnten sich die BSG’ler steigern, was auch eine deutliche Sprache für die Arbeit von Trainer Stefan Gekeler spricht.
Die U12er sorgten am Wochenende für einen mehr als gelungenen Schlusspunkt einer ereignisreichen Saison bei der BSG Ludwigsburg. An dieser Stelle geht noch einmal ein Dank an alle die daran beteiligt waren. An alle Spieler, Trainer, Eltern, Helfer, Kampfrichter, Schiedsrichter, Hausmeister und wer noch alles mitgeholfen hat, dass die Saison 2009/10 als eine mit vielen vielen positiven Highlights in Erinnerung bleiben wird.

