EnBW: Donnervögel zu stark für gelbe Riesen
Samstag, 27.02.2010





Die EnBW Ludwigsburg muss sich bei den EWE Baskets in Oldenburg mit 58:77 (29:35) geschlagen geben.
Schon vor Spielbeginn war unklar, ob der Ludwigsburger Routinier Quadre Lollis seinem Coach Tolga Öngören beim Spiel gegen den deutschen Meister zur Verfügung stehen wird. Letztendlich konnte Lollis aufgrund seiner Wadenverletzung nicht eingesetzt werden.
Wieder einige Ludwigsburger Fans haben die lange Reise nach Oldenburg angetreten, um ihr Team zu unterstützen. Mit einem Handschlag wurde jeder einzelne vom Ludwigsburger Headcoach Tolga Öngören in der Oldenburger EWE Arena begrüßt. Das Team war wie zuletzt in Trier angespornt, sich mit einem Sieg für die Unterstützung zu revanchieren. Doch zu Beginn der Partie brachte Rickey Paulding zunächst den Gastgeber in Führung. Nach gut drei Minuten Spielzeit erhöhte der Oldenburger Milan Majstorovic auf 4:0. Für die gelben Riesen erzielte Philipp Heyden, der für den verletzten Quadre Lollis in der Starting Five stand, die ersten Punkte. Doch Majstorovic legte nach, aber auch die Gäste kamen in Schwung und konnten den 10:4 Vorsprung der Donnervögel bis zum Ende des ersten Viertels wieder wett machen. Als noch 30 Sekunden zu spielen waren, schaffte Kapitän Domonic Jones per verwandeltem Freiwurf den 13:13 Ausgleich. Der Oldenburger Joshua Carter nutzte den letzten Angriff seines Teams und verwandelte seinen Wurf. Der letzte Wurf von Rashaun Freeman dagegen, fand nicht den Weg durchs Netz und so ging es mit 15:13 für die Hausherren in die erste Pause.
Zu Beginn des zweiten Viertels schafften es die Gastgeber erneut, sich einen Vorsprung herauszuspielen. Doch angeführt von einem treffsicheren Domonic Jones, gelang den Ludwigsburgern nach gut fünf Minuten Spielzeit im zweiten Viertel der erneute Ausgleich (23:23) und dank eines getroffenen Zwei-Punkte Wurfes und eines verwandelten Freiwurfs von Jones, gingen die gelben Riesen mit 26:23 in Führung. Aber die Oldenburger hatten darauf die passende Antwort und zogen in den letzten drei Minuten des zweiten Viertels auf 35:29 davon. Mit diesem Stand ging es in die Kabine.
Nach der Halbzeitpause bauten die Oldenburger ihren Vorsprung weiter aus. Auf Seiten der Ludwigsburger kam nun Michael Haynes richtig ins Spiel und verkürzte dank eines Drei-Punkte Wurfes wieder auf 40:34. Doch Paulding begann seine individuelle Klasse auszuspielen. Der Aufbauspieler versenkte in den letzten fünf Minuten des dritten Viertels zwei Dreier und brachte auch seine Mitspieler in gute Wurfpositionen. Damit zogen die Baskets vor dem letzten Spielabschnitt auf 56:43 davon.
Das letzte Viertel dominierten die erfahrenen Oldenburger. Zunächst schafften es Kyle Visser und Michael Haynes, ihr Team wieder auf 47:56 heranzubringen, doch dann kam es auf Seiten der Barockstädter zu Ballverlusten und einige Chancen blieben ungenutzt. Die Oldenburger zogen auf 61:47 weiter davon. Immer mehr verloren die Schwaben in fremder Halle ihren Fokus in der Abwehr und machten es dem Gastgeber leicht, den heraus gespielten Vorsprung gekonnt weiter auszubauen. Während die Ludwigsburger lediglich ihre Freiwürfe verwandeln konnten, versenkten die Oldenburger Marko Scekic, Jason Gardner und erneut wieder Rickey Paulding, die schwierigen Drei-Punkte-Würfe. Die letzten Punkte zum 77:58 Endstand erzielte Michael Haynes, der mit insgesamt 18 Punkten bester Werfer der Ludwigsburger war, gefolgt von Domonic Jones, der auf 13 Zähler kam. Bester Werfer der Partie war der Oldenburger Milan Majstorovic mit 19 Punkten.
Stimmen zum Spiel:
EnBW-Coach Tolga Öngören:
"Zuerst einmal herzlichen Glückwunsch an Predrag Krunic und sein Team zu diesem Sieg. Wir wussten, es wird ein sehr schweres Spiel für uns und wenn man gegen den Deutschen Meister auswärts eine Chance haben will, muss man seine Würfe treffen. Wir haben in diesem Spiel zu viele einfache Würfe vergeben, darunter einige Korbleger. Wenn diese Würfe nicht fallen und man danach in der Verteidigung Punkte kassiert, macht einem das mental zu schaffen. Oldenburg hat meiner Meinung nach das beste Guard-Trio der gesamten Liga. Zum Schluss hatten wir keine Antwort mehr parat und waren konditionell scheinbar am Ende. Im vierten Viertel waren wir Chancenlos".
EWE-Coach Predrag Krunic:
"Die erste Halbzeit war schwer für uns, da wir unseren Rhythmus nach der zweiwöchigen Pause nicht sofort gefunden haben. In der zweiten Halbzeit haben wir unsere Sache wesentlich besser gemacht und konnten unseren Rhythmus finden. Trotzdem haben mir einige Entscheidungen in der Offensive heute nicht gefallen, im Gegensatz zu unserer Verteidigung, die mir über 40 Minuten hervorragend gefallen hat. Insgesamt bin ich zufrieden, denn wir haben einen starken Gegner und Playoff-Kandidaten geschlagen".
Die Viertel im Überblick: 15:13, 20:16, 21:14, 21:15
Zuschauer: 3.148 (ausverkauft)
Scorer EnBW Ludwigsburg:
Haynes (18 Punkte), Jones (13), Visser (8), Chaney (7), King (5), Thompson (5), Heyden (2), McCray (0), Freeman (0), Sanders (0), Konietzke (n.e.)
Scorer EWE Baskets Oldenburg:
Majstorovic (19 Punkte), Paulding (17), Boumtje Boumtje (11), Foster (7), Perkovic (7), Scekic (6), Gardner (5), Carter (3), Kolnisko (2), Buljevic (0), Hain (0), Strauch (n.e.)
Scouting zum Spiel