Homestory Teil 8: Zu Besuch bei Richard Chaney!

Freitag, 05.03.2010

Copyright: BBA & Ihre Partner

Copyright: BBA & Ihre Partner

Copyright: BBA & Ihre Partner

Eigentlich kennt man die gelben Riesen nur auf dem Parkett! Man sieht sie in der Arena Ludwigsburg bei einem Heimspiel, oder auswärts, man begegnet ihnen vielleicht mal auf der Strasse in Ludwigsburg, beim Essen, oder beim Einkaufen, aber wie sieht es bei den Spielern der EnBW Ludwigsburg daheim aus? Was wäre Mike Haynes geworden, wenn er nicht Basketball spielen würde? Wo hält sich David McCray am liebsten in Ludwigsburg auf, oder wie verbringt Domonic Jones seine Zeit zwischen den Trainingseinheiten? Das alles und mehr möchten wir, also Verena und Laura, in unserer Home Story Serie herausfinden. Nach und nach besuchen wir jeden Spieler in seinen eigenen vier Wänden und stellen ihm interessante Fragen über sich selbst, Basketball und das Leben in Ludwigsburg.

Heute sind wir zu Gast bei Familie Chaney, diese wohnt in Kornwestheim und besteht aus Vater Richard, Mutter Lindsey und dem 2-jährigen Sohn Malachi. Im dritten Stockwerk begrüßt uns der kleine Malachi überrascht und gespannt an der Tür, die uns Lindsey öffnet. Richard hat es sich schon auf dem Sofa bequem gemacht und wir setzen uns zu ihm und wollen mit der Befragung starten. Doch Richard kommt uns zuvor: „Warum macht ihr denn die Homestorys?“ will er neugierig wissen, worauf wir kontern: „Weil die Fans gerne mehr über die Spieler erfahren möchten“. Das leuchtet Richard ein und wir können mit dem Interview beginnen.

Während Malachi unser Mitbringsel für ihn, ein paar Früchteriegel, stolz durch die Wohnung trägt und sie Verena immer wieder anbietet, fragen wir Lindsey und Richard, ob ihnen ihre Wohnung gefällt. „Ja, die Wohnung ist schön, wir mögen es hier“, entgegnet Richard und Lindsey ergänzt: „Die Lage ist sehr gut. Um die Ecke ist gleich ein Supermarkt. Außerdem kann ich schön mit Malachi spazieren gehen. Wir spielen auch viel zu Hause, oder wenn ich im jonny-m. Fitnessstudio trainiere, ist er dort bei der Kinderbetreuung, das gefällt ihm richtig gut“. Und wie verbringt Richard die Zeit zwischen den Trainingseinheiten? Sofort fällt dem Ludwigsburger Small Forward eine Sache ein: „Call of duty! Ich zocke fast jeden Tag Playstation“. Ist Richard denn ein guter Playstationspieler, möchten wir wissen. „Bin ich gut? Ich bin überragend! Und gebt das an alle Fans weiter, wer mich batteln möchte, soll sich einfach melden! Ich würde mich freuen. Das ist mein Ernst, sagt den Fans, wer mich herausfordern möchte, soll mir schreiben“, sagt Richard und lächelt. Wir machen uns ein wenig über ihn lustig, kommen aber schnell zur nächsten Frage nach Richard’s Anfängen im Basketball.

„Mein Vater spielte und so fing ich auch an, als ich 7 Jahre alt war. Je älter ich wurde, desto mehr spielte ich, nicht nur mit meinem Vater, auch mit Freunden. Wir wohnten damals in einer Nachbarschaft, in der man nicht unbedingt draußen im Park spielen sollte und irgendwann bekam ich einen eigenen Korb am Haus geschenkt und spielte dort. In der Schule wurde ich dann Teil des Basketballteams. Meine professionelle Karriere begann in der Türkei, dort spielte ich ein Jahr. Mein damaliger Trainer ist sehr gut mit Tolga Öngören befreundet und so kam es auch, dass ich Tolga kennenlernte und zu den WALTER TIGERS TÜBINGEN wechselte und von dort nach Ludwigsburg kam. Als ich dann noch herausfand, dass die Fans in Ludwigsburg toll sind und ich hörte, dass Michael Haynes auch im Team sein wird, viel mir die Entscheidung, hierher zu kommen, leicht“, erzählt Richard.

Tübingen und Ludwigsburg trennt zwar nur eine knappe Stunde Autofahrt, doch Lindsey erinnert sich an einige Unterschiede der zwei Städte. „In Tübingen waren viel mehr Fahrräder unterwegs, als in Ludwigsburg. Es gibt dort auch mehr Parks und freie, unbebaute Flächen. Ludwigsburg ist jedoch eine sehr schöne Stadt. Am meisten mögen wir den Marktplatz, wo im Winter der Weihnachtsmarkt stattfand“, berichtet Lindsey und weiter: „An beiden Orten jedoch, haben wir den Unterschied zu Amerika gespürt. In Deutschland gibt es viel mehr Zeit, um mal zu relaxen, mal eine Pause zu machen. In Amerika ist man immer nur auf den Beinen und in Aktion. Es gibt einfach so viele Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben. In Deutschland lebt man ruhiger“.

„Ein anderes Beispiel wäre das Verhalten im Supermarkt. Bei uns in Amerika kauft man zirka einmal alle zwei Wochen ein. Dann ist der Einkaufswagen natürlich extrem voll. Hier in Deutschland nehmen die Leute immer nur ein paar Artikel mit und kaufen dafür jeden Tag ein. Mir ist es immer ganz peinlich, wenn die Leute in der Schlange an der Kasse wegen mir lange warten müssen und deswegen versuche ich mich sehr zu beeilen“, erzählt Lindsey und muss lachen.

Malachi führt währenddessen seine Riegel noch ein bisschen spazieren, flirtet mit uns EnBW Ludwigsburg-Mitarbeiterinnen und isst ein bisschen Müsli nebenher. Wir kommen auf das deutsche Essen zu sprechen und fragen, ob es den Dreien denn bei uns schmeckt? „Ehrlich gesagt, sind wir der Meinung, dass es hier gar keinen so großen Unterschied zu amerikanischem Essen gibt. Natürlich hat der Supermarkt ein paar spezielle Sachen nicht, aber wir finden uns gut zurecht“, antwortet der gelbe Riese und seine Frau führt weiter: „In der Türkei gab es große Unterschiede. Dort kocht man mit so vielen verschiedenen und extremen Gewürzen“. „Ich mag die deutsche Curry-Wurst!“, fällt Richard noch ein.

Natürlich sind wir neugierig, wie Richard und Lindsey sich kennen gelernt haben und fragen nach: „ Wir kennen uns von der Universität in Utah. Ich habe Sozialarbeit studiert und Richard hat einen Bachelor in Soziologie“, erzählt Lindsey. „Ich glaube, wenn ich nicht Basketball spielen würde, dann würde ich heute Pathologe sein oder Tierarzt. Ja, ich denke, ich hätte mich zwischen Tieren, oder Menschen entscheiden müssen“, sagt Richard. Malachi versucht Verena den Stift zu klauen und wir fragen uns, wann für Malachi die Schule losgeht. „Ich denke, wenn Malachi fünf Jahre alt ist, schauen wir uns nach einer englischsprachigen Schule um, oder vielleicht lehren wir ihn auch zu Hause, davon haben wir schon oft gehört“, antwortet Lindsey.

Wir sprechen Richard auf die Highlight Begegnung am Sonntag an, wenn sein ehemaliger Verein, die WALTER TIGERS TÜBINGEN, zu Gast sind. „Klar, wird Sonntag ein besonderes Spiel. Viele Freunde und Bekannte aus Tübingen reisen an. Wir freuen uns und sind gespannt“, formuliert Richard seine Erwartungen. Und wird Richard wieder tanzen, wie beim letzten Heimspiel? Da erscheint ein großes Lächeln auf Rich’s Gesicht und er antwortet cool: „Die Fans werden jedes Spiel etwas anderes zu sehen bekommen. Mir macht das Spaß! So bin ich halt!“

Gibt es sonst noch andere Rituale, die der Spieler mit der Rückennummer 22 an einem Spieltag beachtet? „Nein, ich esse nichts Besonderes und mache nicht dieselben Sachen. Ich glaube, ich bin da sehr unkompliziert. Lediglich kurz vor dem Anpfiff geh ich noch mal raus auf das Spielfeld und lauf an der Linie entlang, um mich zu konzentrieren. Oh, und ich trage die Hose meines College-Teams, das bringt Glück“, erzählt Richard.

Zuletzt möchten wir noch wissen, wie die Sommerpause der Chaney’s ablaufen wird und Lindsey berichtet: „Wir werden Urlaub machen und relaxen, unsere Familie und Freunde treffen und sonst mal sehn, wir wissen es noch nicht genau. Wir haben immer engen Kontakt zu unseren Familien und Freunden über das Internet. In ein paar Wochen kommt meine Mutter zu Besuch, darauf freue ich mich sehr und Malachi wird Augen machen“. „Und im April gehen wir in den Europapark“, bringt Richard ein und uns damit wieder alle zum lachen.

Wir verabschieden uns von dem süßen Malachi und Lindsey. Richard macht es sich im Wohnzimmersessel gemütlich und beginnt seine nächste Mission bei Call of Duty. Malachi versucht noch Verena’s Schuhe zu entführen, doch leider müssen wir wirklich wieder zurück ins Büro, bedanken uns noch und sind aus der Tür.

Hast du noch eine spezielle Frage zu einem unserer Spieler, den wir noch nicht besucht haben? Dann schreibe uns eine Mail mit deiner Frage an info@enbw-ludwigsburg.de.
Wir freuen uns darauf!


Kommentare


« zurück