EnBW Ludwigsburg feiert Derbysieg vor ausverkauftem Haus

Sonntag, 07.03.2010

Foto: Tobias Pfau

Copyright: BBA & Ihre Partner

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Mit einem 82:70 (33:33) Erfolg gegen die WALTER TIGERS TÜBINGEN, ging die EnBW Ludwigsburg am Sonntagabend auch im zweiten Aufeinandertreffen der Württembergischen Kontrahenten in dieser Saison als Sieger vom Parkett. In einer intensiven und spannenden Partie sorgten die Barockstädter erst in den Schlussminuten für die Entscheidung, nachdem David McCray und Michael Haynes zusammen für einen 11:2-Zwischenspurt gesorgt hatten, von dem sich die Gäste letztlich nicht mehr erholten.

In einer nervösen Anfangsphase zeigten sich beide Teams zunächst mit enormen Startschwierigkeiten. Weder Ludwigsburg, noch Tübingen fand offensiv zu einem Rhythmus, während es bei den Hausherren geschlagene vier Minuten dauerte, bis Kyle Visser für das erste Erfolgserlebnis sorgte. Nachdem Richard Chaney kurze Zeit später nachgelegt hatte, kamen die Kontrahenten so langsam in Schwung. Nadjfeji und Chaney waren von der Dreierlinie erfolgreich, Watts und Lollis zeigten sich für die Punkte am Brett verantwortlich und das Spiel nahm immer mehr an Fahrt auf. In diesem offenen Schlagabtausch war es schließlich Romeo Travis, der mit sechs Zählern in Serie auf sich aufmerksam machen konnte, um Tübingen damit nach knapp neun Minuten mit 16:9 in Führung zu bringen. Michael Haynes beendete den 8:0-Lauf der Gäste mit einem erfolgreichen Dreier, ehe der US-Amerikaner kurz vor Ablauf der ersten zehn Minuten erneut aus der Distanz erfolgreich war, um Ludwigsburg zu Beginn des zweiten Viertels auf 18:17 heranzubringen.

Der zweite Abschnitt nahm dann einen ähnlichen Verlauf, wie der erste. Zunächst boten beide Mannschaften ihren Fans wenig Sehenswertes, ehe ein Dunking von Michael Haynes die Initialzündung für ein temporeiches und attraktives Spiel gab. Dabei sorgten David McCray und T.J. Thompson für sieben Ludwigsburger Punkte in Serie, um ihr Team nach acht Minuten mit 31:27 in Front zu schießen, ehe Kenny Williams zur Pause für den 33:33 Ausgleich sorgte.

Im dritten Viertel kamen beide Teams hellwach aus der Kabine und sorgten gleich zu Beginn für gute Stimmung in der mit 4.500 Zuschauern ausverkauften Arena. Die Partie nahm sofort wieder an Tempo auf und beide Mannschaften kämpften mit offenem Visier, sodass die Führung ständig hin und her wechselte. Richard Chaney sorgte währenddessen per Dunking für ein echtes Highlight, ehe Michael Haynes es seinem Landsmann gleich tat und die Arena regelrecht zum Kochen brachte. Nach den spektakulären Aktionen der beiden ehemaligen Tübinger, war weiterhin Ludwigsburg am Drücker und so schoss Michael King die Gastgeber nach sechs Minuten mit 52:46 in Front. Die TIGERS blieben jedoch cool und hatten mit einem 6:0-Lauf die richtige Antwort parat, sodass Dane Watts per Dreier für den erneuten Ausgleich sorgen konnte. Mit einer knappen 57:56 Führung, ging es schließlich in den Schlussabschnitt.

Hier baute Michael Haynes den Ludwigsburger Vorsprung mit fünf Zählern in Serie wieder aus, ehe Domonic Jones und Richard Chaney nachlegten und Gästecoach Igor Perovic beim Stand von 66:61 zur Auszeit gezwungen wurde. Die Maßnahme zeigte Wirkung. Michael Jenkins stoppte den Ludwigsburger Lauf per Dreier und Romeo Travis konnte weiter verkürzen, sodass sich die Tübinger schnell wieder im Aufwind befanden. Die Gäste hatten die Rechnung jedoch ohne David McCray gemacht. Der junge Ludwigsburger Aufbauspieler klaute sich den Ball von seinem Gegenüber Ratkovica, war anschließend per Lay-Up erfolgreich und sorgte im darauffolgenden Angriff mit seinem zweiten erfolgreichen Dreier für ohrenbetäubenden Lärm in der Arena Ludwigsburg. Michael Haynes war per Dreipunktspiel für die Zugabe verantwortlich, ehe der US-Amerikaner mit einem Distanztreffer endgültig für Jubelstürme auf den Rängen sorgte, waren die Barockstädter dank eines 11:2-Zwischenspurts mittlerweile doch auf 80:68 davongezogen. Davon erholten sich die Gäste nicht mehr und so waren schon bald die „Sieg“-Rufe der Ludwigsburger Fans zu vernehmen, die den 82:70 Erfolg im Derby lautstark feierten und ihr Team nach der Schlusssirene mit stehenden Ovationen vom Feld begleiteten.

Einen Bericht zum Spiel gibt es auch auf Regio-TV, hier im Internet.

Stimmen zum Spiel:

EnBW-Coach Tolga Öngören:
„ Zunächst einmal möchte ich Igor zu seiner exzellenten Arbeit gratulieren, die er in Tübingen leistet. Trotzdem bin ich natürlich sehr glücklich über diesen Sieg, haben Derbys doch immer eine ganz besondere Bedeutung. Ich denke, wir haben nach einem nervösen Beginn eine sehr gute zweite Halbzeit gespielt und uns vor allem in der Verteidigung steigern können“.

TIGERS-Coach Igor Perovic:

„Gratulation an Ludwigsburg zu diesem verdienten Sieg. Wir konnten das Spiel lange Zeit offen gestalten, letztlich war Ludwigsburg aber die bessere Mannschaft. Sie haben mit einer höheren Intensität gespielt und hatten einfach auch die tiefere Bank“.

Die Viertel im Überblick: 17:18, 16:15, 24:23, 25:14

Zuschauer:
4.500

Scorer EnBW Ludwigsburg:
Haynes (21 Punkte), McCray (12), Jones (12), Chaney (11), King (8), Thompson (6), Freeman (5), Lollis (5), Visser (2), Konietzke (n.e.), Heyden (n.e.), Sanders (n.e.)

Scorer WALTER TIGERS TÜBINGEN:

Travis (22 Punkte), Nadjfeji (13), Williams (11), Ratkovica (10), Watts (9), Jenkins (5), Wright (0), Thomas (0), Meyer-Hübner (n.e.), Geiger (n.e.), Maibom (n.e.)

Scouting zum Spiel

Fotogalerie
by Tobias Pfau

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by Gunnar Rübenach


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