Homestory Teil 11: Zu Besuch bei Domonic Jones!

Donnerstag, 25.03.2010

Copyright: BBA & Ihre Partner

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Eigentlich kennt man die gelben Riesen nur auf dem Parkett! Man sieht sie in der Arena Ludwigsburg bei einem Heimspiel, oder auswärts, man begegnet ihnen vielleicht mal auf der Strasse in Ludwigsburg, beim Essen, oder beim Einkaufen, aber wie sieht es bei den Spielern der EnBW Ludwigsburg daheim aus? Was wäre Mike Haynes geworden, wenn er nicht Basketball spielen würde? Wo hält sich David McCray am liebsten in Ludwigsburg auf, oder wie verbringt Domonic Jones seine Zeit zwischen den Trainingseinheiten? Das alles und mehr möchten wir, also Verena und Laura, in unserer Home Story Serie herausfinden. Nach und nach besuchen wir jeden Spieler in seinen eigenen vier Wänden und stellen ihm interessante Fragen über sich selbst, Basketball und das Leben in Ludwigsburg.

Wir fahren eine kurze und enge Strasse in einem Ludwigsburger Nebenort hinauf und landen in einer Sackgasse. Rechts lauter Reihenhäuser und links direkt das Feld. Sind wir hier wirklich richtig? Doch um nicht zu spät zu kommen, parken wir in der Sackgasse und machen uns zu Fuß auf, um die Hausnummer 40 zu suchen. Und tatsächlich finden wir das Haus und die Türklingel, die uns bestätigt: Hier wohnt Domonic Jones.

Im dritten Stockwerk des Mehrfamilienhauses erwartet uns der sympathische Dom, wie immer mit einem strahlenden Lächeln. Die Wohnung ist gemütlich eingerichtet. Auf den Regalen stehen Blumen und Fotos von Dom und seiner Freundin Amanda. Wir setzen uns ins Wohnzimmer, unterhalten uns noch kurz über die MTV-Dating-Show, die gerade im Fernsehen läuft und beginnen unser Interview.

Wir berichten Dom, dass wir zunächst gar nicht glauben konnten, dass wir vor dem richtigen Haus stehen. Da muss der Ludwigsburger Aufbauspieler lachen und sagt: „Mir gefällt die ruhige Umgebung und die Felder. Ich wohne nicht so gern im Zentrum einer Großstadt. Ich komme aus Virginia/USA und lebe dort am Rand einer kleineren Stadt in meinem Haus. Meine Ludwigsburger Wohnung ist dagegen schon etwas klein, aber für mich alleine reicht es. Im Ganzen ist diese Wohnung sehr schön“. Wir sind erstaunt und fragen Dom, wer sich denn während der Saison um das Haus kümmert und er antwortet: „Meine Mutter macht das. Sie wohnt nicht weit weg und geht immer wieder vorbei, um nach dem Rechten zu sehen“.

Wir bitten Dom, uns zu erzählen, wie er zum Basketball spielen kam und er beginnt: „Ich glaube, angefangen in einem Team zu spielen, habe ich mit 10 Jahren. Zuerst spielte ich auch American Football, aber als es in der Mittelstufe kein Football Team gab, habe ich immer mehr Basketball gespielt. Irgendwann wurde Basketball mein einziger Sport. Ich habe mich nur darauf konzentriert und gab das Football spielen ganz auf, weil ich keine Verletzungen riskieren wollte. Eigentlich komme ich aus einer Familie, die nicht so viel Sport treibt. Jetzt ist meine Familie mein größter Fan. Alle unterstützen mich sehr. Als ich noch in Amerika gespielt habe, sind meine Eltern immer zu den Spielen gefahren. In Europa habe ich erst bei der BG Karlsruhe gespielt, dort lernte ich David McCray kennen. Danach spielte ich ein Jahr für die New Yorker Phantoms Braunschweig. Auch dort wohnte ich in einer eher ruhigen Gegend. Für Ludwigsburg habe ich mich aus verschiedenen Gründen entschieden. Zum einen wusste ich, dass das Management des Vereins zuverlässig ist und zum anderen hat auch das Team einen guten Ruf“.

Da wir Dom in seiner Trainingspause besuchen, würden wir gern wissen, wie er sonst seinen Tag verbringt. „Ich gehe oft Essen in Ludwigsburg, oder nach Stuttgart zum Sushi essen. Deutsches Essen mag ich aber auch. Eigentlich finde ich, dass es keinen großen Unterschied zu amerikanischem Essen gibt. Zu Beginn meiner Zeit in Europa bin ich noch sehr oft zur Army Base gefahren, um mich mit amerikanischem Essen einzudecken, aber jetzt bin ich schon so an die deutsche Nahrung gewöhnt, da brauch ich das gar nicht mehr. Bei gutem Wetter gehe ich gern in die Stadt. Sonst chill ich einfach zu Hause, schlafe, oder schau eben ein bisschen fern“, meint der Ludwigsburger Spieler und fährt fort: „Kyle Visser wohnt direkt um die Ecke. Er kommt auch oft vorbei“.

Der Basketballprofi spielt ja schon seine zweite Saison in der Barockstadt und die Fans haben ihn ins Herz geschlossen, doch wie sieht Domonic die Ludwigsburger Fans? „Ich finde die Fans toll. Sie sind auf so vielen Auswärtsspielen dabei, auch bei denen, die wirklich weit weg sind und das unterstützt uns sehr. Außerdem suchen sie die Nähe zu uns Spielern und sind immer sehr interessiert“, erwidert er und stellt fest: „Generell finde ich die Menschen in Deutschland freundlicher, als die in Amerika“.

Wir fragen Dom nach seinen Zukunftsplänen und er verrät uns: „Ich könnte mir vorstellen, länger in Deutschland zu spielen, aber es würde mich auch reizen, ein anderes Land kennen zu lernen. Mal sehen, wie es kommt. Eigentlich habe ich Soziologie studiert, aber ich glaube, nach meiner Basketballkarriere werde ich Trainer. Am liebsten würde ich mit Kindern arbeiten, so Aktionen, wie das Ostercamp mit David McCray, wären mein Ding. In der Sommerpause mache ich zu Hause in den USA etwas Ähnliches an einer Schule“.

Dom spricht schon selbst seine Sommerpause an und wir hacken nach: „Mhhh, ich werde auf vielen Hochzeiten sein“. „Auf deiner eigenen?“ unterbrechen wir ihn und Dom muss lachen. „Nein, noch nicht meine eigene, aber ich werde zusammen mit Amanda drei Hochzeiten besuchen. Ansonsten werde ich mit meiner Familie und Freunden viel Zeit verbringen“.

Wir leiten über zu Dom’s Gewohnheiten während einem Spieltag. „Am Abend vor einem Spiel, esse ich immer Pasta und auch am Spieltag kommen Nudeln auf den Tisch. Sonst habe ich aber keine speziellen Gewohnheiten. Ich schlafe ein bisschen und mach mich früh genug auf den Weg zur Arena, damit ich mich in Ruhe fertig machen und einspielen kann“, sagt Dom und stuft zuletzt noch die Ludwigsburger Chancen zum Erreichen der Playoffs ein: „Ich denke, dass noch alles offen ist. Wir haben noch viel Power, das haben wir auch in den letzten Spielen gezeigt. Die Auswärtsspiele werden sicher nicht einfach werden, aber ich bin absolut positiv gestimmt, dass wir es noch packen“.

Als nächstes werden Fotos auf dem Balkon gemacht. Während Dom gerade für die Kamera posiert, grüßt ihn ein Mann von dem Parkplatz aus und fragt, wie es ihm geht. Dom antwortet freundlich und erklärt uns: „Meine Nachbarn sind alle sehr nett. Wenn mir mal etwas in der Küche fehlt, darf ich es mir von ihnen borgen“.

Wir danken Dom, dass er sich Zeit für uns genommen hat und fahren gut gelaunt zurück ins Büro. Doms liebe und freundliche Art ist einfach ansteckend.

Hast du noch eine spezielle Frage zu einem unserer Spieler, den wir noch nicht besucht haben? Dann schreibe uns eine Mail mit deiner Frage an info@enbw-ludwigsburg.de.
Wir freuen uns darauf!

 


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