Markus Jochum nimmt die Arbeit auf und trifft die ersten Personalentscheidungen

Freitag, 18.06.2010

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Nachdem Markus Jochum vergangene Woche am Mittwoch als neuer Cheftrainer der EnBW Ludwigsburg präsentiert wurde, widmete sich der ehemalige Nationalspieler umgehend den Vorbereitungen auf die kommende Saison. Während am Freitag das erste Training mit den Nachwuchsspielern auf dem Programm stand, traf Jochum auch bereits erste Personalentscheidungen und stellte damit erste Weichen für seine Mannschaft in der kommenden Saison. Nicht mehr zum Bundesliga-Kader gehören demnach Michael King, Michael Haynes, Rashaun Freeman und Richard Chaney. Die Barockstädter verzichteten hier auf die geschaffenen Optionen zur weiteren Zusammenarbeit.

Bereits zwei Tage nachdem er offiziell als neuer Cheftrainer der EnBW Ludwigsburg vorgestellt wurde, kehrte Markus Jochum in seiner neuen Funktion in die altehrwürdige Rundsporthalle zurück, um am Ort seiner größten Erfolge als Spieler mit den Nachwuchstalenten der Barockstädter eine erste Trainingseinheit zu absolvieren. Neben den Bundesligaspielern David McCray, Ziyed Chennoufi und Phillipp Heyden, nahm der ehemalige Ludwigsburger Aufbauspieler die Kooperationsspieler David Michalczyk und Tim Koch, sowie die Leistungsträger des letztjährigen NBBL- und Regionalliga-Teams um Nedim Hadzovic und Jonathan Maier unter die Lupe, während U17-Nationalspieler Besnik Bekteshi in der Vorbereitung auf die anstehende Weltmeisterschaft mit dem DBB auf einem Turnier in Belgrad weilte. Obwohl mit dem „Rookie of the Year“ der U19-Bundesliga also einer der größten Ludwigsburger Hoffnungsträger fehlte, zeigte sich Jochum beeindruckt von den Nachwuchskräften der Barockstädter: „Wir hatten heute viel Talent in der Halle. Ich freue mich ungemein darauf, mit diesen Jungs zu arbeiten“.

Auch beim Treffen der ersten Personalentscheidungen für die kommende Saison, verlor der ehemalige deutsche Nationalspieler keine Zeit. So wird die EnBW Ludwigsburg auf ihre Option verzichten, die Verträge von Michael King, Michael Haynes, Rashaun Freeman und Richard Chaney um ein weiteres Jahr zu verlängern.

Michael King kam vor der Saison als fünftbester Punktesammler der griechischen Liga nach Ludwigsburg und trat auf der Position des Shooting Guards die Nachfolge von Brandon Woudstra an. Gerade zu Anfang der Saison konnte der 32-Jährige seine Klasse eindrucksvoll unter Beweis stellen und so avancierte King zum Ludwigsburger Topscorer der Vorrunde, was ihm die Nominierung zum All-Star-Game in Bonn einbrachte. Leider ließ King sein Potenzial in der zweiten Saisonhälfte nur noch selten aufblitzen, sodass sich Jochum am Ende gegen eine Fortführung der Zusammenarbeit mit dem zweifachen Familienvater entscheid.

Michael Haynes
wechselte im Sommer zusammen mit Richard Chaney und Trainer Tolga Öngören aus Tübingen in die Barockstadt und war auf Anhieb Leistungsträger im EnBW-Team. Mit seiner spektakulären Spielweise begeisterte der 2,03m Modellathlet ein ums andere Mal die Fans in der Arena Ludwigsburg, während er beim Derby in Tübingen in der letzten Sekunde den Siegtreffer erzielte, um für eines der absoluten Highlights der abgelaufenen Spielzeit zu sorgen. Eine Daumenverletzung setzte den 29-Jährigen zwischenzeitlich außer Gefecht, was eine Negativserie von vier Niederlagen hintereinander zur Folge hatte. Zwar konnte Haynes nach seiner Genesung wieder voll ins Geschehen eingreifen, dem US-Amerikaner fehlte jedoch die Konstanz, sodass sich Jochum auch hier für einen Wechsel auf seiner Position entschieden hat.

Rashaun Freeman
wurde ursprünglich als Starter auf der Position des Power Forwards verpflichtet, ein Mittelhandbruch während der Vorbereitung warf den sympathischen US-Amerikaner jedoch bereits vor dem ersten Pflichtspiel weit zurück. So feierte Freeman erst Ende November seinen Einstand im Dress der Gelben Riesen und blieb anschließend weit hinter den Erwartungen zurück. Dem 2,06m großen Absolventen der University of Massachusetts, der aus Frankreich nach Ludwigsburg gekommen war, gelang es nie wirklich, den Rückstand durch die verpasste Saisonvorbereitung aufzuholen, sodass die EnBW’ler auch bei Freeman auf das Ziehen der Option zur Vertragsverlängerung verzichteten.

Richard Chaney
gehörte in der abgelaufenen Saison zu den eher konstanten Spielern im Kader der EnBW Ludwigsburg. Zwar waren die Offensivleistungen des ehemaligen Tübingers schwankend, in der Verteidigung war Chaney jedoch stets ein großer Rückhalt, während sich der 26-Jährige mit Kampf, Einsatz und Leidenschaft, sowie einigen spektakulären Flugeinlagen, viele Sympathien bei den Fans erspielte. Auch abseits des Spielfelds gehörte der Familienvater zu den beliebtesten Spielern der Barockstädter. Nichtsdestotrotz entschied sich Markus Jochum gegen eine Weiterverpflichtung des 1,96 Meter großen Modellathleten. „Richard Chaney ist ein guter Spieler und hat sich in der vergangenen Saison als Leistungs- und Sympathieträger verdient gemacht, deshalb ist mir diese Entscheidung nicht leicht gefallen. Ich habe auf der Position Drei jedoch eine andere Vorstellung für meine Mannschaft“, so Jochum zum Abgang des US-Amerikaners.

Die EnBW Ludwigsburg bedankt sich bei Michael King, Michael Haynes, Rashaun Freeman und Richard Chaney für ihren Einsatz in der abgelaufenen Saison und wünscht dem Quartett viel Erfolg für ihre neuen Herausforderungen.


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