Deutsche U16 beendet EM in Tschechien auf Platz 8
Sonntag, 07.08.2011

Nach einem furiosen Auftakt mit vier Siegen aus den ersten vier Spielen musste die deutsche U16-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Tschechien zuletzt fünf Niederlagen in Serie einstecken und landete damit in der Endabrechnung auf dem achten Platz. Im Viertelfinale war die Mannschaft um die beiden Ludwigsburger Stefan Ilzhöfer und Robert Zinn nur knapp an Frankreich gescheitert, ehe das DBB-Team von Bundestrainer Harald Stein in der Platzierungsrunde zwei deutliche Pleiten gegen Lettland und die Türkei einstecken musste.
Es war ein perfekter Start, den die U16-Nationalmannschaft des Deutschen Basketball Bundes (DBB) bei der EM in Tschechien hingelegt hatte. Mit Siegen gegen Russland, Montenegro und Serbien marschierte man ungeschlagen durch die Vorrunde und blieb zunächst auch im ersten Zwischenrundenspiel gegen Griechenland ohne Fehler. Im Duell mit dem späteren Halbfinalisten aus Spanien riss die Erfolgsserie der Deutschen schließlich und auch gegen Gastgeber Tschechien mussten sich die Schützlinge von Bundestrainer Harald Stein nach großem Kampf geschlagen geben, sodass es Ilzhöfer, Zinn & Co. im Feld der letzten Acht mit den starken Franzosen zu tun bekamen.
Gegen die Equipe Tricolore dauerte es einige Zeit bis Deutschland offensiv in Schwung kam, ein 7-0 Lauf zum Ende des dritten Viertels bescherte dem DBB-Team zwischenzeitlich aber eine 45:36 Führung. Mit einem erfolgreichen Dreier und zwei weiteren Treffern aus der Distanz hatte Frankreich jedoch die richtige Antwort parat und übernahm dank der Umstellung auf Zonenverteidigung plötzlich die Kontrolle über die Partie. Die Stein-Truppe hingegen kam völlig aus dem Rhythmus und sah sich zwei Minuten vor dem Ende mit 49:57 in Rückstand. Zwei Dreier von Ismet Akpinar brachte die Deutschen noch einmal zurück, der Hamburger Aufbauspieler wurde im weiteren Verlauf der Schlussphase mit vier Fehlwürfen von der Freiwurflinie allerdings zum tragischen Held, sodass die DBB’ler letztlich knapp mit 56:60 den Kürzeren ziehen mussten.
Nach dem schmerzhaften Viertelfinalaus am Freitagabend war die Luft raus beim deutschen Team und so setzte es in der Platzierungsrunde zwei deutliche Niederlagen gegen Lettland (53:68) und die Türkei (41:66). Somit stand in der Endabrechnung der achte Platz zu Buche, während sich Tschechien und Kroatien am Sonntagabend im Finale gegenüberstanden.
Topscorer der deutschen Mannschaft war Akpinar mit 13,4 Zählern, während Stefan Ilzhöfer in allen neun Spielen zum Einsatz kam und in gut 19 Minuten durchschnittlich 4,9 Punkte und 3,1 Rebounds markieren konnte. Robert Zinn wurde in fünf Partien für Deutschland aufs Parkett geschickt und blieb in insgesamt nur 24 Turnierminuten ohne Punkt.

