Knights müssen sich starken 99ers deutlich geschlagen geben

Montag, 24.01.2011

Foto: Kirchheim Knights

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Die Serie ist gerissen. Nach zuletzt fünf Siegen in Serie mussten sich die Kirchheim Knights am Sonntagabend im Verfolgerduell gegen Chemnitz mit 72:98 (30:44) geschlagen geben. Bis auf das ausgeglichene erste Viertel waren die Gäste dabei deutlich überlegen und gingen am Ende als verdienter Sieger vom Parkett. Überragend bei den Gästen aus Sachsen waren die US-Amerikaner Terren Harbut und Gary Johnson mit 27 bzw. 25 Zählern, sowie Aufbauspieler Achmadschah Zazai mit 14 Punkten und 10 Assists. Topscorer bei Kirchheim war Kapitän Tomasevic mit 19 Punkten.

Zu Beginn war es das erhoffte Topspiel in der Sporthalle Stadtmitte. Vom Sprungball weg sahen die Kirchheimer Zuschauer eine von beiden Seiten intensiv geführte Partie, bei der die zwei punktgleichen Kontrahenten von Anfang an deutlich machten, dass sie das Verfolgerduell unbedingt für sich entscheiden wollten. Entsprechend motiviert gingen die Spieler zur Sache und so entwickelte sich in der Anfangsphase ein offener Schlagabtausch. Radi Tomasevic brachte die Hausherren dabei zunächst in Führung (7:5), ehe der Ex-Ludwigsburger Achmadschah Zazai die Gäste zu einem 10-2 Zwischenspurt führte und Knights-Coach Frenkie Ignjatovic sich nach knapp fünf Minuten zu seiner ersten Auszeit gezwungen sah. Cedric Brooks stoppte den Lauf der 99ers anschließend per Dreier und bis zum Ende des ersten Abschnitts konnte die Partie wieder ausgeglichen gestaltet werden. Beim Stand von 26:23 für Chemnitz ging es schließlich in die Viertelpause.

In den zweiten zehn Minuten stellten die Gäste auf Zonenverteidigung um und bereiteten den Rittern damit erhebliche Probleme, während der starke Zazai Chemnitz weiter nach vorne treiben konnte. Die Sachsen übernahmen ganz allmählich die Kontrolle und daran brachte auch die zweite Kirchheimer Auszeit keine Veränderung. Nun war es Terren Harbut, der von der Knights-Defensive nicht in den Griff zu bekommen war, sodass der 99ers-Forward zehn Punkte in Serie zum 44:30 Zwischenstand nach sieben Minuten erzielen konnte. Die Gäste trafen in der ersten Halbzeit traumwandlerisch sicher aus der Distanz (8/12) und hatten zur Pause bereits drei Spieler im zweistelligen Punktebereich, sodass die Mannschaft von Trainer Thorsten Loibl letztlich mit einer komfortablen 51:37 Führung in die Kabine ging.

Nachdem Frenkie Ignjatovic in der Halbzeit deutliche Worte an sein Team gerichtet hatte, kamen die Knights im dritten Viertel mit viel Energie zurück aufs Feld, mit sieben Zählern in Serie versetzte Gary Johnson den Hausherren jedoch prompt einen Nackenschlag und brachte Chemnitz mit 60:42 weiter in Front. Smallwood, Tomasevic & Co. mühten sich nach Kräften den Anschluss zu finden, doch die Gäste hatten immer die passende Antwort parat und überzeugten weiterhin mit einer exzellenten Trefferquote aus dem Feld (53 %) und von der Freiwurflinie (89 %). Beim Stand von 74:54 vor dem Schlussviertel war die Partie praktisch entschieden.

In den letzten zehn Minuten war bei den Kirchheimern in einigen Situationen dann Resignation zu erkennen. Der Frust darüber, im Spitzenspiel des 17. Spieltags so deutlich unterlegen zu sein, saß tief und so konnte Chemnitz auch das letzte Viertel für sich entscheiden um am Ende mit 98:72 die Oberhand zu behalten. Die Knights konnten am Sonntag nicht an die Leistungen aus den vergangenen Spielen, als man fünfmal hintereinander siegreich geblieben war, anknüpfen und müssen den dritten Tabellenplatz nun erst einmal an die 99ers abgeben. Zeit sich über die deutliche Heimniederlage zu grämen bleibt den Rittern jedoch nicht, steht am kommenden Wochenende doch bereits die schwere Aufgabe bei den zweitplatzierten Würzburgern auf dem Programm.

Die Viertel im Überblick: 23:26 14:25 17:23 18:24

Statistik
Kirchheim: Tomasevic (19), Brooks (15, 5 Assists), Smallwood (13, 13 Rebounds, 5 Blocks), Lischka (5), Adeberg (4), Scott (3, 4 Assists), Michalczyk (2), Menck (1, 5 Rebounds), Koch (0), Bekteshi (n.e.), Larsson (n.e.)

Chemnitz: Harbut (27, 6 Rebounds), Johnson (25, 6 Rebounds), Zazai (14, 5 Assists, 10 Assists, 4 Steals), Rosenthal (8, 6 Rebounds, 2 Blocks), Schmidt (7), Lipke (6), Lawson (6), Stachula (4), Nagler (1), Daghofer (0)


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