Knights feiern Derbysieg gegen Karlsruhe

Sonntag, 27.02.2011

Foto: Kirchheim Knights

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Nach der knappen Niederlage in Crailsheim am vergangenen Wochenende machten die Kirchheim Knights am Samstagabend im zweiten Derby keine Gefangenen und besiegten die BG Karlsruhe vor heimischem Publikum deutlich mit 104:82 (57:47). Die Ritter präsentierten sich dabei in hervorragender Verfassung und hatten sechs Spieler mit zweistelligen Punkteausbeute in ihren Reihen, sodass die badischen Gäste in der zweiten Halbzeit chancenlos waren dem Knights-Express Paroli zu bieten. Kirchheims Basketballer scheinen endgültig über den Berg zu sein, sodass man kommendes Wochenende mit neuem Selbstbewusstsein nach München reisen wird.

Frenkie Ignjatovic vertraute zu Beginn der Partie derselben Startaufstellung wie im Derby gegen Crailsheim und auch taktisch blieb der Kirchheimer Trainer dem Erfolgsrezept aus dem Spiel bei den Merlins treu. Die Knights starteten wie schon vergangenen Samstag mit einer Zonenverteidigung ins Spiel und gingen nach zwei Minuten mit 9:3 in Führung. Die Mannschaft um Kapitän Radi Tomasevic präsentierte sich vor heimischem Publikum äußerst spielfreudig und hatte schnell zu seinem Rhythmus gefunden, während Karlsruhe erst nach ein paar Minuten ins Laufen kam. Durch einen 9-0 Lauf gingen die Gäste dann jedoch prompt mit 12:9 in Front, ehe Cedric Brooks für die Hausherren mit sieben Zählern in Serie erfolgreich war und die Zuschauer in der Sporthalle Stadtmitte fortan ein ausgeglichenes Spiel zu sehen bekamen. Karlsruhe ging zwar mit einem 25:20 Vorsprung aus den ersten zehn Minuten, die Gastgeber stellten jedoch gleich zu Beginn des zweiten Viertels wieder den Ausgleich her, wobei Cedric Brooks mit einer Rettungstat, die zu einem „Korb mit Foul“ durch Marcus Smallwood führte, für einen zusätzlichen Energieschub sorgte. Vier Punkte von Radi Tomasevic sowie zwei Dreier von Nils Menck ließen Kirchheim anschließend auf 45:36 enteilen, ehe Frenkie Ignjatovic in den letzten drei Minuten fünf Deutsche aufs Parkett schickte. Besonders David Michalczyk konnte dem Kirchheimer Spiel nun wichtige Impulse geben und führte im Spielaufbau mit vier Assists im ersten Durchgang hervorragend Regie. Ryan De Michael profitierte derweil von den Pässen des Aufbauspielers und markierte sieben Punkte in Folge, sodass es letztlich beim Stand von 57:47 in die Halbzeitpause ging.

Nach dem furiosen zweiten Viertel, in dem die Knights stolze 35 Punkte auf der Habenseite verbuchen konnten, zeigte Kirchheim auch im zweiten Durchgang eine starke Offensivleistung und ein 6-0 Lauf gleich zu Beginn des dritten Abschnitts ließ die Knights weiter enteilen (63:47). Dwight Thorne und Flavio Stückemann konterten zwar mit Treffern von der Dreierlinie, die Hausherren blieben jedoch die spielbestimmende Mannschaft und so sorgte ein weiterer 8-0 Zwischenspurt zum Ende des Viertels für einen 84:61 Vorsprung vor den letzten zehn Minuten. Damit war die Partie bereits frühzeitig entschieden. Im letzten Viertel kam dann auch Shkelzen Bekteshi zu seinem dritten Einsatz in der Pro A, während Benjamin Lischka die letzten sechs Kirchheimer Punkte erzielte und so letztlich für den 104:82 Endstand verantwortlich war. Anschließend stimmte Hallensprecher Daniel Zirn, der aufgrund einer verlorenen Wette im Dress der Crailsheim Merlins für Stimmung sorgte, die „Derbysieger“-Sprechchöre an und die Zuschauer in der Sporthalle Stadtmitte feierten einen tollen Sieg ihrer Mannschaft. Die mitgereisten Karlsruhe Fans zogen hingegen enttäuscht von dannen, war die BG im Derby gegen die Knights doch schlussendlich deutlich unterlegen.

„Das war heute eine großartige Vorstellung meiner Mannschaft. Wir haben eine starke Leistung abgeliefert und als Team hervorragend zusammengespielt. Meine Jungs haben in den letzten Wochen Charakter gezeigt und sich diesen Derbysieg hart erarbeitet“, so ein sichtlich gelöster Frenkie Ignjatovic im Anschluss. Der Kirchheimer Trainer hatte am Samstag sechs Spieler mit einer zweistelligen Punkteausbeute in seinen Reihen, wobei Nils Menck mit vier getroffenen Dreiern erstmals in dieser Saison zum Topscorer avancierte. Gordon Scott meldete sich nach überstandener Verletzungspause mit 12 Zählern zurück und Ignjatovic „freute sich ganz besonders“ für den erfahrenen Flügelspieler, während sich auch David Michalczyk ein Sonderlob verdiente.

Kirchheim ist nun schon fast wieder in der Normalität angekommen. Zwar fehlte gegen Karlsruhe erneut der verletzte Sebastian Adeberg und auch Tim Koch war nach Krankheit noch nicht wieder voll bei Kräften, das Selbstbewusstsein und die Leichtigkeit sind jedoch zurück bei den Ignjatovic-Schützlingen, sodass man nun kommendes Wochenende völlig befreit nach München fahren kann um beim Tabellenführer des FC Bayern anzutreten.

Die Viertel im Überblick: 22:27 35:20 27:14 20:21

Statistik
Kirchheim: Menck (18, 5 Rebounds), Smallwood (17, 7 Rebounds), Brooks (16, 6 Rebounds, 6 Assists), Tomasevic (16), De Michael (14, 11 Rebounds), Scott (12), Lischka (8), Michalczyk (2, 5 Assists), Koch (0), Bekteshi (0)

Karlsruhe: Stückemann (17, 4 Assists), Thorne (16), Black (11), Hurst (11, 7 Rebounds), Zyskunov (7, 5 Rebounds), Jones (6), Roessler (5), Rüeck (4, 4 Assists), Johnson (4)


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