Können die Ritter den Feuervögeln in eigener Halle einheizen?
Freitag, 28.11.2008

Schwere Aufgabe bei der Topmannschaft aus Hagen
Mit Phoenix Hagen wartet am Sonntagnachmittag eines der Topteams der Pro A auf die Ritter. Die Ignjatovic-Truppe hat gegen die beste Offensivmannschaft der Liga also nichts zu verlieren und kann aufgrund der letzten Erfolge selbstbewusst die weite Strecke nach Westfalen antreten.
Mit 10:8 Punkten stehen die Knights derzeit punktgleich mit dem Tabellenfünften Jena auf Rang 9 – ein Zwischenstand, mit dem Coach und Management durchaus zufrieden sein können. „Das Team hat sich von Woche zu Woche gesteigert und spielt derzeit auf einem konstant guten Niveau“, freut sich der sportliche Leiter der Knights, Michael Schmauder. Die Chancen auf einen Sieg bewertet er aber realistisch und meint: „In Hagen sind wir krasser Außenseiter.“
Die Feuervögel sind nicht nur bei den Zuschauerzahlen ganz vorne mit dabei: der Traditionsclub, der im Schnitt 1.700 Basketballfans in die alt-ehrwürdige Ischelandhalle zieht, gehört schon seit Saisonbeginn zu den Aufstiegsfavoriten und eine Rückkehr in die erste Basketball-Bundesliga, die sie nach der Saison 2002/2003 verlassen mussten, erscheint durchaus möglich. Mit lediglich vier Minuspunkten rangiert Phoenix derzeit auf Rang drei. Ex-Nationalspieler Ingo Freyer kann auf einen ausgewogenen Kader zurückgreifen, gleich sechs Spieler punkten im Schnitt zweistellig – eine beeindruckende Bilanz. Vor allem unter dem Korb sind die Feuervögel eine Macht, denn sie haben mit dem Ex-Bonner Bernd Kruel einen Center verpflichten können, der in der letzten Saison noch erfolgreich in der ersten Bundesliga auflief.
Hauptaufgabe von Ignjatovic wird sein, den Offensivdrang des sonntäglichen Gegners zu stoppen. Egal, ob sie Chase Griffin, Zach Freemann, Quentin Pryer, Thomas Dreesen oder Aaron Fleetwood heißen, die Feuervögel können über 40 Minuten ein wahres Punktefeuerwerk abbrennen. Mit durchschnittlich 93,5 Punkten sind die Hagener das Team mit dem erfolgreichsten Angriff. Zuletzt wurde allerdings dieser Höhenflug gestoppt, denn die Niners aus Chemnitz konnten die Hagener unter 80 Punkte halten und legten mit dieser Defensivleistung den Grundstein für den Sieg. Frenkie Ignjatovic wird sich das Video dieses Spiels genau angeschaut haben, um seiner eigenen taktischen Strategie den letzten Schliff zu verpassen. „Wir müssen von Beginn an Gas geben und versuchen, durch eine aggressive Abwehr das Spiel der Hagener zu unterbinden“, meint der Knights-Coach und hofft, dass er am Sonntag mit Ausnahme von Hornig auf alle Spieler zurückgreifen kann. Einzig Radi Tomasevic plagt sich noch mit einer leichten Grippe, hofft aber, dass er am Sonntag wieder fit ist und meint: „Hagen ist zwar eindeutig der Favorit, aber verschenken werden wir die Punkte nicht!“ Ein ganz besonderes Spiel wird es für Ziyed Chennoufi und Adam Baumann werden, letzterer trug vier Jahre das Trikot der Hagener. Die dortigen Fans werden ihm sicher einen denkwürdigen Empfang bereiten. Trotzdem wird er aber sicherlich wieder eine tragende Rolle für seinen jetzigen Club übernehmen.
Ein Fanbus wird leider nicht eingesetzt, dennoch wird eine kleine Fangruppe zur Unterstützung der Ritter den Weg nach Hagen antreten.
VfL Kirchheim Knights: Tomasevic, Chennoufi, Baumann, Crawford, Scott, P. Klemm, T. Klemm, Lenger, Howard. Heyden, Reichmuth

