Pro A: Traditionsclub und Pausenhighlights: Ignjatovic fordert Sieg von seinen Rittern
Freitag, 06.02.2009

Wenn am kommenden Samstag um 19:30 Uhr das Schiedsrichter-Trio zum Sprungball bittet, erwartet die Zuschauer nicht nur das nächste Heimspiel der Knights gegen den ehemaligen Deutschen Meister USC Heidelberg - in den Pausen sorgen 500 EUR-Wurf und Jazztanzvorführung für zusätzliche Spannung und Unterhaltung.
„Ich erwarte von meiner Mannschaft gegen Heidelberg einen Sieg“, fordert der Knights-Coach und macht damit deutlich, dass seine Jungs gegen die Heidelberger mit der Favoritenrolle klar kommen müssen. „Wenn du als Tabellenfünfter den aktuell 14. der Liga zu Hause erwartest, dann bist du deinen Zuschauern gegenüber verpflichtet“, nimmt Ignjatovic seine Spieler in die Verantwortung und das, obwohl Gordon Scott zwar seit Mittwoch wieder im Training steht, bis Samstag aber wohl noch nicht voll einsatzfähig sein wird. Einfach wird es nicht werden gegen eine Heidelberger Mannschaft, die lange auf den ersten Sieg warten musste, nun aber deutliche Aufwärtstendenzen erkennen lässt.
Der USC Heidelberg ist eine der großen Traditionsmannschaften im Deutschen Basketball: neunmaliger Deutscher Meister, zweifacher Gewinner des Deutschen Pokals sowie zweifacher Gewinner der Deutschen Jugendmeisterschaft sprechen eine deutliche Sprache. Dass diese Zeiten vorbei sind spiegelt auch die derzeitige Tabellensituation wieder. Seit einigen Jahren setzen die Heidelberger bewusst auf einheimische Talente und tragen so wesentlich zur Nachwuchsförderung bei. Ein steiniger Weg, der aber in die richtige Richtung weist. „Ein USC Heidelberg gehört einfach in die obersten Spielklassen“, anerkennt Knights-Geschäftsführer Siegfried Meissner die Arbeit der Badener. Er rechnet zwar auch mit einem Sieg seiner Ritter, warnt aber vor allzu großer Überheblichkeit. „Die Heidelberger Starting Five schätze ich als sehr stark ein.“ Dies beweist auch die Statistik: alle fünf Starter punkten im Schnitt zweistellig – eine beeindruckende Bilanz! Oliver Komarek (17,2 PpS), Jibril Hodges (16,8 PpS), Ben Beran (16,2 PpS), Japhet McNeil (15,1 PpS) und der Ex-Langener Sebastian Adeberg (14,4 PpS) sind die wesentlichen Leistungsträger in der Mannschaft von USC-Trainer Thorsten Daume. Da sich aber der Großteil der Spielzeit auf diese Spieler verteilt, steigt im Laufe des Spiels die Foulbelastung in gleichem Maße wie die Kraft nachlässt. Trotzdem dürfen die Heidelberger als Team nie unterschätzt werden, zumal sie in der Außenseiterrolle locker aufspielen können und vor allem auswärts nichts zu verlieren haben.
Stratege Ignjatovic wird demnach versuchen, sein Team optimal auf die Gäste einzustellen und keine Unkonzentriertheit aufkommen zu lassen. Beim Hinrundenerfolg konnte die Mannschaft den ersten Sieg der Saison verbuchen – daran werden sich Coach und Spieler gerne erinnern, zumal es sich um die damals lang erwartete Initialzündung handelte, die den Beginn des Kirchheimer Höhenflugs einläutete. Baumann und Scott waren seinerzeit die Garanten des Erfolgs. Inzwischen ist das Team besser zusammengewachsen und vor allem unter dem Korb ist man nach den verletzungsbedingten Ausfällen zu Saisonbeginn nun deutlich stärker geworden. Optimale Bedingungen herrschen in Kirchheim trotzdem noch nicht: „Ich habe noch keine zwei Wochen am Stück mit einer kompletten Mannschaft trainieren können“, lamentiert der Coach, der immer wieder mit kürzeren Erkrankungen bzw. Verletzungen seiner Spieler konfrontiert wird. „Nie weiß ich, was mich am nächsten Tag im Training erwartet“, spricht Ignjatovic sein Hauptproblem an. Trotzdem begeistern die Auftritte seiner Mannschaft, was für seine Improvisationsfähigkeiten und die Qualität der Mannschaft spricht. Besonders der Kleinste und der Größte im Team haben sich für Samstagabend viel vorgenommen: Radi Tomasevic und Andi Hornig möchten nach ihrem guten Auftritt in Langen auch zu Hause den Zuschauern wieder beweisen, was in ihnen steckt. „Zu Hause bist du immer doppelt motiviert und möchtest besonders gut spielen. Dafür steigt aber auch die Aufregung“, gesteht der quirlige Tomasevic, der sich in Kirchheim sichtlich wohl fühlt und sich vielen Unkenrufen zum Trotz sich perfekt in die Mannschaft integriert hat.
So können sich die Zuschauer wieder auf einen spannenden Kampf ihrer Ritter in der heimischen Burg freuen. Das Rahmenprogramm bietet am Samstag ebenfalls besondere Spannung: Beim 500- EUR-Wurf von „Bantlin – sportive Männermode“ erhält ein Glücklicher die Chance auf den großen Gewinn und die junge Jazzdancegruppe „Dancensation“ des TV Bünzwangen sorgt in der Halbzeitpause zusätzlich für beschwingte Stimmung. Ab 22:00 Uhr können Nachtschwärmer ihre Knights dann im Magellan treffen: Howard P. lädt wieder zur Knights Players Night.
Es lohnt sich also, den Besuch dieses Basketballspiels für Samstag Abend einzuplanen. Karten sind an den bekannten Vorverkaufsstellen bei Auto Schmauder, Modehaus Bantlin, Möbel König und Intersport Räpple zu erhalten. Das Spiel beginnt um 19:30 Uhr in der Sporthalle Stadtmitte, Hallenöffnung ist bereits um 18:00 Uhr.

