Ein perfekter Abend für die Kirchheim Knights

Sonntag, 04.10.2009

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Ritter grüßen zur Belohnung als Tabellenführer der ProA

Mit einem 93:62 (55:29) Kantersieg gegen die Giants Nördlingen und einer großartigen Mannschaftsleistung begeisterten die Kirchheim Knights am Samstagabend ihre Fans. Beim ersten Heimspiel der neuen ProA-Saison brannte die Mannschaft um Topscorer Radi Tomasevic ein wahres Offensivfeuerwerk ab und ließ den Gästen aus dem Ries nicht den Hauch einer Chance. „Das war heute ein perfekter Abend“, so brachte es Headcoach Frenkie Ignjatovic nach dem Spiel auf den Punkt.

Mit stehenden Ovationen und tosendem Applaus begrüßten die 1.100 Zuschauer in der Sporthalle Stadtmitte am Samstag ihr neues Team der Kirchheim Knights zum ersten Heimspiel der Saison 2009/10. Coach Frenkie Ignjatovic schickte zu Beginn der Partie mit Scott Freymond, Radi Tomasevic, Gordon Scott, Benjamin Lischka und Ryan DeMichael die gleiche erste Fünf auf das Parkett wie beim Auswärtssieg in Langen am vergangenen Wochenende. Die Knights gingen angetrieben von der guten Stimmung auf den Rängen von der ersten Minute an hoch motiviert zu Werke, den besseren Start erwischten jedoch die Gäste. Während Kirchheim noch seinen Rhythmus in der Offensive suchte, nutzten die Giants um Power Forward Benjamin Fumey die anfänglichen Schwächen in der Knights-Defense konsequent aus und führten so nach drei Minuten mit 10:3. Ein Dreier von Gordon Scott ließ die Fans der Heimmannschaft dann erstmals jubeln und machte den Anfang zu einer 12-2 Serie, die Radi Tomasevic und Phillipp Heyden mit weiteren Treffern aus der Distanz zum 15:12 nach sechs Minuten komplettierten. Die Knights hatten nun die Kontrolle über die Partie übernommen und legten dank großartigem Teamplay prompt nach. Mit einem 8-0 Lauf setzten sich die Gastgeber weiter ab und brachten die Sporthalle Stadtmitte langsam aber sicher zu Kochen. Vor allem der Dunking von Gordon Scott sorgte für Begeisterung, ehe es beim Stand von 25:19 aus den ersten zehn Minuten ging.

Im zweiten Viertel machten die Mannen von Coach Ignjatovic da weiter wo sie aufgehört hatten und enteilten durch weitere neun Punkte in Serie auf 34:19. Auch nach einem erfolgreichen Dreier von Fumey und der zweiten Auszeit von Gästetrainer Alexander Biller fanden die Giants nicht mehr zurück zu ihrem Spiel. Die Gäste wirkten hilflos gegen die gut geordnete Kirchheimer Verteidigung, während die Knights nun aus allen Lagen zu treffen begannen. Allen voran Radi Tomasevic, der in der ersten Halbzeit alle seiner 18 Punkte erzielte, war nicht zu halten und bereitete der Giants-Defense Kopfzerbrechen. Auch die Bankspieler um Chris Gilliam und David Michalczyk zeigten sich im zweiten Viertel von ihrer besten Seite und waren für einen weiteren 7-0 Run zum 47:24 verantwortlich, ehe Tomasevic mit sieben Zählern in Serie endgültig für Volksfeststimmung unter den Kirchheimer Fans sorgte. Mit einer komfortablen 55:29 Führung und einer unglaublichen Trefferquote von 75% aus dem Feld ging es für die Knights in die Kabine.

Nach dieser fulminanten ersten Halbzeit, die wohl mit das Beste sein dürfte das die Kirchheimer Zuschauer in den letzten Jahren miterleben durften, konnte es in Durchgang zwei eigentlich nur noch bergab gehen. Und tatsächlich, die Hausherren leisteten sich zu Beginn des dritten Abschnitts eine kurze Schwächephase und ließen die Gäste etwas verkürzen (59:37). Doch Ignjatovic reagierte prompt und nahm eine Auszeit, um seine Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen. Mit Erfolg, denn umgehend stellte Ryan DeMichael den alten Abstand wieder her, ehe Phillipp Heyden nach schönem Zuspiel von Radi Tomasevic per Dreipunktspiel auf 70:41 erhöhte und die Kirchheimer Fans damit zum wiederholten Male von ihren Sitzen riss. David Michalczyk führte das Kirchheimer Team, das nun mit vier Deutschen auf dem Parkett agierte, schließlich zu einem weiteren 8-0 Zwischenspurt. Die Punkte zum 78:43 Zwischenstand erzielte der quirlige Aufbauspieler, der am Nachmittag bereits beim Kooperationspartner BSG Ludwigsburg im Einsatz war und bei den Barockstädtern mit 25 Punkten zum Topscorer avancierte, dabei mit der Schlusssirene des dritten Viertels.

Den Schlussabschnitt eröffneten die an diesem Abend von ihrer Mannschaft verwöhnten Kirchheimer Fans mit lautstarken Gesängen. „Oh wie ist das schön“ schallte es durch die Sporthalle Stadtmitte, ehe Michalczyk und Heyden bei ihrer Auswechslung mit großem Beifall verabschiedet wurden. Zwar ließ bei den Hausherren die Konzentration ob des großen Vorsprungs nun sichtlich nach, wodurch Nördlingen etwas Ergebniskosmetik betreiben konnte, doch der Partystimmung auf den Rängen tat dies keinen Abbruch und so feierten die 1.100 Zuschauer ihre Mannschaft zwei Minuten vor dem Ende mit Standing Ovations. Dreier von Gordon Scott und Nils Menck sorgten anschließend noch einmal für Jubelstürme auf den Rängen, ehe beim Stand von 93:62 die Schlusssirene ertönte und Hallensprecher Daniel Zirn zusammen mit Spielern und Fans die obligatorische „Humba“ anstimmte. Ein „perfekter Abend“, wie es Coach Ignjatovic nach dem Spiel ausdrückte, ging so in ausgelassener Stimmung zu Ende und sorgte allerseits für zufriedene Gesichter.

Text: Timo Probst
Fotos: Thomas Auerbach

Die Viertel im Überblick: 25:19, 30:10, 23:14, 15:19

Statistik

Kirchheim: Tomasevic (18), Scott (12, 5 Assists), Heyden (12, 5 Rebounds), De Michael (11, 7 Rebounds), Freymond (10, 4 Assists), Chennoufi (8, 8 Rebounds), Michalczyk (8), Gilliam (7), Menck (5), Lischka (2), Koch (0), Reichmuth (0).

Nördlingen: Jeanty (13), Fumey (11), Toles (11), Heindel (9), Ferguson (7), Archibald (6), Michael (3), Niebuhr (2), Eichler (0), Tesfaldet (0), Liyanage (0), Börstler (n.e.)


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