Heidelberg zu Gast bei den Knights
Donnerstag, 12.11.2009

Wenn die Kirchheim Knights am Samstag um 19.30 Uhr auf den USC Heidelberg treffen, treten in der Sporthalle Stadtmitte zwei der offensivstärksten Mannschaften der bisherigen ProA-Saison aufeinander. Dabei müssen die Gastgeber erneut auf Phillipp Heyden und Ziyed Chennoufi verzichten, während der Einsatz von Gordon Scott noch fraglich ist.
Nach den Niederlagen gegen Crailsheim und Freiburg fanden die Knights am vergangenen Samstag in Essen zurück in die Erfolgsspur. Drei Wahnsinnsdreier von Scott Freymond bescherten den Kirchheimern einen denkbar knappen 88:87 Sieg bei den ETB Wohnbau Baskets, durch den sich die Ritter nach dem 7. Spieltag auf dem vierten Tabellenplatz der Pro A wieder finden. Der Last-Minute Erfolg im Ruhrgebiet sorgte für große Erleichterung bei Frenkie Ignjatovic und seiner Mannschaft, die in Essen ohne die Doppellizenzspieler Phillipp Heyden und Ziyed Chennoufi sowie den grippekranken Gordon Scott bestehen musste. Die Abwesenheit der drei Leistungsträger nutzte der junge Tim Koch zu seiner bislang besten Saisonleistung. Der 20-Jährige erzielte neun seiner insgesamt zwölf Punkte im letzten Viertel und blieb in knapp zwanzig Minuten Einsatzzeit ohne Fehlwurf. Besonders erfreulich war auch die Moral die das Kirchheimer Team an den Tag legte um sich nach mehrfachem Rückstand immer wieder in die Partie zurück zu kämpfen.
Im Spiel gegen Heidelberg wollen die Knights den Aufwärtstrend nach dem zwischenzeitigen Formtief fortsetzen um sich für die erste Heimniederlage gegen Freiburg vor zwei Wochen zu rehabilitieren. Keine leichte Aufgabe, präsentierten sich die Badener bislang doch in fremden Hallen stärker als im heimischen Olympiastützpunkt. Beide Saisonsiege die der USC nach sieben Spielen auf dem Konto stehen hat, verbuchten die Heidelberger auswärts. Mit den Erfolgen in Osnabrück und München stehen die Universitätsstädter momentan auf dem elften Tabellenplatz, nachdem die Mannschaft von Trainer Torsten Daume die vergangene Spielzeit auf genau diesem Rang beendet hatte. Mit Jibril Hodges, Oliver Komarek und Sebastian Aderberg konnten im Sommer die wichtigsten Leistungsträger der Saison 2008/09 gehalten werden, während die US-Amerikaner Ben Beran und Japhet McNeil durch ihre Landsmänner Lyndale Burleson und Eric Vierneisel ersetzt wurden. Dieses allesamt zweistellig punktende Quintett bildet zugleich die Heidelberger Startformation, die vom Kirchheimer Trainer als eine der stärksten der gesamten Liga bezeichnet wird. Von der Bank kommen mit Jugendnationalspieler Danilo Barthel, Power Forward Jens Hirschberg und Aufbauspieler Sebastian Dietz junge deutsche Talente, die für die nötige Entlastung der Leistungsträger sorgen sollen. Komplettiert wird der Kader von Maximilian Hug, Danny Rodriguez und Julian Debus.
Ignjatovic hat größten Respekt vor dem USC Heidelberg, der mit 91,3 Punkten pro Spiel das offensivstärkste Team der gesamten Pro A stellt. Ob der grippegeschwächte Gordon Scott gegen die angriffslustigen Badener wieder mit von der Partie sein kann ist noch fraglich, während David Michalczyk sowohl Krankheit als auch Oberschenkelzerrung auskuriert hat und wieder voll und ganz zur Verfügung steht. Auch ohne die Doppellizenzspieler Phillipp Heyden und Ziyed Chennoufi, die mit dem Kooperationspartner aus Ludwigsburg im Württembergischen Derby gegen Ulm antreten werden, ist Headcoach Frenkie Ignjatovic „guter Hoffnung den Sieg in Essen am Samstag zu bestätigen.“