Überragender Hodges zu viel für die Knights
Montag, 16.11.2009

Trotz einer guten Offensivleistung mussten sich die Kirchheim Knights im Heimspiel gegen den USC Heidelberg am Samstagabend mit 98:105 (45:40) geschlagen geben. Jibril Hodges lieferte dabei eine überragende Partie ab und erzielte 31 seiner insgesamt 37 Punkte in der zweiten Halbzeit, während Oliver Komarek und Lyndale Burleson reichlich Unterstützung lieferten und eindrucksvoll bewiesen warum der USC das beste Offensivteam der gesamten Pro A ist.
Ohne die Doppellizenzspieler Phillipp Heyden und Ziyed Chennoufi erwischten die Gastgeber keinen guten Start in die Partie, während der Angriffsmotor der Heidelberger gleich zu Beginn rund lief. Sieben Punkte von Oliver Komarek sorgten für eine 14:6 Führung nach vier Minuten, ehe Ryan De Michael und Chris Gilliam Kirchheim mit einem 12-0 Lauf erstmals in Front brachten. In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, sodass es beim Stand von 23:22 für die Knights aus dem ersten Viertel ging.
In den zweiten zehn Minuten lieferten sich die Baden-Württembergischen Kontrahenten einen offenen Schlagabtausch. Erst erhöhten Freymond und De Michael auf 28:22, anschließend sorgten Lyndale Burleson und Jibril Hidges mit sieben Zählern in Serie für Gleichstand, ehe die Hausherren mit einem 8-0 Run für die höchste Knights-Führung des gesamten Spielverlaufs (38:30) sorgten. Der in der Schlussphase der ersten Halbzeit blendend aufgelegte Nils Menck hielt die Heidelberg schließlich auf Abstand und zeigte sich für den 45:40 Zwischenstand zur Pause verantwortlich.
Im zweiten Durchgang hielten Tomasevic und De Michael den Vorsprung zunächst konstant, doch nach drei Dreiern des nun immer besser in Fahrt kommenden Hodges gingen die Gäste erstmals seit dem ersten Viertel in Führung. Diese hatte auch zum Ende des dritten Abschnitts noch Bestand und der USC ging mit einem knappen 67:65 Vorsprung in die letzten zehn Minuten.
Hier legte Hodges mit zwei weiteren Dreiern nach und ließ sein Team mit Unterstützung von Komarek und Burleson auf 78:70 davonziehen. Nachdem Kirchheim den heiß gelaufenen Hodges einigermaßen unter Kontrolle bringen konnte, drehte plötzlich Oliver Komarek, der ohne Fehlversuch aus dem Zweipunktbereich blieb um 28 Punkte zu erzielen, auf und hielt die Knights auf Abstand. Ryan De Michael, der im Schlussviertel zehn seiner insgesamt 25 Punkte erzielte, stemmte sich mit aller Macht gegen die drohende Niederlage und brachte sein Team zwei Minuten vor Schluss per Dreipunktspiel wieder auf Tuchfühlung (90:86). Heidelberg hatte die passende Antwort parat, doch die Kirchheimer waren nicht tot zu kriegen und Scott Freymond traf zum 95:89. Allerdings lief den Hausherren langsam aber sicher die Zeit davon. Letztlich war die Mannschaft von Headcoach Frenkie Ignjatovic gezwungen die Gäste an die Linie zu schicken um die Uhr zu stoppen, doch der in der zweiten Halbzeit mit 31 Punkten überragende Hodges behielt in der Schlussphase die Nerven und verwandelte alle acht ihm zugesprochenen Freiwürfe um so für einen 105:98 Sieg der Heidelberger zu sorgen.
Trotz der zweiten Heimniederlage in Folge ernteten Tomasevic & Co. nach dem Spiel viel Applaus von den Rängen, womit die Kirchheimer Fans die gute Leistung ihres Teams anerkannten. Auch Ignjatovic fand viel Lob für seine Spieler, die sich vor allem in der Offensive in hervorragender Verfassung präsentierten und den treffsicheren Gästen einen harten Kampf lieferten. „Es war heute ein Spiel wie wir es erwartet hatten. Man hat deutlich gesehen dass Heidelberg nicht umsonst das offensivstärkste Team der gesamten Liga ist. Leider ist es uns nicht gelungen die Leistungsträger des USC in Schach zu halten. Was Hodges in der zweiten Halbzeit abgeliefert hat war natürlich unglaublich“, so der Kirchheimer Coach nach dem Spiel. In der Tat war Hodges der alles überragende Mann auf dem Parkett der Sporthalle Stadtmitte. Fünf Dreier, einige davon aus unglaublichen Positionen, 14 von 14 Freiwürfe und 37 Punkte waren am Samstag einfach zu viel für die geschwächten Kirchheimer, die ohne Chennoufi und Heyden sowie einem immer noch angeschlagenen Gordon Scott in die Partie gegangen waren.
Die Viertel im Überblick: 23:22 22:18 20:27 33:38
Statistik
Kirchheim: De Michael (25, 8 Rebounds), Tomasevic (20), Gilliam (16, 5 Rebounds), Freymond (15, 13 Assists), Menck (11, 5 Rebounds), Lischka (6), Scott (5, 6 Rebounds), Michalczyk (0), Koch (0), Larsson (n.e.), Reichmuth (n.e.)
Heidelberg: Hodges (37), Komarek (28, 6 Rebounds), Burleson (20, 4 Assists), Adeberg (6, 7 Rebounds), Barthel (6), Vierneisel (4), Hirschberg (4), Dietz (n.e.), Rodriguez (n.e.), Hug (n.e.)

