Kirchheim Knights: Großer Kampfgeist wird nicht belohnt
Montag, 23.11.2009

22.11.2009 | Eine gute Leistung reichte erneut nicht aus. Wie schon gegen Heidelberg mussten sich die Kirchheim Knights auch in Cuxhaven nach großem Kampf knapp geschlagen geben und die Heimfahrt von der Nordseeküste mit einer 76:86 (31:42) Niederlage im Gepäck antreten.
Nachdem die Mannschaft von Headcoach Frenkie Ignjatovic bereits am Freitag nach Cuxhaven gefahren war, starteten die Knights nervös in die Partie gegen den Tabellennachbarn von der Nordseeküste. Die Anfangsphase war geprägt von Ballverlusten und Fehlwürfen, sodass es zwei Minuten dauerte bis Ryan De Michael die ersten Kirchheimer Punkte erzielte. Auch danach suchten die Gäste noch nach ihrem Rhythmus, sodass Cuxhaven Mitte des ersten Viertels mit 11:5 in Führung gehen konnte. Erneut De Michael, der im ersten Durchgang elf seiner insgesamt 16 Punkte erzielte, sowie ein Dreipunktspiel von Radi Tomasevic brachte den Ritter-Express schließlich ins Rollen und es ging mit einem knappen 21:18 Rückstand aus den ersten zehn Minuten.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts sorgte Ryan De Michael zunächst für den Ausgleich (23:23), ehe Mark Dorris und Lee Jeka die Fehler der Knights-Offensive zu einem 7-0 Lauf nutzten um ihr Team wieder mit 30:23 in Front zu bringen. Kirchheim hatte jedoch die passende Antwort parat und blieb durch den wiedergenesenen Gordon Scott und drei Freiwurftreffer von Chris Gilliam in Schlagdistanz. Allerdings folgte kurz vor der Pause eine erneute Schwächephase der Ignjatovic-Truppe, sodass Cuxhaven durch einen weiteren 7-0 Zwischenspurt bis zum Ende des ersten Durchgangs auf 42:31 enteilen konnte.
In der Anfangsphase der zweiten Hälfte sorgte Mark Dorris für die höchste Führung der Hausherren im gesamten Spielverlauf (44:31), ehe Scott Freymond und Radi Tomasevic die Knights mit Treffern von der Dreierlinie zurück in die Partie brachten. Mit einem Vierpunktspiel komplettierte Tomasevic einen 10-0 Run der Gäste zum 44:41 nach drei Minuten. Es entwickelte sich nun ein offener Schlagabtausch zwischen den beiden Teams, wobei Benjamin Lischka dem Spiel seinen Stempel aufdrücken konnte. Neun seiner elf Punkte markierte der Kirchheimer Forward im dritten Viertel um die Gäste damit auf Tuchfühlung zu halten. Beim Stand von 59:57 für die BasCats ging es in den Schlussabschnitt.
Hier sorgte Gordon Scott schließlich per Dreier für die erste Kirchheimer Führung der Partie (60:59), ehe Cuxhaven mit einem 6-0 Zwischenspurt konterte um sich erneut etwas abzusetzen. Doch die Mannschaft von Headcoach Frenkie Ignjatovic ließ sich auch von diesem Rückschlag nicht unterkriegen und blieb angefeuert von den mitgereisten Kirchheimer Fans im Spiel. Vier Punkte von Gordon Scott sowie ein Dreier von Topscorer Radi Tomasevic waren knapp drei Minuten vor dem Ende für den 71:69 Zwischenstand verantwortlich und läuteten eine spannende Schlussphase in der mit knapp 1.200 Zuschauern gut gefüllten Rundturnhalle ein. Die beiden bundesligaerfahrenen Routiniers führten dabei ein tapfer kämpfendes Ritter-Team an, das bei noch gut hundert Sekunden verbleibender Spielzeit mit einem knappen 76:74 Rückstand voll im Geschäft waren. Nach zwei erfolgreichen Freiwürfen von Eric Williams leisteten sich die Kirchheimer jedoch einen folgenschweren Ballverlust, den Lee Jeka eine Minuten vor dem Ende zum 80:74 verwerten konnte. Als die Knights im darauffolgenden Angriff erneut leer ausgingen, war es schließlich dem Ex-Ritter Sascha Kesselring überlassen 39 Sekunden vor Schluss für die Vorentscheidung zu sorgen. Die Gäste versuchten zwar noch einmal alles um ins Spiel zurück zu kommen, doch Topscorer Jeka behielt die Nerven und verwandelte seine vier Freiwürfe souverän, sodass die Hausherren mit 86:76 siegreich blieben.
Wie schon gegen Heidelberg zeigten die Knights in Abwesenheit der Doppellizenzspieler Phillipp Heyden und Ziyed Chennoufi auch in Cuxhaven über weite Strecken eine gute Leistung, mussten sich am Ende jedoch knapp geschlagen geben. So war Headcoach Ignjatovic durchaus zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft, die sich in Cuxhaven durch großen Kampfgeist auszeichnete um den Hausherren bis zum Schluss Paroli zu bieten. Daher sieht der Kirchheimer Trainer dem anstehenden Heimspiel gegen Osnabrück optimistisch entgegen.
Die Viertel im Überblick: 18:21 13:21 26:17 19:27
Statistik
Kirchheim: Tomasevic (21), Scott (18, 6 Rebounds, 4 Steals), De Michael (16, 10 Rebounds), Lischka (11), Freymond (5), Gilliam (3), Menck (2), Michalczyk (0), Koch (0)
Nördlingen: Jeka (25, 4 Assists), Dorris (18, 6 Rebounds, 4 Assists), Williams (15, 8 Rebounds), Fuller (14, 6 Rebounds, 2 Blocks), Kesselring (8, 5 Rebounds), Hasenkamm (3, 5 Assists, 3 Steals), Wischnewski (3), May (0), Dawidowski (n.e.), Ruckhaber (n.e.)

