Knights machen es gegen Jena unnötig spannend

Montag, 01.02.2010

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Mit einem 70:67 (38:25) Heimerfolg gegen Science City Jena feierten die Kirchheim Knights am Samstagabend den dritten Sieg in Serie und sorgten damit für einen gelungenen Abschluss des Doppelspieltags in der Sporthalle Stadtmitte, nachdem das NBBL-Team der BBA Ludwigsburg mit einem denkbar knappen 63:62 gegen Urspring bereits am Nachmittag für Furore gesorgt hatte. Dabei lagen die Ritter im dritten Viertel bereits mit 18 Punkten in Führung, ehe die Mannschaft von Headcoach Frenkie Ignjatovic das Spiel in der Schlussphase fast noch aus der Hand gab und das Kirchheimer Publikum Zeuge des zweiten Krimis an diesem Spieltag wurde.

Bevor die Knights am Samstagabend gegen Science City Jena ins Geschehen eingriffen, wurde in der Sporthalle Stadtmitte bereits am Nachmittag toller Basketball geboten als gut 400 Zuschauer der BBA Ludwigsburg zum Sieg im Spitzenspiel der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) gegen das Team ALBA Urspring verhalfen. Bekteshi & Co. machten in einer packenden Partie beste Werbung für ihren Sport und lieferten angetrieben von der Unterstützung des Kirchheimer Publikums eine grandiose Leistung ab um sich in einer an Spannung kaum zu überbietenden Schlussphase letztlich mit 63:62 gegen den bis dahin ungeschlagenen Spitzenreiter durchzusetzen. Der Anfang zum Doppelspieltag war gemacht, ehe sich Jugendliche unter 18 Jahren im Anschluss an das NBBL-Spiel beim „Super-Bump“ duellierten und tolle Preise gewinnen konnten. Danach hieß es Bühne frei für die beiden Teams aus Jena und Kirchheim, vor dem Sprungball stand jedoch noch ein weiterer Programmpunkt auf der Tagesordnung: die Verabschiedung von Scott Freymond. Management und Zuschauer bedankten sich bei dem US-Amerikaner für die gemeinsame Zeit und so erhielt der sympathische Aufbauspieler bei seinem vorerst letzten Auftritt in der Sporthalle Stadtmitte viel Applaus von den Rängen. Nachdem Freymond von einer Sprunggelenksverletzung aus der Bahn geworfen wurde, wird er nun in seine Heimat zurückkehren um wieder zu alter Stärke zurück zu finden. Bei den Knights hofft man insgeheim auf eine Rückkehr des beliebten US-Amerikaners, der sich in der ersten Saisonhälfte in die Herzen der Fans gespielt hatte und sich sowohl auf als auch abseits des Feldes als echter Gewinn für die Kirchheimer Basketballfamilie darstellte.

Im Anschluss an die emotionale Verabschiedung Freymonds starteten die Knights schließlich ihre Mission gegen Jena den dritten Sieg in Serie zu landen. In der Anfangsphase suchten Tomasevic & Co. jedoch vergebens nach ihrem Rhythmus in der Offensive, wobei vor allem der Kapitän arge Probleme hatte ins Spiel zu finden. Jena dagegen war durch Dreier von Schmitz und Lake erfolgreich und lag nach einem 7-0 Lauf in der siebten Minute mit 15:9 in Front. Headcoach Frenkie Ignjatovic reagierte und bat seine Spieler zur Auszeit. Prompt lief es besser für die Knights. Kirchheim verschärfte das Tempo, kam durch Gordon Scott und einem Dunking von Phillipp Heyden zu spektakulären Punkten im Fast-Break und ging nach einem Dreier von Scott schließlich erstmals in Führung. Chris Gilliam, der am Samstag dank zuletzt starker Leistungen in der Startformation stand, ein weiterer Dreier von Scott und zwei Punkte von Cedric Brooks ließen die Gastgeber bis zum Ende der ersten zehn Minuten weiter enteilen, sodass es beim Stand von 23:17 ins zweite Viertel ging. Hier konnte Jenas Neuzugang Oskar Faßler zunächst kontern, doch die Ritter bestimmten weiterhin die Partie und so traf Gordon Scott seinen dritten Dreier, ehe Benjamin Lischka, Ryan De Michael und Radi Tomasevic ihre Mannschaft mit Treffern von der Freiwurflinie weiter enteilen ließen. Ein Wahnsinnsdreier vom Kapitän, den Tomasevic aus gut 8m mit Brett im Korb unterbrachte, sorgte schließlich für großen Jubel auf den Rängen und beim Stand von 34:19 gleichzeitig für die bislang höchste Führung der Knights. Mit einem 21-4 Zwischenspurt hatten sich die Kirchheimer die Kontrolle über die Partie erarbeitet, sodass es mit einem 38:25 Vorsprung in die Halbzeitpause ging.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs machten die Ritter da weiter wo sie aufgehört hatten. Gordon Scott war mit seinem dritten Treffer aus der Distanz erfolgreich und Nils Menck sorgte schließlich für eine 18-Punkte Führung nach zwei Minuten. Kirchheim hatte das Spiel fest im Griff, schien sich nun jedoch auf der bislang überzeugenden Leistung auszuruhen und so kam Jena langsam aber sicher zurück. Simon Schmitz und der ehemalige Kirchheimer Kevin Wysocki, der im dritten Viertel elf seiner 13 Punkte erzielte, führten ihr Team innerhalb weniger Minuten bis auf drei Zähler heran, ehe Ziyed Chennoufi und Chris Gilliam für den 57:50 Zwischenstand vor dem Schlussabschnitt sorgten. Phillipp Heyden und Gordon Scott hielten die Gäste zunächst auf Abstand, doch Jena hatte Blut geleckt und immer wieder die passende Antwort parat. So verkürzte der starke Schmitz erneut auf 62:59, ehe sich die Knights mit einem 6-0 Lauf, den Heyden per Dunking komplettierte, Luft verschaffen konnten. Danach klappte jedoch gar nichts mehr bei den Hausherren, während Jena seine Chancen konsequent nutzte um mit acht Zählern in Serie auf 68:67 heranzukommen. Eine Minute vor dem Ende nahm Ignjatovic seine letzte Auszeit, doch mit einem Ballverlust und einem Fehlwurf blieb das erhoffte Erfolgserlebnis auch anschließend aus, sodass Frieder Diestelhorst zwölf Sekunden vor Schluss die Chance zur Jenaer Führung in den Händen hielt. Der Flügelspieler vergab jedoch beide Versuche von der Freiwurflinie, ehe auch Oskar Fassler im Nachsetzen erfolglos blieb. Cedric Brooks sorgte mit zwei erfolgreichen Freiwürfen schließlich für eine Drei-Punkte Führung. Fünf Sekunden blieben den Gästen noch um sich in die Verlängerung zu retten, der Dreierversuch von Michael Lake verfehlte allerdings sein Ziel und so konnten die Knights am Ende ihren dritten Sieg in Serie feiern.

Mit dem 70:67 Erfolg gegen Jena sorgten die Knights am Samstagabend also für einen gelungenen Abschluss des Doppelspieltags in der Sporthalle Stadtmitte, der somit zum vollen Erfolg für alle Beteiligten wurde. Zwar präsentierte sich die Mannschaft von Headcoach Frenkie Ignjatovic in der zweiten Hälfte alles andere als überzeugend und machte es so am Ende noch unnötig spannend, doch am Ende zählen die zwei Punkte, durch die sich Kirchheim zwischenzeitlich auf den dritten Tabellenplatz der Pro A schieben konnte. Für Ziyed Chennoufi und Phillipp Heyden blieb derweil kaum Zeit zum Verschnaufen, machten sich die beiden Doppellizenzspieler doch gleich im Anschluss an die Partie mit EnBW-Teammanager Mario Probst auf den Weg zum Bundesligaspiel nach Braunschweig, während NBBL-Spieler Besnik Bekteshi von der „Fahrgemeinschaft“ in Rotenburg/Fulda zum Nationalmannschaftslehrgang abgesetzt wurde.

Die Viertel im Überblick: 23:17 15:8 19:25 13:17

Statistik

Kirchheim: Scott (17), Brooks (11, 3 Steals), Gilliam (10), Heyden (10), Tomasevic (9), Menck (6), De Michael (3, 6 Rebounds, 3 Blocks), Lischka (2), Chennoufi (2), Michalczyk (0), Reichmuth (n.e.)

Jena: Schmitz (16), Hill (14, 7 Rebounds), Wysocki (13), Jackson-Wilson (10, 9 Rebounds), Lake (5), Diestelhorst (5), Faßler (2), Reyes-Napoles (2), Jost (0), Zlotowski (n.e.), Blossey (n.e.), Pätz (n.e.)


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