Knights drehen in der zweiten Halbzeit auf und besiegen Chemnitz
Dienstag, 13.04.2010

Angeführt vom erneut bestens aufgelegten Guard-Duo Brooks/Tomasevic feierten die Kirchheim Knights am Samstagabend einen deutlichen 95:81 (41:41) Sieg gegen die Chemnitz 99ers. Beim dritten Erfolg in Serie zeigten jedoch nicht nur die beiden Aufbauspieler eine gute Leistung, präsentierten sich die Ritter mit sechs Spielern im zweistelligen Punktebereich doch einmal mehr als geschlossene Einheit um sich nach mäßiger erster Halbzeit am Ende souverän gegen die Sachsen durchzusetzen. Damit ist die Revanche für die Hinspielniederlage geglückt und Kirchheim rückt zwei Spieltage vor dem Ende auf den vierten Tabellenplatz der Pro A vor, sodass es die Mannschaft von Headcoach Frenkie Ignjatovic nun selbst in der Hand die sensationelle Platzierung aus dem Vorjahr noch zu toppen.
Es dauerte seine Zeit bis die Kirchheim Knights am Samstagabend auf Betriebstemperatur kamen, als es soweit war hatte sich das Warten allerdings gelohnt, sorgten Benjamin Lischka und Ryan De Michael per Dunking bzw. Alley-Oop doch bereits früh für die ersten Highlights. Trotzdem lief es noch nicht rund für die Ignjatovic-Truppe und so ging es schließlich mit einem knappen 20:21 Rückstand aus den ersten zehn Minuten. Auch zu Beginn des zweiten Viertels standen sich die Hausherren mit unnötigen Ballverlusten selbst im Weg und die Gäste aus Chemnitz konnten ihre Führung weiter ausbauen (26:22). Kapitän Radi Tomasevic war es letztlich zu verdanken, dass man die 99ers nicht weiter enteilen ließ. Der 31-Jährige erzielte zehn Punkte in Serie und sorgte mit seinem zweiten erfolgreichen Dreier für den 32:32 Gleichstand nach fünf Minuten. Dank 12 Offensivrebound in der ersten Halbzeit blieb Chemnitz jedoch am Drücker, ehe Ryan De Michael, der zusammen mit Brooks und Tomasevic für 33 Knights-Zähler im ersten Durchgang verantwortlich war, für den 41:41 Halbzeitstand sorgte.
Nach der durchwachsenen ersten Hälfte, in der sich die Ritter insgesamt 11 Turnovers leisteten und sich damit um den Lohn ihrer guten Trefferquote (64%) gebracht hatten, kamen die Gastgeber mit viel Schwung aus der Kabine. Punkte von Gordon Scott und zwei erfolgreicher Dreier von Radi Tomasevic eröffneten das dritte Viertel mit einem 8-0 Run für Kirchheim. Eine Auszeit von Gästetrainer Anton Mirolybov stoppte den Lauf der Knights und ließ die passende Antwort von Gary Johnson folgen, der ebenfalls zweimal von der Dreierlinie einnetzen konnte. Doch die Hausherren waren nun weiter auf dem Vormarsch und verschärften das Tempo, sodass sechs Zähler von Cedric Brooks einen erneuten 8-0 Zwischenspurt anführten, den Ryan De Michael zur ersten zweistelligen Führung (57:47) nach fünf Minuten komplettierte. Vor allem in der Defensive hatte Kirchheim einen Gang hoch geschalten und so kamen Tim Koch und Cedric Brooks nach zwei Ballgewinnen zu einfachen Punkten, ehe Benjamin Lischka den 68:57 Zwischenstand vor dem Schlussviertel herstellen konnte.
Chemnitz war jedoch noch nicht geschlagen und ließ sich auch von dem 14-Punkte Rückstand Anfang des letzten Abschnitts nicht aus dem Konzept bringen. Die Gäste antworteten mit drei Distanztreffern von Alexander Rosenthal um sich schnell wieder in Schlagdistanz zu bringen. Die Knights hielten ihren Gegner zunächst auf Abstand, vier Punkte von Stanley Bufford verkürzten drei Minuten vor dem Ende jedoch auf 79:75, sodass in der Sporthalle Stadtmitte doch noch einmal Spannung aufkommen sollte. Dieses Mal hatten die Ritter sich aber wohl vorgenommen die Nerven ihrer Anhänger zu schonen, suchten Tomasevic & Co. doch mit aller Macht die vorzeitige Entscheidung. Und dabei war Kirchheim äußerst erfolgreich. Nachdem Chris Gilliam, Gordon Scott und Radi Tomasevic den Vorsprung wieder deutlicher werden ließen, sorgte ein spektakulärer Alley-Oop Dunking von Scott für großen Jubel auf den Rängen und beim Stand von 88:78 knapp zwei Minuten vor dem Ende für die Vorentscheidung. Dem US-Amerikaner war es letztlich auch überlassen per Dreier für den 95:81 Endstand zu sorgen um Kirchheim den dritten Sieg in Serie zu bescheren.
Die Knights haben sich im Ligaendspurt bislang also von ihrer besten Seite präsentiert und konnten sich durch den Erfolg gegen Chemnitz und die gleichzeitige Niederlage von Karlsruhe auf den vierten Tabellenplatz verbessern. In den letzten beiden Saisonspielen in Hannover und zuhause gegen Homburg haben die Ritter nun die Chance die hervorragende Vorjahresplatzierung, als man die Spielzeit auf dem fünften Rang beendet hatte, noch einmal zu toppen um eine tolle Saison erfolgreich zu Ende zu bringen.
Die Viertel im Überblick: 20:21 21:20 27:16 27:24
Statistik
Kirchheim: Tomasevic (22, 5 Assists), Brooks (21, 8 Assists, 3 Steals), Scott (13, 5 Rebounds, 8 Assists), De Michael (13, 6 Rebounds, 4 Blocks), Lischka (12), Gilliam (10), Koch (4), Michalczyk (0), Reichmuth (n.e.), Larsson (n.e.)
Chemnitz: Johnson (18, 4 Assists), Roberts (13, 3 Steals, 2 Blocks), Rosenthal (12), Rastatter (11, 7 Rebounds), Bufford (10), Harbut (9, 9 Rebounds), Lipke (4), Ahnsel (2), Allen (2), Zyskunov (0), Rülke (n.e.), Daghofer (n.e.)

