Die Knight auf Platz vier: Krönung einer Erfolgsgeschichte
Dienstag, 27.04.2010

Die dritte ProA-Saison der Knights ist beendet – mit dem hervorragenden vierten Tabellenplatz erreichen die Kirchheimer Korbjäger den größten sportlichen Erfolg in der Vereinsgeschichte und sorgten in vielen packenden Spielen für Begeisterungsstürme der Fans. Dank der erstklassigen Arbeit von Head-Coach Frenkie Ignjatovic gelang es einmal mehr, mit einem kleinen Budget ins obere Drittel der zweithöchsten Spielklasse zu stürmen. Bereits zum letzten Heimspiel konnten die Verträge mit drei wichtigen Leistungsträgern verlängert werden.
„Es ist mein größter Wunsch, einmal mit einem Team über zwei Spielzeiten spielen zu können und nicht jedes Jahr von vorne beginnen zu müssen“, wandte Knights Coach Ignjatovic nach Beendigung des letzten Saisonspiels gegen die Saar-Pfalz Braves schnell den Blick nach vorne. Zwar ging das Spiel gegen den Tabellendritten mit 90:97 verloren, beide Teams zeigten vor ausverkauftem Haus aber nochmals, warum Basketball in Kirchheim eine so große Fangemeinde hat: temporeich, spektakulär, spannend. Und dass das Knights-Team 2009/10 besonders gut harmonierte, zeigte sich nicht nur am Tabellenplatz. Dazu musste man nur in die Gesichter der Spieler blicken, die zwar erschöpft aber glückstrahlend die erfolgreiche Saison ausgelassen feierten. Da wundert es nicht, dass in der Halle spontan Applaus aufbrandete, als der sportliche Leiter Michael Schmauder in der Halbzeitpause bereits die ersten drei Vertragsverlängerungen vermelden konnte.
Radi Tomasevic, Cedric Brooks und Nils Menck bleiben definitiv Ritter und dokumentierten damit nicht zuletzt, wie wohl sie sich in ihrer sportlichen Heimat Kirchheim fühlen. „Wir verhandeln derzeit mit allen bisherigen Spielern und hoffen so, dass wir mit einer ähnlichen Mannschaft die erfolgreiche Arbeit nach der Sommerpause fortsetzen können“, informierte Schmauder. Handlungsbedarf besteht aber vor allem auf der Position des Centers. Nachdem neben Kooperationsspieler Ziyed Chennoufi auch Phillip Heyden in Richtung BBL verabschiedet wurde, liegt der Fokus von Schmauder und Ignjatovic derzeit auf der Suche nach einem neuen „Langen“ – möglichst einen jungen hungrigen Deutschen. Dafür werden noch im April die ersten Spieler getestet. Ignjatovic möchte die Möglichkeit zum Try Out nutzen, so lange seine Spieler noch in Kirchheim sind. Anfang Mai geht es dann für die Spieler entweder zurück in die Heimat oder in den verdienten Urlaub.
Eine Pause wird es dagegen für das Knights-Management noch nicht geben. Die Anstrengungen, das nötige Geld für den Parkettboden zu beschaffen laufen auf Hochtouren. „Jeder Euro hilft uns weiter“, macht Geschäftsführer Sigi Meissner nochmals deutlich und freut sich, dass die Liste der Paten auch beim letzten Heimspiel nochmals um einige Namen angewachsen ist. Parallel dazu laufen die Gespräch mit den Großsponsoren, damit spätestens Ende Mai die von der Liga geforderte verbindliche Bestellung des Parkettbodens nachgewiesen werden kann. „Es wäre nicht auszudenken, was mit dem Kirchheimer Basketball passieren würde, sollten wir nicht erfolgreich sein“, lautet unisono die Meinung aus der Geschäftsleitung.
19 Siege, davon 10 in eigener Halle, 2.524 Punkte nach zum Teil spektakulären Aktionen wie durch den Wahnsinnsdreier von Radi Tomasevic in allerletzer Sekunde beim Sensationssieg gegen Bayreuth am 26. Spieltag – das sind die nackten Zahlen, die hinter der erfolgreichen Saison stehen. Topscorer waren Cedric Brook (18,10 PpS), Radi Tomasevic (13,6) sowie Gordon Scott (12,3) und nicht zu vergessen Scott Freymond (12,3), der leider schon zu Jahresbeginn das Team verlassen hat. Dreierkönig war einmal mehr Teamkapitän Radi Tomasevic mit 60 erfolgreichen Distanz-Würfen, gefolgt von Gordon Scott mit 57 Dreiern. Am effektivsten spielten Cedric Brooks (18,47 Effektivitätspunkte) und der beste Rebounder des Teams, Ryan de Michael (14,83 Eff.punkte, 6,9 Rebounds).
Die Stärke aber lag in der mannschaftlichen Geschlossenheit. Das Projekt Knights ist auf einem guten Weg, jede neue Saison birgt jedoch seine Herausforderungen und eine Garantie auf Erfolge gibt es auch unter der Teck nicht. Die Vorbereitungen laufen an, damit zum Saisonstart am 25. September wieder ein Team an den Start gehen wird, das die Zuschauer fasziniert – dann hoffentlich auf Parkettboden.

