Maier & Co. belegen bei der Nike Global Challenge Platz 6

Montag, 08.08.2011

Foto: Heiko Kutzschmar

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Nachdem Jonathan Maier in diesem Sommer bereits sein Länderspieldebüt im Trikot der deutschen U20-Nationalmannschaft feiern durfte, war der Ludwigsburger Power Forward nun mit einer U19-Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) in den USA unterwegs. Bei der Nike Global Challenge in Portland bekamen es Maier & Co. am Wochenende mit den besten High School Spielern Amerikas und den Nationalteams aus Brasilien und Puerto Rico zu tun. Am Ende belegte die Mannschaft von Bundestrainer Kay Blümel einen respektablen sechsten Platz, sodass die Spieler mit vielen neuen Eindrücken und einer tollen Erfahrung im Gepäck  die Heimreise antreten konnten.

Nach einem erfolgreichen Sommer für die Nationalteams des Deutschen Basketball Bundes, in dem die deutsche U20 einen sensationellen fünften Platz bei der EM in Bilbao erreicht hatte, stand für den DBB vom 5. bis zum 7. August mit der Nike Global Challenge das nächste Highlight auf dem Programm. Mit einer U19-Auswahl ging es für Deutschland auf eine Reise in die USA um in Portland auf die 30 besten High School Spieler Amerikas zu treffen. Da die meisten Nationalspieler bereits eine Europameisterschaft in den Knochen hatten, konnte das deutsche Team zwar nicht in Bestbesetzung über den großen Teich fliegen, die Vorfreude auf die Global Challenge wurde dadurch jedoch in keinster Weise getrübt. Besonders für den Ludwigsburger Jonathan Maier, der seine Basketballschuhe bis vor gut zwei Jahren noch in der Kreisliga für den TV Staufen schnürte, war es eine tolle Gelegenheit, sodass der aus dem Schwarzwald kommende Linkshänder keine Sekunde mit seiner Zusage für das Duell mit den größten Talenten der USA  zögerte.

In der Heimatstadt des Nike-Imperiums angekommen, ging es für Deutschland am Freitagabend gegen das Team USA-Midwest. Der spätere Turniersieger machte mit der deutschen Auswahl letztlich kurzen Prozess. In allen Belangen überlegen hatte sich die Mannschaft um MVP Jabari Parker bereits zur Halbzeit auf 55:16 abgesetzt, ehe das DBB-Team nach der Pause mutiger agierte und den dritten Abschnitt knapp mit 23:19 für sich entscheiden konnte. Am Ende stand aber dennoch eine sehr deutliche 58:103 Niederlage zu Buche, sodass man besonders die physische Überlegenheit der starken Amerikaner neidlos anerkennen musste.

Auch die beiden anderen US-Teams, waren die 30 besten High School Spieler doch auf drei Mannschaften aufgeteilt, blieben in ihrer ersten Partie siegreich, sodass Deutschland es am Samstag mit Puerto Rico zu tun bekam. Hier waren die Schützlinge von Bundestrainer Kay Blümel von der ersten Minute an hellwach und führten bereits nach dem ersten Viertel mit 21:8. Auch Jonathan Maier, der im Spiel gegen die USA nur einen von acht Würfen aus dem Feld getroffen hatte, erwischte heute einen besseren Tag und markierte in 21 Minuten 9 Punkte und 9 Rebounds für die deutsche Mannschaft. Das DBB-Team konnte den Vorsprung bis zum Spielende kontinuierlich ausbauen und so wurde letztlich ein verdienter 77:55 Erfolg gegen Puerto Rico eingefahren. Kanada feierte währenddessen einen beeindruckenden 104:83 Sieg gegen USA-East und zog somit ins Finale gegen USA-Midwest ein.

Für Deutschland ging es am Sonntag im Spiel um Platz 5 gegen Brasilien. Sahen die Zuschauer in der Liberty High School in Halbzeit eins noch eine ausgeglichene Partie (32:32), kamen die Brasilianer im zweiten Durchgang mit viel Schwung aus der Kabine und überrollten die DBB-Auswahl im dritten Viertel regelrecht mit 29:9. Zwar fand Deutschland in den letzten zehn Minuten wieder zurück ins Spiel, der Rückstand war jedoch zu hoch als dass die Niederlage noch hätte abgewendet werden können. Somit belegte man nach der 62:73 Niederlage den sechsten Platz in der Endabrechnung. Der Würzburger Maximilian Kleber wurde anschließend ins International All-Tournament Team gewählt, während der Kanadier Andrew Wiggins als MVP aller internationaler Spieler ausgezeichnet wurde. Zusammen mit Anthony Bennett und 2,23m-Riese Sim Bhullar musste das Springwunder aus Toronto im Finale allerdings den Amerikanern mit 94:99 knapp den Vortritt lassen.

Mit vielen neuen Eindrücken von zukünftigen NBA-Stars wie Jabari Parker, Archie Goodwin oder Aaron Gordon und den Duellen mit einigen der talentiertesten Basketballspielern der Welt trat die deutsche Mannschaft schließlich die Heimreise an. Für Jonathan Maier wird der Trip ins Mutterland des Basketballs jedenfalls immer in bester Erinnerung bleiben, sodass der Power Forward nun bereits hoch motiviert dem Vorbereitungsstart auf die Saison 2011/12 entgegenfiebert.


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