BBA zu Gast am Herzog-Christoph-Gymnasium in Beilstein
Freitag, 18.12.2009

aus Beilstein berichtet Susanne Polek (Heilbronner Stimme)
Beilstein - "90 Prozent aller Angriffe im Basketball sind innerhalb der ersten 20 Sekunden abgeschlossen." Die etwa 50 Schüler der neunten bis 13. Klasse des Herzog-Christoph-Gymnasiums Beilstein (HCG) sitzen auf Langbänken in der Sporthalle und hören aufmerksam zu.
Tobit Schneider, Leiter der Jugendakademie der EnBW Ludwigsburg und Jugendtrainer, ist zum ersten Mal an die Schule gekommen. Er führt die Mitglieder der neu gegründeten Basketball-AG während vier Stunden in die Grundzüge des Basketballs ein. Großen Wert legt er dabei vor allem auf Technik und Teamgeist.
Probespiel - Dafür lässt er zunächst einige Schüler gegeneinander antreten. Trotz eifriger Bemühungen trifft kein Ball in den Korb. "Wie viele Regeln habt ihr unbewusst noch hinzugefügt?", scherzt Schneider. Dass ein großer Teil der Schüler nicht viel Erfahrung hat, fällt auf. Alexander Nagel, einer der wenigen Sportler, die bereits in einem Verein spielen, freut sich, dass es endlich so ein Angebot an der Schule gibt. Der 21-Jährige möchte den Sportlehrer Jochen Bär, der die AG trainiert, gern als Mentor unterstützen. Er wäre dann Hilfstrainer.
Marco Rehak und Benjamin Humburger haben, wie die meisten, Basketball bisher nur mit Freunden oder im Sportunterricht gespielt. Sarah Bluma findet es "richtig cool", was Tobit Schneider ihnen beibringt. Die sportbegeisterte Fußballerin hofft, neue Techniken zu lernen. Marina Bosnjak, die SMV Pressesprecherin, hätte selbst gern mitgemacht, denn "es geht hauptsächlich um Spaß". Sie hat sich jedoch an der Hand verletzt und sieht vom Spielfeldrand aus zu.
Schneider zeigt den Schülern verschiedene Koordinationsübungen. Alle machen begeistert mit. Durch das Aufprallen der vielen Bälle auf den Boden versteht man kaum sein eigenes Wort.
Nachwuchsprobleme - Der Bundesligaverein möchte durch die Kooperation mit Schulen den Sport populärer machen. Basketball habe Nachwuchsprobleme, seit die Handballer Weltmeister geworden seien, meint Bär. Natürlich hoffe man auch, das eine oder andere Talent zu entdecken. Die Gymnasiasten erhalten Bälle und Trikots. Schneider hilft der Mannschaft bei der Ausbildung der Mentoren, die ein Training der Schüler in Eigenregie ermöglichen soll, oder bei Turnierplanungen.
Ursprünglich war die AG nur für Schüler der fünften bis achten Klasse vorgesehen, die beim nächsten Mal auch dabei sein dürfen. Die Nachfrage war jedoch groß, so dass man laut Bär niemanden ausschließen wollte. Er hält die Identifikation mit der Schule für wichtig. Auch die jahrgangsübergreifende Konzeption der AG und die Unterstützung durch Schulleiter Harald Gleitsmann hebt er hervor.

