BG Tamm/Bietigheim: Ein Viertel entscheidet über Sieg und Niederlage

Montag, 16.03.2009

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Ein ungewöhnlich schlechtes Anfangsviertel der BG reichte am vergangenen Samstag aus, um die Partie gegen den Tabellendritten aus Ulm mit einer 87-75 Niederlage zu verlassen.


Die BG plante an diesem Abend eine Revanche für die Niederlage im Hinspiel. Damals präsentierten die beiden Teams ein Basketball-Drama, das erst nach 2 Verlängerungen entschieden wurde. Die Erinnerung an diesen harten Kampf schien also ein Garant für die Motivation im Rückspiel zu sein – umso erstaunlicher war es, die BG in einer derartig katastrophalen Verfassung spielen zu sehen. Ob es nun an dem Motivationsmangel, an der weiten Anreise oder am Fehlen von Spielern wie Stephan Schmider, Timo Lutz und Heiko Pfleiderer gelegen hatte, dass sich der Gast durch ein 25-8 degradieren ließ – feste Gründe dafür waren einfach nicht auszumachen. Sicher war, dass man mit einer schlechten Trefferquote, einem konzeptlosen Angriffspiel und einer Schulmädchen-Verteidigung sich absolut keine Siegeschancen auszumalen brauchte. Nach diesem 29-12 Knock-Out konnte es nur noch besser werden. Nun konnte man einige erfolgreiche Angriffe zeigen und auch die demoralisierend gute Trefferquote der Gastgeber, die im ersten Viertel beinahe jeden Wurf versenkten, wurde mit Hilfe einer besseren Defensive untergraben. Zwar verkürzten die BG´ler den Abstand nicht, doch der 21-21 Abschnitt half ihnen, sich vom „Schock“ zu erholen und wieder Mut zu schöpfen.

Nach dem Seitenwechsel spürte man den gewünschten Aufwind: Eine aggressive, umgestellte Verteidigung wies deutlich mehr Effektivität auf als in der Anfangsphase. Auch die Offensive profitierte von diesem guten Gelingen. Die BG gewann diese Periode mit 23-18 und verkürzte den Abstand auf 68-56.

Auch in den letzten 10 Minuten drückte man weiterhin auf das Gaspedal. Vor allem dank der zahlreichen Offensive-Rebounds und Punkten direkt unter dem Korb, die auf die Konten der Center Barthruff und Kirchert gingen, wurde es allmählich spannend. Beim Stand von 70-62 brach die Aufholjagd jedoch ab. Die BG versuchte all zu oft mit unerlaubten Mitteln an den Ball zu kommen – was absolut unnötig war, denn mit 5 Minuten hatte man noch genügend Zeit, um auch mit „normaler“ Verteidigung das Spiel noch zu drehen – und wurde dafür dementsprechend bestraft. So schenkte man den Hausherren einige Möglichkeiten, durch Freiwürfe leicht an Punkte zu kommen. Als es dann nur noch 2 Minuten zu spielen waren, versuchte man verzweifelt Drei-Punkte-Würfe zu versenken. Doch das Wahrscheinlichkeitsgesetz – je schwieriger der Wurf, desto niedriger die Trefferquote – hielt den Versuchen es zu brechen auch an diesem Abend stand.

Und obwohl man auch das letzte Viertel nicht verlor (19-19) und so gesehen über Dreiviertel der gesamten Spielzeit der „Sieger“ war, konnte man dennoch das Black-Out der Anfangsminuten nicht kompensieren. Mit 87-75 verlor Tamm/Bietigheim das vorletzte Auswärtsspiel der Saison.

BG Tamm/Bietigheim: Krist (2 Punkte), Lemp (5), Wunderlich (9), Chamaoun (3), Cvitkovic (18), Barthruff (16), Konradi (12), Kirchert (10), Schubitschew.

Basketballakademie Ulm: Vojkovic (22), Mecinovic (14), Begu (5), Bohinc (2), Slipac (2), Hebestreit (14), Kekic (4), Scherer (19), Heide (5), Lotz.


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