Oberliga: Perfekter Ausklang der Saison bei der BG Tamm/Bietigheim

Samstag, 04.04.2009

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Die BG Tamm/Bietigheim schloss am vergangenen Samstag vor heimischer Kulisse die für sie recht interessante Saison 2008/2009 mit einer fulminanten Glanzleistung gegen Schwäbisch Gmünd ab und unterstrich mit dem 107-84 nicht nur die Heimstärke in der Rückrunde (5 Siege, 1 Niederlage), sondern auch die respektable Gesamtdarstellung der Mannschaft sowohl in den schwierigen Phasen als auch in den immens wichtigen Momenten dieser Saison.

„Es war ein sehr interessantes Spieljahr,“, resümierte Coach Eigel vor entspannten und fröhlichen BG-Spielern nach der Partie „vor allem, weil wir es mit einer absolut neuen Herausforderung zu tun hatten.“ Im Sommer 2008, kurz vor Saisonbeginn, verließen aus verschiedensten Gründen etliche Stammkräfte die BG, darunter wichtige Spieler wie Merlin Opitz, Max Renner und Timo Lutz. In den drei Jahren seit dem spektakulären Aufstieg in die Oberliga kämpfte die BG stets um die oberen Plätzen und damit um den Aufstieg in die Regionalliga – in der neuen Saison mussten die Ziele konsequenterweise zurück geschraubt werden. „Es lag auf der Hand, dass uns eine andere Aufgabe bevorstand als in den vergangenen Jahren“, so der Kapitän der BG Sebi Konradi.

Der Stand nach der Hinrunde bestätigte das Ziel: Überleben im Abstiegskampf.

Nach der Winterpause wurde die BG mit einigen Neuzugängen beschert. Der treffsichere Flügel, Heiko Pfleiderer stieß zum Team, der erfahrene Maxi Chamaoun kehrte aus seinem Auslandsaufenthalt zurück und schließlich verstärkten die Center Dirk Wunderlich und Timo Lutz die Mannschaft um Eigel und Saliccia. Das Spielniveau wuchs von Partie zu Partie und obwohl man sich einen Patzer gegen Balkan Ulm leistete und auch einen der Top-15 Scorern der Liga in Person von Stephan Schmider vermisste, konnte man vor allem in den letzten, sehr wichtigen drei Spielen einen wahrlich spürbaren Schub nach Vorne sehen.

Das letzte Auftreten der BG gegen den bereits abgestiegenen Kontrahenten aus Schwäbisch Gmünd sollte nicht nur den Platz im Mittelfeld sichern (bei einer Niederlage hätte BSG Ludwigsburg die BG überholt), sondern auch einen Grund zum Feiern des doch noch übertroffenen Saisonziels liefern.

Nach der Exposition im ersten Viertel, in welchem man die Schwächen der gegnerischen Verteidigung ausspähte, konnte der Hauptakt beginnen. Dieser wurde vom Liga-Topscorer Sebi Konradi eingeleitet, der ganze fünf Würfe außerhalb der Drei-Punkte-Linie innerhalb weniger Minuten im Korb versenkte und in dieser Phase 19 seiner insgesamt 43 Punkte erzielen konnte. Die BG lief regelrecht heiß und befand sich in einem scheinbar unstillbaren Punkterausch, der dann aber bei 38 erzielten Körben durch den Halbzeitpfiff unterbrochen wurde.

Die zahlreichen Zuschauer, nun von der punktreichen ersten Halbzeit (56-31) verwöhnt, erwarteten eine weitere Demoralisierung des Gegners – doch die BG zeigte Mitleid. Die Verteidigung wurde freundlicher und hieß die Gmünder, die sich nach dem dritten Abschnitt für die 33 Punkte recht herzlich bedankten, gerne willkommen. Doch zum Glück beruhte diese „Einladung“ auf Gegenseitigkeit und die „Krise“ in der Defensive verschonte nicht nur die Punktefabrik „Konradi“, sondern gab auch die Möglichkeit zur Eröffnung eines weiteren, „Cvtikovic“ genannten, BG-Werks. Das junge Talent steuerte 10 zu den insgesamt 29 Punkten bei und so hielt der Hausherr seinen Gast auf einem komfortablen Abstand zu sich.

Die letzten 10 Minuten der Saison konnten ohne Hektik ausgespielt werden. Frei von jeglichen Spannungen und mit einem Lächeln auf dem Gesicht erzielte Tamm/Bietigheim weitere 32 Punkte. Man probierte die eine oder andere Showeinlage aus, unterhielt die Zuschauer und hatte viel Spaß.Schließlich ertönte der Pfiff.

Das Spiel gewonnen – Die Saison vorbei – Kurz war das Echo – Und ging entzwei.

BG Tamm/Bietigheim: Flo „Bambi“ Krist (4 Punkte), Olaf „Big O“ Lemp (6), Dirk „The Tower“ Wunderlich (6), Heiko „The Twin I“ Pfleiderer (6), Andi „And1dy“ Schubitschew (6), Denis „Däne“ Cvitkovic (15), Chris „Doktor“ Barthruff (11), Sebi „Say-B“ Kornadi (43), Timo „Babyshaq“ Lutz (6), Sebastian „Staks“ Kirchert (4). Es fehlte: Maxi „The Twin II“ Chamaoun

BG Hermes/ TSB Schwäbisch Gmünd: Lovic (27), Mehling (4), Algieri (21), Hieber (3), Krause, D. (12), Krause, J. (17)


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