TV Marbach: Revanche gegen den SV Möhringen geglückt

Dienstag, 17.02.2009

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Am frühen Sonntagnachmittag mussten die Landesliga Herren nach Möhringen reisen. Es gab einiges gut zu machen, denn nach der mit Abstand schlechtesten Vorrunden-Leistung unterlag man in eigener Halle mit 64:69. Diese Scharte sollte im "SVM Dome" ausgebügelt werden.

Die spannendste Frage vor dem Anpfiff in Möhringen war jedoch: „Wer wird auflaufen“? Kranke, Verletzte und Verhinderte dezimierten den TV-Kader unter der Woche doch erheblich. Am Spieltag musste dann kurzfristig auch noch Jost Schmidt, einer der wenigen Gesunden, aus organisatorischen Gründen passen.

Mit Hannes Mayer, Roman Nill, Niklas Leidel, Jan Ziegler und Hannes Krahl waren somit nur fünf Positionen sicher besetzt, so dass Niklas Hellmann seine Prüfungsvorbereitungen unterbrach und entgegen seiner Planungen noch zum Team stieß. Zum Glück hatte auch Marco Goldberg seine im Training erlittene Leistenverletzung überwunden. Dennis Ludwig und Benni Essig waren nach ihren Erkrankungen zwar noch nicht richtig fit, konnten aber wenigstens spielen, so dass sich die Sorgenfalten auf Marbacher Seite zumindest etwas glätteten.

Auf der Bank nahm indes ein Marbacher Urgestein für den gesperrten Coach Roland Leidel Platz. Thomas Krahl sorgte für den letzten großen Erfolg der ersten Herrenmannschaft, die er 2002 in beeindruckender Weise in die Landesliga führte.

Was er sah, war eine zu Beginn selbstbewusst auftrumpfende Mannschaft, die sich schnell einen 10:4 Vorsprung erarbeitete. Erst danach fingen sich die Gastgeber und gingen ihrerseits mit einem Punkt in Führung. Die Gäste ließen sich davon aber nicht beeindrucken und konnten mit gutem Angriffsspiel einen deutlichen Vorsprung nach dem ersten Viertel erspielen. Roman Nills zweiter von vier Dreiern, mit der Sirene erzielt, bedeutete das 32:25.

Bis zur Pause bestand durchaus die Möglichkeit deutlich davonzuziehen, denn die Angriffs-Maschinerie lief weiterhin rund. Geduldiges Spiel unter den Korb gegen die Möhringer Zonenverteidigung, gepaart mit spärlich, aber sicher gesetzten Drei-Punkte-Würfen von Niklas Hellmann und Roman Nill  sorgten weiter für viele Punkte. Sorgen bereitete jedoch die Verteidigung, eigentlich eine Stärke des Teams. Viel zu leicht kamen die Möhringer zu einfachen Würfen. Ein weiterer Grund, dass die Halbzeitführung nur 55:50 betrug, waren drei Ballgewinne, die ob einiges Ungeschicks beim Abschluss nicht zu sechs eigenen, sondern postwendend zu sechs schmerzhaften gegnerischen Punkte führten.

Für die zweite Halbzeit schienen sich die Korbjäger aus der Schillerstadt dann einiges vorgenommen zu haben. Die Defense agierte wesentlich aggressiver und besser, wodurch die Würfe der Einheimischen schwerer zu nehmen waren und folgerichtig seltener ihr Ziel trafen. Unaufhaltsam vergrößerte sich der Vorsprung und erreichte beim 76:60 seinen Maximalwert. Ab dann drängte sich dem geneigten Beobachter der Eindruck auf, die Mannschaft hätte den Sieg bereits als „eingetütet“ verbucht. Der SVM bestrafte diese Einstellung sofort und kam zum Viertelende noch auf 70:78 heran.

Im Schlussabschnitt fingen sich die Gäste wieder und der Vorsprung blieb bis zum 91:82 Mitte des Viertels immer auf der vermeintlich sicheren Seite. Dass es bis zum Schlusspfiff noch mal dramatisch werden sollte, ahnte zu diesem Zeitpunkt wohl niemand. Die Stuttgarter stellten die Verteidigung um und die Marbacher Youngster, bei denen die Aktivposten Hannes Mayer und Roman Nill mit fünf Fouls auf die Bank mussten, hielten plötzlich nicht mehr den richtigen Schlüssel zum Korberfolg in der Hand. Bis auf 91:89 schmolz der Vorsprung, bevor Jan Ziegler 30 Sekunden vor Schluss für die Entscheidung sorgte. Zuerst versenkte er zwei Freiwürfe sicher, 19 Sekunden später stoppte er den Gegenangriff durch eine Sprungball-Situation. Die verbleibenden elf Sekunden waren dann etwas hektisch. Es gab noch ein technisches und ein unsportliches Foul gegen die Gastgeber. Zwar wurden die resultierenden Freiwürfe allesamt verworfen, am verdienten Sieg einer erneut ausgeglichen punktenden Mannschaft blieb jedoch kein Zweifel.

Es spielten: Roman Nill (16 Punkte/4 Dreier), Dennis Ludwig (16), Jan Ziegler (14), Niklas Hellmann (12/2), Hannes Krahl (12), Benni Essig (8), Niklas Leidel (4) und Marco Goldberg.


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