TV Marbach unterliegt Waiblingen mit 66:77
Mittwoch, 18.03.2009

Mehr als 30 Minuten lang hatten die Spieler des TV Marbach gegen ZRINSKI Waiblingen Vorteile. Der Rest hatte es aber leider in sich. Nachdem die Defense vier Minuten lang spielbestimmend war und Marbach knapp mit 6:4 in Führung lag schlug Gäste-Flügel Robert Vukoja die Tür zum Sieg, wie sich zeigen sollte, frühzeitig zu. Mit 11 Punkten am Stück, darunter 3 Dreier ohne Fehlversuch, sorgte er fast alleine für das aus Marbacher Sicht enttäuschende 11:20 Viertel-Ergebnis.
Im zweiten und dritten Abschnitt kamen die Schillerstädter gegen die Zonenverteidigung deutlich besser zu Rande und robbten sich in einem spannenden Spiel an die Gäste heran. Über den Halbzeitstand von 31:39 führte der Weg zum 53:59 vor den letzten 10 Minuten. Rückstand verkürzt, obwohl die Trefferquote noch nicht stimmte - das ließ für den Schlussabschnitt hoffen.
Der begann durch schnelle Punkte von Lion Lang und Jan Ziegler und gute Verteidigung auch viel versprechend. Der drei Punkte Rückstand hatte auch nach 36 Minuten Bestand und alle Anwesenden hatten sich auf eine spannende Schlussphase eingestellt.
Nach prima Verteidigung war dann für die Waiblinger die 24 Sekunden Uhr quasi abgelaufen. Der Marbacher Ballbesitz nur noch Formsache. Eigentlich. Faktisch fogte ein mehr als überflüssiges Foul beim "Verzweiflungs-Dreier". Alle drei Freiwürfe fanden den Weg in den Korb und die Gastgeber waren sichtlich geschockt.
Beiden Teams gelang dann bis in die letzte Spielminute kein einziger Korb mehr, was den mit 5 Punkten führenden Gästen naturgemäß weniger ausmachte, als den Einheimischen. Der finale Versuch, mit schnellen Dreiern und taktischen Fouls kurz vor Schluss das Unmögliche zu schaffen, entpuppte sich als untauglich, so dass das Ergebnis mit 66:77 zu deutlich ausfiel.
Parallel zum Spiel befanden sich übrigens zwei grau gekleidete Herren auf dem Feld, die einigen Zuschauern möglicherweise aufgefallen sein dürften. Es handelte sich dabei um so genannte Schiedsrichter, die normalerweise für die Einhaltung der oft komplizierten Basketballregeln sorgen und dafür auch ein geringes Entgelt erhalten. In diesem Fall muss irgendein Umstand die beiden wohl an der Ausübung dieser Tätigkeit gehindert haben - zumindest auf der einen Seite des Courts. Wie es immerhin drei der nur sechs Gästespieler trotzdem geschafft haben, sich ein Foul einzuhandeln, bleibt daher eines der ganz großen Rätsel, die dieser Sport manchmal aufgibt.
Es mühten sich:
Niklas Hellmann (4 Punkte), Jost Schmidt (7/2 Dreier), Roman Nill (5/1), Marco Goldberg (6), Benni Essig (10), Niklas Leidel (8), Jan Ziegler (2), Hannes Krahl (6), Lion Lang (12/2), Luca Wagner (6/1)

