TV Marbach gewinnt das letzte Saison-Heimspiel gegen Rot Weiß Stuttgart

Montag, 30.03.2009

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Für Basketball-Gourmets war das Spiel des TV Marbach gegen Rot Weiß Stuttgart sicher kein Leckerbissen, aber auch Fast Food hat ja bekanntermaßen seine Liebhaber. Die wären wohl in Übertragung auf den populären Ballsport ganz sicher auf ihre Kosten gekommen, denn unterhaltsam war das schon, was die Protagonisten aufs Parkett zauberten.

Das Spiel lebte von Beginn an mehr von Leidenschaft, Tempo und Kampfgeist, als vom langen Suchen und Herausspielen der allerbesten Möglichkeit. Genau diese Tugenden waren aber die Stärken der Schillerstädter an diesem Abend.

Beide Mannschaften waren von Ausfällen betroffen, vor allem auf den Centerpositionen. Bei Rot-Weiß fehlten mit den Santana-Pepen Brüdern die „Twin Towers“ unter dem Korb, sowie Danijel Ristic. Auf Marbacher Seite fehlten unter anderem alle, von Benni Essig abgesehen, die schon jemals auf den „großen“ Positionen ran mussten. Mit Stefan Obermayer feierte daher ein weiter Youngster aus der U20 seinen Einstand im Landesliga Team und erledigte diese Aufgabe mit Bravour.

Die Defense bewegte sich sehr gut und verteidigte die Pässe der „Red Heat“ ausgesprochen aggressiv, was zu Ballgewinnen und leichten Punkten führte. So stand es nach 3 Minuten 8:0, bevor die Gäste zu ihren ersten Punkten kamen. Bis dahin waren auf beiden Seiten schon etliche Schrittfehler und allerhand technische Unzulänglichkeiten im Spiel. Vor allem im ersten Viertel, das mit gerade mal 13:8 an die Gastgeber ging mussten die Teams das hohe Tempo scheinbar erst mal annehmen.

Die Ungenauigkeiten setzten sich auch im Verlauf des Spiels fort. Vor allem in den zweiten 10 Minuten nutzte der TV die Probleme der Cannstatter im Angriffsspiel angesichts etlicher vergebener Fastbreak-Möglichkeiten nicht konsequent genug aus und hätte durchaus deutlicher führen können als mit 35:25, dem Ergebnis, das die Anzeigetafel als Halbzeit-Ergebnis auswies.

Nach der Pause folgte die stärkste Phase der Einheimischen, die binnen gut 5 Minuten auf 52:33 davon zogen. Die Zonenpresse der „Red Heat“ wurde ein ums andere Mal überlaufen und die Abschlüsse endlich konsequent verwandelt. Das roch schon nach einer vorzeitigen Entscheidung über den Sieg. Im Anschluss zeigten die Stuttgarter allerdings, dass sie eines der besten „Dreier-Teams“ der Liga sind. Nicht weniger als 4 Mal trafen die Mannen um Ivica Ristic im dritten Viertel noch von Außen und brachten die Gastgeber, die vor der Schlussrunde nur noch mit 59:51 die Nase vorn hatten, damit erstmal aus dem Rhythmus.

Ein weiterer Dreier ihres Spielertrainers brachte die Gäste gleich darauf sogar auf 56:59 heran, bevor der groß aufspielende Roman Nill, Stefan Obermayer und der in der zweiten Hälfte überragende Jan Ziegler ihr Team zum 72:59 wieder deutlich in Führung schossen. Diese Führung hatte dann bis zum Schlusspfiff Bestand, so dass der 80:65 Sieg nicht mehr in Gefahr geriet.

Dass das Spiel trotz der Saison-Höchstmarke von 34(!) Ballverlusten und nur 3 Erfolgen bei 18 Dreier-Versuchen so deutlich gewonnen wurde, lag an – man kann es kaum glauben - den Rebounds. Mit 56 „Boards“, davon 23 in der Offensive, waren Stefan Obermayer & Co. den Kontrahenten quasi turmhoch überlegen. Umso mehr schmerzt die Erinnerung an die desolate Vorstellung in dieser Disziplin letzte Woche in Endersbach, wo sich das Ganze genau umkehrt abgespielt hat.

Es spielten:

Hannes Mayer (8 Punkte/1 Dreier, 5 Steals), Niklas Hellmann (2, 5 Rebounds, 1 Block), Jost Schmidt (2), Roman Nill (22/2, 8 Rebounds), Marco Goldberg (10, 5 Assists), Benni Essig (9, 5 Reb.), Luca Wagner (1), Jan Ziegler (15 –alle in der 2. Halbzeit-, 8 Reb. 4 Ass., 3 St.), Jonathan Sadzakov (2), Stefan Obermayer (10, 17 Reb.)


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