Marbacher unterliegen in Schwäbisch Gmünd

Montag, 16.11.2009

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Nichts zu holen war für die zuletzt Erfolg verwöhnten Landesliga Herren in Schwäbisch Gmünd. Nach augeglichenem Beginn in einem sehr schnellen Spiel konnte man sich dank zweier Drei-Punkte-Würfe des wieder genesenen Kapitäns Patrick Hamann mit 14:9 das erste kleine Polster verschaffen. Diese Führung gab aber keine Sicherheit - im Gegenteil. Bis zum ersten Pausenpfiff wurde das Team aus der Schillerstadt vom Tabellen-Vorletzten regelrecht vorgeführt. Mit 3:22 gingen die letzten Minuten an die Einheimischen, die von einer wahren Ballverlust-Orgie des TVM profitierten. Egal ob der Pass in Arme des Gegners gespielt, der Ball nicht gefangen, Schrittfehler begangen, im Aus gestanden oder sich schlicht "verdribbelt" wurde. Jeder durfte mal dem Gastgeber in die Karten spielen.

Ins zweite Viertel ging es mit dem Vorsatz "alles besser machen" zu wollen. In der Tat eröffnete Niklas Hellmann mit einem Dreier und das Spiel wurde nun auf Seiten der Gäste deutlich besser. Um das Geschehen eindeutig zu dominieren, reichte es aber nicht. Einige kleine Fehler in der Verteidigung ließen das Team-Gefüge immer mal wieder auseinander brechen. Dennoch war es nun einen Tick besser und robbte sich Punkt für Punkt an die Gmünder heran. Sehr unglücklich aus Marbacher Sicht konnten diese jedoch in den letzten 10 Sekunden vor der Pause noch drei Zähler verbuchen, so dass der Ertrag in Form von nur zwei aufgeholten Punkten äußerst dürftig ausfiel. Mit 38:50 wurden die Seiten gewechselt.

Die zweite Halbzeit begannen die Schillerstädter konzentriert. Die Angriffe wurden abgeschlossen - zwar noch nicht immer mit Fortune - aber immerhin lief man nicht mehr unentwegt in die Fastbreak-Falle. Die Set-Defense funktionierte nun deutlich besser, so dass der Rückstand  Mitte des dritten Viertels nur noch 5 Punkte betrug. Vor allem auch weil Jan Ziegler sein Visier genau eingestellt hatte und Wurf um Wurf aus der Mitteldistanz traf. Gerade als man sich mit dem Gedanken anfreunden konnte, das Geschehen in den Griff zu bekommen, wiederholten sich die Fehler aus dem Eröffnungs-Viertel. Fehler im Angriffsspiel und unglückliche Wurfauswahl luden die Gastgeber erneut zu Schnellangriffen und einem 13:0 Lauf ein, der quasi in Sekundenschnelle alle vorherigen Bemühungen zunichte machte.

Der Schlussabschnitt ähnelte zunächst den zweiten 10 Minuten. Marbach mühte sich, holte auf - und verspielte die mühsam erkämpften Punkte wieder leichtfertig. Wieder konnte der Rückstand auf 7 Punkte verkürzt werden, bevor die aufopferungsvoll kämpfenden Gmünder mit ablaufender 24-Sekunden Uhr aus der Bedrängnis und zumindest sehr nah am Schrittfehler den Spiel entscheidenden Dreier einnetzten. Obwohl nur noch drei Minuten zu spielen waren gaben die Gäste aber nicht auf und versuchten mit dem Mut der Verzweiflung das Unmögliche noch möglich zu machen. Niklas Leidel und Roman Nill trafen endlich von außen - nicht weniger als 5 Dreier rauschten durch das Gmünder Netz. 13 Sekunden vor Schluss betrug der Rückstand bei eigenem Ballbesitz somit nur noch vier Punkte. Alle taktischen Planspiele waren allerdings Makulatur nachdem Roman Nills Versuch sein Ziel knapp verfehlte.

Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass über weite Strecken die Gastgeber die Intensität ins Spiel brachten, die der TVM gebraucht hätte, aber erst kurz vor Schluss aufbringen konnte. Dass es trotz der bisher schwächsten Saisonleistung am Ende dennoch fast gereicht hätte, macht Mut für die nächsten Begegnungen. Der wird auch nötig sein, denn am kommenden Sonntag ist die bisherige "Übermannschaft" von Rot Weiß Stuttgart zu Gast in der Stadionhalle. Gegen die Cannstatter wird das Team alles geben, um die verlorenen zwei Punkte möglichst wieder wett zu machen.   

Es spielten:
Jan Ziegler (22 Punkte), Niklas Leidel (17/3 Dreier), Patrick Hamann (14/2), Niklas Hellmann (11/1), Roman Nill (8/2), Hannes Krahl (6), Hannes Mayer (4) und Benni Essig.


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